Business über alles : Pompeo überstimmt eigene Experten wegen Jemenkrieg


Es ist nicht so, dass es gar kei­ne Stim­men der Ver­nunft in den US-Poli­tik gäbe. Es gibt sie sehr wohl, nur wer­den sie oft über­hört und noch öfter erfolg­reich zum Schwei­gen gebracht. Die Außen­welt erfährt in der Regel nur durch Leaks etwas davon, was sich tat­säch­lich im Inne­ren der Macht in Washing­ton abspielt. So auch in die­sem Fall, in dem sich eine Grup­pe von Exper­ten im Außen­mi­nis­te­ri­um und eine über­par­tei­li­che Grup­pe von Kon­gress­ab­ge­ord­ne­ten zusam­men­ge­tan hat­ten, um die US-Unter­stüt­zung für den von Sau­di-Ara­bi­en geführ­ten Krieg im Jemen zu stop­pen.

Wäh­rend Deutsch­land gera­de erst wie­der neue Waf­fen­lie­fe­run­gen an die krieg­füh­ren­den Län­der auf der Ara­bi­schen Halb­in­sel geneh­migt hat, sind es die hohen Opfer­zah­len unter der Zivil­be­völ­ke­rung im Jemen, die die bei­den Grup­pen zu ihren Akti­vi­tä­ten bewo­gen haben. Nun kam aber her­aus, dass eine ande­re Über­le­gung dazu geführt hat, dass sie von Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo über­stimmt wur­den. Die glei­chen Über­le­gun­gen übri­gens, die auch Ber­lin dazu ver­an­lasst haben, neue Waf­fen­lie­fe­run­gen zu geneh­mi­gen : Geld. Sehr viel Geld.

Pom­peo soll­te dem Kon­gress Bericht erstat­ten, ob die Regie­run­gen von Sau­di-Ara­bi­en und den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten genü­gend tun, um zivi­le Opfer und Beschä­di­gung oder Zer­stö­rung von zivi­ler Infra­struk­tur zu ver­mei­den. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass es jede Men­ge Berich­te über Kriegs­ver­bre­chen der Sau­dis und der Emi­ra­te gibt und die UN immer wie­der Pres­se­er­klä­run­gen über zivi­le Opfer bei Angrif­fen abgibt, dann muss man sich fra­gen, wie­so Pom­peo dem Kon­gress einen Frei­fahrt­schein für Riad und Abu Dha­bi erteilt hat. Dort erklär­te der US-Außen­mi­nis­ter am 12. Sep­tem­ber :

… bestä­tig­te ich dem Kon­gress ges­tern, dass die Regie­run­gen von Sau­di-Ara­bi­en und den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten nach­weis­ba­re Maß­nah­men ergrei­fen, um das Risi­ko von Schä­den an Zivi­lis­ten und zivi­ler Infra­struk­tur infol­ge mili­tä­ri­scher Ope­ra­tio­nen die­ser Regie­run­gen zu mini­mie­ren.

Eine Ant­wort auf die­se Fra­ge lie­fer­ten die Geg­ner die­ses Vor­ge­hens in Form eines Leaks an das Wall Street Jour­nal. Laut einem inter­nen Memo des US-Außen­mi­nis­te­ri­ums wur­de Pom­peo dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass ein “Aus­blei­ben der Zer­ti­fi­zie­rung sich nega­tiv auf aus­ste­hen­de Waf­fen­trans­fers aus­wir­ken wird” und dass “die Nicht­ein­hal­tung der Zer­ti­fi­zie­rung sich auch nega­tiv auf künf­ti­ge aus­län­di­sche Mili­tär­ver­käu­fe und direk­te kom­mer­zi­el­le Ver­käu­fe in der Regi­on aus­wir­ken kann”.

Bereits im Juni schrieb Sena­tor Bob Menen­dez einen Brief an Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter James “Mad Dog” Mat­tis und for­der­te sie auf,

einen zwin­gen­den, beweis­kräf­ti­gen Fall (dar­zu­le­gen), dass US-Waf­fen­ver­käu­fe dazu bei­tra­gen, die Zahl der Opfer in der Zivil­be­völ­ke­rung zu redu­zie­ren, und dass sie einen Hebel für eine umfas­sen­de­re Stra­te­gie zur Ver­bes­se­rung des huma­ni­tä­ren Zugangs dar­stel­len und den Krieg been­den.

Im März wies der Senat in einer Abstim­mung mit 55:44 Stim­men einen Vor­stoß von Abge­ord­ne­ten ab, die die US-Armee aus dem Jemen holen woll­ten. Als Kom­pro­miss wur­de dann ver­ein­bart, dass der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter in peri­odi­schen Abstän­den vor dem Kon­gress bestä­tigt, dass Sau­di-Ara­bi­en und die Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te “nach­weis­ba­re Maß­nah­men” ergrei­fen, zivi­le Opfer zu ver­mei­den.

Ent­spre­chend ent­täuscht über Pom­pe­os Ent­schei­dung zeig­te sich Sena­tor Chris Mur­phy auf Twit­ter :

Die­ser Vor­gang zeigt ein­mal mehr, wie wenig sich die US-Regie­rung in Wirk­lich­keit um Men­schen­rech­te sorgt oder wie genau sie es mit der Ver­hin­de­rung von huma­ni­tä­ren Kata­stro­phen nimmt. Das ein­zi­ge, das zählt, ist die Gewinn­ma­xi­mie­rung und Markt­an­tei­le. Denn ob sich im Jemen eine huma­ni­tä­re Kata­stro­phe ereig­net oder nicht, inter­es­siert die waf­fen­ex­por­tie­ren­den Län­der nicht. Wenn die USA nicht lie­fern, wer­den es eben ande­re tun. Auch Deutsch­land.

RT Deutsch


Tourist pinkelt in Yellowstone-Geysir – Festnahme wegen Verletzung mehrerer Sicherheitsregeln


Auf dem Video ist zu sehen, dass der Mann am Ran­de des Gey­sirs steht, in den Kra­ter schaut und dann anschei­nend Was­ser lässt. Dann legt sich der Tou­rist auf den Boden und lehnt den Kopf hin­aus. Etwas spä­ter ver­lässt der Mann die gefähr­li­che Zone.

Old Faith­ful ist einer der bekann­tes­ten Gey­si­re der Erde. Alle 30 bis 120 Minu­ten stößt er eine 30 bis 55 Meter hohe Was­ser­säu­le aus. Die Was­ser­tem­pe­ra­tur liegt dabei über 100 Grad Cel­si­us. In den letz­ten 100 Jah­ren sind im Yel­low­stone-Natio­nal­park Dut­zen­de Men­schen durch hei­ße Quel­len getö­tet oder ver­letzt wor­den, weil sie die Sicher­heits­vor­keh­run­gen igno­riert haben. (USA Today)

Mehr zum The­ma — Yel­low­stone-Vul­kan kann beschwich­tigt wer­den – 21 Scha­ma­nen aus Kir­gi­si­stan wis­sen Rat

RT Deutsch


Katastrophenalarm wegen Moorbrand nach Waffentests der Bundeswehr — Justiz ermittelt (Video)


Weil auf­kom­men­der Sturm den Moor­brand, den die Bun­des­wehr Anfang Sep­tem­ber bei Rake­ten­tests aus­ge­löst hat­te, frisch anfacht, hat der Land­kreis Ems­land am Frei­tag in Abstim­mung mit dem Nie­der­säch­si­schen Innen­mi­nis­te­ri­um den Kata­stro­phen­fall aus­ge­ru­fen. Anwoh­ner wer­den auf mög­li­che Eva­ku­ie­run­gen vor­be­rei­tet. 

Katastrophenalarm wegen Moorbrand nach Waffentests der Bundeswehr  -  Justiz ermittelt (Video)
Moor­brand Video der WTD 91

Ruhe bewah­ren, aber Aus­weis­pa­pie­re und Medi­ka­men­te ein­pa­cken

Die Ein­woh­ner Staverns sind auf­ge­for­dert, die Ruhe zu bewah­ren, soll­ten aber vor­sorg­lich die wich­tigs­ten Doku­men­te wie Aus­weis­pa­pie­re und benö­tig­te Medi­ka­men­te zusam­men­pa­cken“, emp­fiehlt der zustän­di­ge Dezer­nent Marc-André Burg­dorf.

Auch die Poli­zei im Ems­land berei­tet sich auf mög­li­che Eva­ku­ie­run­gen vor, so ein Spre­cher.

Bis zum heu­ti­gen Frei­tag hat­ten die Bun­des­wehr und die Behör­den im Ems­land ver­sucht, die Bür­ger zu beru­hi­gen. Eva­ku­ie­run­gen sei­en nicht not­wen­dig und die Mes­sun­gen der Luft nach dem vor nun­mehr bereits 17 Tagen von der Bun­des­wehr ver­ur­sach­ten Brand hät­ten erge­ben, dass die­se nicht bedenk­lich sei­en.

Auch auf Anfra­ge von RT Deutsch hieß noch am Mitt­woch es bei der Pres­se­stel­le der Wehr­tech­ni­schen Dienst­stel­le 91, dass Eva­ku­ie­run­gen so gut wie aus­ge­schlos­sen sei­en.

Nun wur­de doch der Kata­stro­phen­fall aus­ge­ru­fen. Eine Eva­ku­ie­rung der Gemein­den Groß Stavern und Klein Stavern mit rund 1.000 Ein­woh­nern kön­ne nicht mehr aus­ge­schlos­sen wer­den, teil­te Land­rat Rein­hard Win­ter mit.

Eine ganz kon­kre­te Pro­gno­se ist der­zeit nicht mög­lich, den­noch ist zu erwar­ten, dass sich Rauch­be­läs­ti­gung und Fun­ken­flug ver­schär­fen.”

Der Deut­sche Wet­ter­dienst (DWD) hat­te bereits im Vor­feld für Frei­tag höhe­re Wind­stär­ken ange­kün­digt, die den Brand wei­ter anfa­chen könn­ten.

Eine Kalt­front wird über das Gebiet zie­hen”, so DWD-Meteo­ro­lo­ge Mar­kus Eif­ried. “Dort sind Sturm­bö­en von rund 75 Stun­den­ki­lo­me­tern mög­lich.”

Mehr zum The­ma — Moor­brand : Kata­stro­phen­fall aus­ge­ru­fen — Eva­ku­ie­rung mög­lich

Der Land­kreis sei gut vor­be­rei­tet und wol­le kei­ne Unru­he erzeu­gen.

Da der Schutz der Bevöl­ke­rung für uns an ers­ter Stel­le steht, möch­ten wir aber die Staver­ner früh­zei­tig dar­auf auf­merk­sam machen, dass eine Eva­ku­ie­rung nicht mehr undenk­bar ist.”

Von einer Kata­stro­phe spre­chen Behör­den, wenn die Bedro­hung von vie­len Men­schen, umfang­rei­chen Sach­wer­ten oder natür­li­chen Lebens­grund­la­gen so gra­vie­rend ist, dass die betrof­fe­ne Kom­mu­ne über­for­dert ist.

Das bedeu­tet, dass die Lage nur beherrscht wer­den kann, indem über­re­gio­nal Ein­satz­kräf­te alar­miert wer­den und ein Kri­sen­stab ein­ge­rich­tet wird. Ist das gege­ben, wird der Kata­stro­phen­fall aus­ge­ru­fen. Der Kata­stro­phen­fall ist dabei gleich­be­deu­tend mit Kata­stro­phen­alarm.

Brand­de­lik­te und Umwelt­de­lik­te — Staats­an­walt­schaft ermit­telt

Der groß­flä­chi­ge Moor­brand in Nie­der­sach­sen beschäf­tigt seit die­ser Woche auch die Jus­tiz. Die Staats­an­walt­schaft Osna­brück lei­te­te ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein.

Da kom­men Brand­de­lik­te in Betracht, ins­be­son­de­re die Brand­stif­tung und mög­li­cher­wei­se auch Umwelt­de­lik­te, wenn beson­ders geschütz­te Gebie­te wie Natur­schutz­ge­bie­te betrof­fen sind”, sag­te Behör­den­spre­cher Alex­an­der Rete­mey­er.

Bereits seit Anfang Sep­tem­ber brennt das rie­si­ge Gebiet im Ems­land, nach­dem von einem Bun­des­wehr-Hub­schrau­ber Rake­ten abge­feu­ert wur­den. Anfangs ver­such­te die Bun­des­wehr­feu­er­wehr schein­bar ver­geb­lich, den Brand in den Griff zu bekom­men. Eine Flä­che von mehr als 1.000 Fuß­ball­fel­dern ist der­zeit betrof­fen.

Die Ein­satz­kräf­te sind auf 1.300 Per­so­nen ver­stärkt wor­den, dar­un­ter Feu­er­wehr­leu­te der Bun­des­wehr, zivi­le Feu­er­weh­ren und das Tech­ni­sche Hilfs­werk. Aus Husum sind am Don­ners­tag­abend ers­te Kräf­te des Spe­zi­al­pio­nier­re­gi­ments 164 ein­ge­trof­fen.

Erschwert wird der Lösch­ein­satz, weil in dem seit 1876 als Übungs­ge­län­de genutz­ten Moor Blind­gän­ger ver­mu­tet wer­den. Aus Sicher­heits­grün­den kön­nen die Feu­er­wehr­leu­te das Moor­ge­län­de nicht über­all betre­ten. Ein Feu­er­wehr­ein­satz­lei­ter vor Ort, der unge­nannt blei­ben möch­te, sag­te zu RT Deutsch

Es ist rich­tig schlimm hier.”

In Tei­len des Gebie­tes sei der Brand inzwi­schen ein­ge­dämmt, in ande­ren nicht, sag­te ein Bun­des­wehr­spre­cher am Don­ners­tag. Ins­ge­samt sei das Feu­er aber “unter Kon­trol­le”.

Der Brand kann sich nicht wei­ter aus­brei­ten,” hieß es Don­ners­tag.

Um unter­ir­di­sche Glut­nes­ter zu löschen, pum­pen die Ein­satz­kräf­te Was­ser­mas­sen in den Boden. “Es wur­den Kanä­le gegra­ben und bestehen­de Kanä­le mit Was­ser gefüllt”, erklär­te ein Bun­des­wehr­spre­cher. Um eine Aus­brei­tung des Bran­des zu ver­hin­dern, wur­de das Gebiet unter ande­rem mit Was­ser­läu­fen abge­rie­gelt. Zudem wur­den Wald­schnei­sen geschla­gen, Büsche und Gehölz abge­tra­gen. So soll ver­hin­dert wer­den, dass sich der Brand durch Fun­ken­flug erneut aus­brei­ten kann.

Der nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­ter Boris Pis­to­ri­us (SPD) kri­ti­sier­te die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Bun­des­wehr über den Brand. Die Lan­des­be­hör­den sei­en bis­lang nicht offi­zi­ell über den Aus­bruch des Moor­bran­des infor­miert wor­den ; ledig­lich inof­fi­zi­ell habe das Kom­pe­tenz­zen­trum Groß­scha­dens­la­gen des Innen­mi­nis­te­ri­ums am 13. Sep­tem­ber durch die Anfor­de­rung von Feu­er­wehr­ma­te­ri­al davon erfah­ren, sag­te Pis­to­ri­us am Don­ners­tag im Innen­aus­schuss des Land­ta­ges.

Die Infor­ma­ti­ons­po­li­tik der Bun­des­wehr ist nicht nach­voll­zieh­bar.”

Zuvor hat­te die “Neue Osna­brü­cker Zei­tung” über die Kri­tik von Pis­to­ri­us berich­tet. Dem Bericht zufol­ge beton­te der Minis­ter, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Zusam­men­ar­beit hät­ten sich inzwi­schen ver­bes­sert. Doch auch der Chef­re­dak­teur der loka­len Mep­pe­ner Tages­post kom­men­tier­te, es sei eine “Infor­ma­ti­ons­po­li­tik”, die die­sen Titel nicht ver­die­ne.

Ärz­te wider­spre­chen Bun­des­wehr bezüg­lich Gesund­heits­ge­fah­ren

Auf­grund der unkla­ren Situa­ti­on saßen Anwoh­ner eini­ger Gemein­den bereits auf gepack­ten Kof­fern, da die Mög­lich­keit von Eva­ku­ie­run­gen erwo­gen wur­de.

Zwar hieß es am Don­ners­tag noch, die Rauch­ent­wick­lung lie­ge gemäß Mes­sun­gen unter Wer­ten, die gesund­heit­lich bedenk­lich sei­en. Doch sowohl Anwoh­ner als auch Repor­ter vor Ort zei­gen, dass die Luft kaum zum Atmen taugt.

Auch der Bun­des­ver­band der Pneu­mo­lo­gen, Schlaf- und Beatmungs­me­di­zi­ner wider­spricht der Ein­schät­zung der Bun­des­wehr, von dem Brand gehe kei­ne Gefahr aus. 

Die Rauch­wol­ke führt zu einer mas­si­ven Fein­staub­be­las­tung und ist eine Gefahr für die Gesund­heit”, sagt Spre­cher Dr. Micha­el Bar­c­zok zu der Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung.

Je nach­dem, wie der Wind gera­de ste­he, sei es für Anwoh­ner so, als ob sie sich in einen kom­plett ver­räu­cher­ten Raum set­zen, so Bar­c­zok. “Es ist, als ob sie fünf Ziga­ret­ten gleich­zei­tig rau­chen – nur ohne Niko­tin”

Die Bun­des­wehr gestand am Don­ners­tag ledig­lich ein,

durch den Brand auf dem Gelän­de der WTD 91 ist die Bevöl­ke­rung durch die Rauch­ent­wick­lung stark beein­träch­tigt.

Dass der Brand von der Bun­des­wehr ver­ur­sacht wur­de, stößt bei vie­len Men­schen auf Unver­ständ­nis.

Die Übun­gen der Bun­des­wehr im Moor­ge­biet mit Rake­ten und sons­ti­ger Muni­ti­on müs­sen ab sofort ein­ge­stellt wer­den”, for­der­te Land­tags­vi­ze­prä­si­den­tin Meta Jans­sen-Kucz.

Der Schutz von Mensch und Natur im Nord­wes­ten habe “abso­lu­ten Vor­rang,” so die Grü­nen-Abge­ord­ne­te. Die Bun­des­wehr müs­se lücken­los und regel­mä­ßig über den Stand der Lösch­ar­bei­ten, über vor­han­de­ne Muni­ti­ons­res­te und die davon aus­ge­hen­den Gefah­ren infor­mie­ren.

Auch die CDU-Frak­ti­on im Land­tag ver­lang­te Auf­klä­rung :

Ich erwar­te von der Bun­des­wehr, dass sie erklärt, war­um über­haupt bei der extre­men Tro­cken­heit mit Rake­ten geübt wur­de und ob alle Sicher­heits­vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten wur­den”, so Frak­ti­ons­chef Dirk Toe­pffer. Die Men­schen müss­ten umfas­send über mög­li­che Gefah­ren durch die Rauch­ent­wick­lung infor­miert wer­den. “Hier darf nichts ver­harm­lost wer­den.”

RT Deutsch


US-Air Force will 74 neue Staffeln wegen Russland und China haben


Nach dem 11. Sep­tem­ber 2001 haben sich die USA mit all ihrer mili­tä­ri­schen Macht auf einen schwer fass­ba­ren Feind gestürzt. Sech­zehn Jah­re lang gal­ten nicht­staat­li­che Akteu­re als die größ­te Bedro­hung für Washing­ton, bis die Regie­rung von Prä­si­dent Donald Trump die neue Natio­nal Secu­ri­ty Stra­te­gy, Natio­nal Defen­se Stra­te­gy and Nuclear Pos­tu­re Review her­aus­gab, das neue Weiß­buch der US-Regie­rung. Dar­in wer­den nicht mehr nicht­staat­li­che Akteu­re als größ­te Bedro­hung bezeich­net, son­dern wie­der ganz klas­sisch ein­zel­ne Staa­ten. Und ganz vor­ne auf der Lis­te ste­hen Russ­land, Chi­na und nicht ganz weit davon ent­fernt Nord­ko­rea und Iran.

Im US-Ver­tei­di­gungs­etat für das Jahr 2019 hat Trump schon die Wei­chen für einen Aus­bau des US Mili­tärs gestellt, aller­dings mit Fokus auf die Navy. Nun mel­de­te sich auch die Air Force Minis­te­rin Hea­ther Wil­son zu Wort und for­dert für die US-Luft­waf­fe ein Stück vom gro­ßen Geld­ku­chen.

Damit es die Air Force mit der Bedro­hung aus Russ­land und Chi­na auf­neh­men kann, for­der­te Wil­son 74 neue Staf­feln bis zum Jahr 2030 an. Damit soll der Bestand von gegen­wär­tig 312 auf 386 Staf­feln (eine Staf­fel in der US-Air Force besteht aus 8 bis 24 Flug­zeu­gen) stei­gen. Den größ­ten Zuwachs soll die Stel­le für Auf­klä­rung und Füh­rung erhal­ten, von gegen­wär­tig 40 auf 62 Staf­feln. Der Bestand an Tank­flug­zeu­gen soll eben­falls kräf­tig aus­ge­baut wer­den, von aktu­ell 40 auf 54 Staf­feln.

Inter­es­sant ist, dass die Droh­nen­staf­fel nur um zwei wei­te­re ergänzt wird, was dem ver­än­der­ten Feind­bild zu staat­li­chen Akteu­ren geschul­det ist. Gera­de Kampf­droh­nen stel­len eine leich­te Beu­te für Flug­ab­wehr- und elek­tro­ni­sche Abwehr­sys­te­me dar, wes­halb sie für einen even­tu­el­len Krieg gegen eines der als Bedro­hung ein­ge­stuf­ten Län­der untaug­lich sind. Aus die­sem Grund möch­te die Air Force sie­ben wei­te­re Kampf­jet­staf­feln (von 55 auf 62 Staf­feln) und fünf wei­te­re Bom­ber­staf­feln haben (von 9 auf 14 Staf­feln). Bei den Bom­bern wird neben den schwe­ren B-52 auch der geheim­nis­um­wo­be­ne B-21 Rai­der dazu­ge­hö­ren, der an die Edwards Air Base für die Test­pha­se aus­ge­lie­fert wur­de und die B-1 und B-2 Bom­ber erset­zen soll.

Was nach einem Mega­auf­trag für die US-Luft­fahrt- und Rüs­tungs­in­dus­trie klingt, bringt auch sei­ne Pro­ble­me mit sich. Die­ser mas­si­ve Aus­bau der Air Force benö­tigt auch ent­spre­chen­des Per­so­nal – Air Force Minis­te­rin Hea­ther Wil­son rech­net mit 40.000 neu­en Stel­len -, was bei einem Rück­gang von Pilo­ten und Mecha­ni­kern in den letz­ten Jah­ren ein ernst­haf­tes Pro­blem dar­stel­len könn­te.

Mehr zum The­ma — Rus­si­sche vs. west­li­che Waf­fen­sys­te­me – zwi­schen tat­säch­li­cher Bedro­hung und Pro­fit

RT Deutsch


Nach Unfall bei Notfall-Übung : Zugspitzbahn wegen großen Schadens für unbestimmte Zeit außer Betrieb


Eine der bei­den neu­en Seil­bahn­ka­bi­nen war bei der Rou­ti­ne-Übung für eine Not­fall­ber­gung am Mitt­woch­abend nach der regu­lä­ren Betriebs­zeit schwer beschä­digt wor­den. Ein unbe­mann­ter Ber­ge­korb zwi­schen Stüt­ze und Berg­sta­ti­on war mit der eben­falls unbe­mann­ten Seil­bahn­ka­bi­ne kol­li­diert. Ver­letzt wur­de nie­mand. (dpa)

Mehr zum The­ma — Acht Ver­letz­te bei Seil­bahn­ab­sturz im geor­gi­schen Ski­ge­biet

RT Deutsch


Jugendlicher Islamist wegen Anschlagsplänen in Hessen festgenommen


Ihm wer­de vor­ge­wor­fen, einen Anschlag mit hoch­ex­plo­si­vem Spreng­stoff geplant und bereits mit der Vor­be­rei­tung begon­nen zu haben. Bei Durch­su­chun­gen sei­en bei ihm gerin­ge Men­gen von Che­mi­ka­li­en sicher­ge­stellt wor­den, die als Kom­po­nen­ten zur Her­stel­lung eines Spreng­sat­zes geeig­net gewe­sen wären. Es sei Haft­be­fehl erlas­sen wor­den.

Den bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen zufol­ge soll sich der 17-Jäh­ri­ge im Inter­net eine Anlei­tung zum Bau einer Spreng­vor­rich­tung ver­schafft und ver­sucht haben, Che­mi­ka­li­en über einen Inter­net-Ver­sand­han­del zu erwer­ben. Damit hät­te der Spreng­stoff Tria­ce­ton­tri­per­oxid (TATP) her­ge­stellt wer­den kön­nen. Der Jugend­li­che habe sich im Inter­net radi­ka­li­siert, sag­te ein Spre­cher der Staats­an­walt­schaft.

Den Ermitt­lun­gen lag den Anga­ben zufol­ge ein Hin­weis des Bun­des­amts für Ver­fas­sungs­schutz zugrun­de. Die Fest­nah­me erfolg­te dem­nach durch Spe­zi­al­ein­hei­ten des Lan­des­kri­mi­nal­amts. (dpa)

Mehr zum The­ma — Mes­ser­at­ta­cke am Ams­ter­da­mer Haupt­bahn­hof war Ter­ror­an­schlag – Angrei­fer leb­te in Rhein­land-Pfalz

RT Deutsch


Um sicherzugehen : Drei Thailänder wegen Betrugs zu je 4.355 Jahren hinter Gittern verurteilt


Sin Sae Sho­gun soll mit neun ande­ren Mit­tä­tern 871 Mit­glieds­schei­ne für das Unter­neh­men Wealth Ever für je 9.700 Baht (etwa 255 Euro) ver­äu­ßert haben, berich­tet die Zei­tung Bang­kok Post. Die Ver­ur­teil­ten hät­ten die Kun­den mit kos­ten­lo­sen Bonus-Rei­sen durch Asi­en in die Fal­le gelockt. Im April 2017 hät­ten die betro­ge­nen Käu­fer am Flug­ha­fen Bang­kok-Suvarn­ab­hu­mi erfah­ren müs­sen, dass ihr Traum­ur­laub nie statt­fin­den soll­te. Der Scha­den, der durch die Tätig­keit der Ver­bre­cher ent­stan­den sei, kön­ne auf 51 Mil­lio­nen Baht (1,339 Mil­lio­nen Euro) bezif­fert wer­den.

Mehr zum The­ma — ETA-Ter­ro­rist kommt nach 31 statt 3.000 Jah­ren Haft frei

RT Deutsch


Polizeidirektion : 22-Jähriger in Köthen starb an Herzversagen, nicht wegen seiner Verletzungen


Es sind rund 500 Men­schen, die am Sonn­tag­abend in Köthen auf­mar­schie­ren. Vie­le von ihnen sind Auf­ru­fen rech­ter Grup­pie­run­gen gefolgt, die in sozia­len Netz­wer­ken zur Teil­nah­me an einem soge­nann­ten Trau­er­marsch mobi­li­siert hat­ten. Erst geht es schwei­gend durch die Stra­ßen der Stadt in Sach­sen-Anhalt. Das Ziel ist ein Spiel­platz. Dort war es am Vor­abend zu einem Streit zwi­schen zwei Män­ner­grup­pen gekom­men. Ein Deut­scher starb, zwei Afgha­nen wur­den fest­ge­nom­men.

Dann wird die Stim­mung aggres­si­ver : “Dies ist ein Tag der Trau­er. Aber wir wer­den die Trau­er in Wut ver­wan­deln”, sagt ein Red­ner. Dafür ern­tet er “Wir sind das Volk”-Rufe. Dann geht es wei­ter mit Paro­len wie “Auge um Auge, Zahn um Zahn” und “Lügen­pres­se”.

Noch ist unklar, was sich genau auf dem Spiel­platz abge­spielt hat. Bei dem Streit soll es um die Schwan­ger­schaft einer Frau gegan­gen sein. Am Abend wird bekannt, dass der jun­ge Mann nach dem Streit an aku­tem Herz­ver­sa­gen gestor­ben sein soll.

Nach dem vor­läu­fi­gen, münd­lich über­mit­tel­ten Obduk­ti­ons­er­geb­nis ist der 22-jäh­ri­ge Köthe­ner einem aku­ten Herz­ver­sa­gen erle­gen, das nicht im direk­ten kau­sa­len Zusam­men­hang mit den erlit­te­nen Ver­let­zun­gen steht, so die Poli­zei­di­rek­ti­on Sach­sen-Anhalt Ost.

In den Sozia­len Medi­en wur­de mit Empö­rung auf die Erklä­rung der Poli­zei­di­rek­ti­on sowie die media­le Bericht­erstat­tung reagiert :

Gegen den 18 Jah­re alten Ver­däch­ti­gen wer­de wegen des Ver­dachts der gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung ermit­telt, gegen den 20-Jäh­ri­gen wegen des Anfangs­ver­dachts der Kör­per­ver­let­zung mit Todes­fol­ge. Die Staats­an­walt­schaft Des­sau-Roß­lau woll­te am zustän­di­gen Amts­ge­richt ent­spre­chen­de Haft­an­trä­ge stel­len. Nach Anga­ben der “Mit­tel­deut­schen Zei­tung” hat­te der 22-Jäh­ri­ge eine kar­dio­lo­gi­sche Vor­er­kran­kung. Eine offi­zi­el­le Bestä­ti­gung dafür gab es zunächst nicht.

Und seit­dem sich die Gescheh­nis­se in der Stadt mit ihren gut 26.000 Ein­woh­nern her­um­ge­spro­chen haben, wer­den Gedan­ken an die jüngs­ten Vor­fäl­le in Chem­nitz wach.

Polizeidirektion: 22-Jähriger in Köthen starb an Herzversagen, nicht wegen seiner Verletzungen
Demo in Köthen nach Tod eines 22-jäh­ri­gen Deut­schen

Schon am Nach­mit­tag ist der Spiel­platz Ort der Trau­er. Das rote Klet­ter­ge­rüst ist ver­waist, unter den hohen Lin­den wächst die Ansamm­lung von Blu­men und Ker­zen. Anwoh­ner Köthens ste­hen auf dem Bür­ger­steig vor den bunt gestri­che­nen, zwei­ge­schos­si­gen Wohn­häu­sern. Sie haben gehört, dass am Vor­abend ein 22-Jäh­ri­ger zu Tode gekom­men ist und dass zwei Afgha­nen des­we­gen fest­ge­nom­men wur­den. Auch ihn ihre Trau­er mischen sich Gedan­ken an Chem­nitz.

Es ist uns wich­tig, dass das Ereig­nis nicht instru­men­ta­li­siert wird”, betont der Köthe­ner Pfar­rer Horst Kusch­ner.

Auch er denkt dabei an die aus­län­der­feind­li­chen Aus­schrei­tun­gen in Sach­sens dritt­größ­ter Stadt. Und spricht von einem Alp­traum. “Er war ein unschul­di­ger klei­ner Jun­ge”, sagt eine Frau auf dem Spiel­platz, die den 22-Jäh­ri­gen kann­te. Auf einer Stra­ße am Spiel­platz sind mit gel­ber Krei­de Umris­se eines Kör­pers gezeich­net.

Am Nach­mit­tag hat­ten Kreis­ober­pfar­rer Lothar Scholz und Sach­sen-Anhalts Innen­mi­nis­ter Hol­ger Stahl­knecht (CDU) zur Beson­nen­heit gemahnt. “Ich kann nur hof­fen und appel­lie­ren, dass nicht Gewalt mit Gewalt quit­tiert wird”, sag­te Scholz. “Wir sind betrof­fen, was hier gesche­hen ist”. Der Rechts­staat wer­de alle Mit­tel kon­se­quent ein­set­zen, Jus­tiz und Poli­zei ermit­tel­ten in enger Abstim­mung, sag­te Stahl­knecht.

In der Jakobs­kir­che kom­men am Nach­mit­tag rund 300 Men­schen zu einem Frie­dens­ge­bet zusam­men. Der Kir­chen­prä­si­dent der Anhal­ti­schen Lan­des­kir­che, Joa­chim Lie­big, sagt : “Die genau­en Umstän­de sind noch nicht deut­lich. Aber schon jetzt wird deut­lich, dass der Tod benutzt wird für etwas, was dar­über hin­aus geht”. Der Tod eines Men­schen sei der schlech­tes­te Anlass für eine Eska­la­ti­on. Es gel­te nun, zusam­men­zu­ste­hen, sagt Lie­big.

Auch ganz prak­tisch geschieht das nun : Laut Lie­big kann die Fami­lie die Beer­di­gungs­kos­ten nicht allein auf­brin­gen. Des­halb sol­le gesam­melt wer­den. “Es betrifft die gesam­te Gemein­schaft, wenn jemand aus ihrer Mit­te so zu Tode kommt”. Die Sam­mel­ak­ti­on hat­te ihren Auf­takt am Sonn­tag nach dem Gebet in der Kir­che.

Schon beim spon­ta­nen Geden­ken auf dem Spiel­platz sagt Land­rat Uwe Schul­ze (CDU), die Bun­des­re­gie­rung müs­se sich Gedan­ken machen, wie sie die Migra­ti­on gestal­ten wol­le. Die Auf­ein­an­der­fol­ge von Chem­nitz und Köthen sei “für uns nicht gut”. Migran­ten soll­ten das Gast­recht, das man ihnen ein­räu­me, nicht miss­brau­chen und sich an die hie­si­gen Regeln hal­ten. “Es ist unüb­lich, dass wir Aus­ein­an­der­set­zun­gen auf die­se Wei­se regeln”, sag­te der Land­rat.

In Chem­nitz war vor zwei Wochen ein 35-jäh­ri­ger Deut­scher getö­tet wor­den. Zwei jun­ge Män­ner sit­zen inzwi­schen in Unter­su­chungs­haft. Sie stam­men nach eige­nen Anga­ben aus Syri­en und dem Irak. Seit­dem gibt es in Chem­nitz immer wie­der frem­den­feind­li­che und teils aggres­si­ve Pro­tes­te.

(dpa/rt deutsch)

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Transfrau wegen Vergewaltigung in Frauengefängnis inhaftiert – Sexuelle Übergriffe auf Insassinnen


Nur eini­ge Tage nach ihrer Ankunft in der Voll­zugs­an­stalt soll sie sexu­el­le Über­grif­fe auf die Insas­sin­nen unter­nom­men haben. White bekann­te sich zwei­er sexu­el­ler Über­grif­fen im Gefäng­nis über den Zeit­raum von Sep­tem­ber bis Novem­ber 2017 schul­dig. Sie erwar­tet ihr Urteil am 11. Okto­ber jedoch in einem Gefäng­nis für Män­ner. Die Gefäng­nis­ver­wal­tung hat sich für die Feh­ler in die­sem beson­de­ren Fall ent­schul­digt und betont, die Sicher­heit aller Insas­sen habe höchs­te Prio­ri­tät.

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