Von wegen heißes Temperament : Weltgesundheitsorganisation erkennt Sexsucht als geistige Störung an


Die wich­tigs­ten Sym­pto­me der Krank­heit wer­den als “anhal­ten­des Mus­ter des Fehl­ver­hal­tens bei der Beherr­schung star­ker wie­der­ho­len­der sexu­el­ler Impul­se oder Antrie­be, die zum wie­der­hol­ten Sexu­al­ver­hal­ten füh­ren” beschrie­ben. Für sol­che Pati­en­ten rücke Sex in deren “zen­tra­len Fokus”, so dass sie den Geschlechts­ver­kehr nicht ein­mal rich­tig genie­ßen kön­nen. Die Sucht kom­me haupt­säch­lich durch Selbst­be­frie­di­gung, Sex mit einem Part­ner, das Anschau­en von Por­no­gra­fie sowie die Aus­übung von Pro­sti­tu­ti­on zum Aus­druck. Um die Krank­heit zu dia­gnos­ti­zie­ren, muss ein Pati­ent sol­che Sym­pto­me min­des­tens sechs Mona­te in Fol­ge auf­wei­sen.

Mehr zum The­ma — WHO macht Online-Spiel­sucht offi­zi­ell zur Krank­heit

RT Deutsch


Pomp oder Heroismus ? Musk unter Kritik wegen U-Boot für Rettung thailändischer Kinder


SpaceX- und Tes­la-Chef Elon Musk hat per­sön­lich ein Mini-U-Boot als Hil­fe bei der Ret­tung der in einer thai­län­di­schen Höh­le ein­ge­schlos­se­nen Kin­der gelie­fert. Die Reak­tio­nen im Inter­net waren unter­schied­lich – obwohl gelobt von eini­gen, geriet der Unter­neh­mer auch oft unter Kri­tik.
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Genf : Kritik am Imam der Großen Moschee von Mekka wegen Kriegsunterstützung


Wie­der ein­mal steht jemand im Fokus der isla­mi­schen Öffent­lich­keit, der dort mit sol­chen Schlag­zei­len eigent­lich nichts zu suchen hat. Als Imam der Gro­ßen Moschee (oder auf Ara­bisch al-Mas­dschid al-Haram) von Mek­ka soll­te Scheich Abdur­rah­man ibn Abdu­la­ziz as-Suda­is ein Vor­bild für die Mus­li­me sein. 2012 in den Rang eines Minis­ters erho­ben und zum Vor­sit­zen­den der Prä­si­dent­schaft für die bei­den hei­li­gen Stät­ten gewählt, genießt der Imam hohes Anse­hen und min­des­tens so hohe Ver­ant­wor­tung.

Bereits mit zwölf Jah­ren konn­te der jun­ge Suda­is den Koran aus­wen­dig rezi­tie­ren und erhielt bereits im zar­ten Alter von 22 Jah­ren die Mög­lich­keit, sei­ne ers­ten Pre­dig­ten als einer der Ima­me der Gro­ßen Moschee von Mek­ka zu hal­ten. Berück­sich­tigt man dann noch die Tat­sa­che, dass die Pre­dig­ten aus der Gro­ßen Moschee welt­weit aus­ge­strahlt wer­den und sehr vie­le der 1,6 Mil­li­ar­den der Mus­li­me sich die­se auch anschau­en, dann wird einem bewusst, über wel­chen Ein­fluss die­ser Mann tat­säch­lich ver­fügt. Im Jahr 2005 wur­de er vom Komi­tee des “Dubai Inter­na­tio­nal Holy Quran Award” zur “Isla­mi­schen Per­son des Jah­res” aus­ge­zeich­net.

Was auf den ers­ten Blick wie eine ech­te reli­giö­se Füh­rungs­fi­gur aus­sieht, durch­aus ver­gleich­bar mit dem Hei­li­gen Stuhl in Rom, macht bei genaue­rem Hin­se­hen die völ­li­ge Ambi­va­lenz zwi­schen der tra­di­tio­nel­len Rol­le des “Hüters der bei­den hei­li­gen Stät­ten” und der durch die Sau­dis usur­pier­ten Rol­le über­deut­lich. Mit der Grün­dung Sau­di-Ara­bi­ens und der Ein­füh­rung der puris­ti­schen Leh­re des Wah­ha­bis­mus als allei­ni­ge Staats­re­li­gi­on wur­de die tra­di­tio­nell mode­ra­te Ver­wal­tung der hei­li­gen Stät­ten Mek­ka und Medi­na been­det.

Damit ein­her ging auch die Zer­stö­rung his­to­ri­scher Denk­mä­ler, wie der Grä­ber von Fati­ma, der jüngs­ten Toch­ter des Pro­phe­ten Moham­med, oder sei­nes eige­nen Gra­bes. Aus wah­h­a­bi­ti­scher Sicht stellt die Wall­fahrt zu einem Grab isla­mi­scher Gelehr­ter oder eben sogar Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ger des Pro­phe­ten eine “Göt­zen­an­be­tung” dar, die als unis­la­misch gilt und somit unter­bun­den wer­den muss. Des­halb hat weder der sau­di­sche Herr­scher noch Abdur­rah­man as-Suda­is irgend­ein Pro­blem damit, wenn dem Aus­bau der Gro­ßen Moschee his­to­ri­sche Hin­ter­las­sen­schaf­ten aus osma­ni­schen und abba­si­di­schen Zei­ten zum Opfer fal­len.

Was für das his­to­ri­sche Inter­es­se der Sau­dis gilt, gilt auch für die Tole­ranz des Wah­ha­bis­mus gegen­über ande­ren Glau­bens­schu­len im Islam. Suda­is stell­te klar, dass nur der Sala­fis­mus den “wah­ren isla­mi­schen Weg des Lebens” dar­stel­len kön­ne (Wah­ha­bis­mus ist ein Bestand­teil des Salafismus/Anm.), und rezi­tier­te dabei das “Idol” aller Sala­fis­ten, Ibn Taimīya :

Jede Inno­va­ti­on in reli­giö­sen Ange­le­gen­hei­ten ist eine Abkehr vom rech­ten Weg, und jede Abkehr endet im Fege­feu­er der Höl­le.

Aller­dings stört es weder den sau­di­schen Kle­rus noch das Herr­scher­haus, dass bei­de grund­le­gen­den Pfei­ler des König­rei­ches Sau­di-Ara­bi­en eine gefähr­li­che Sym­bio­se ein­ge­gan­gen sind und einer nicht ohne den ande­ren bestehen könn­te. Die Kor­rup­ti­on, scham­lo­se Berei­che­rung und deka­den­te Lebens­wei­se des Königs­hau­ses wird von einem Kle­rus getra­gen, der auf Berei­che wie Bil­dung und Export des Wah­ha­bis­mus ein Mono­pol hat.

Die­se Sym­bio­se zwi­schen welt­li­cher und reli­giö­ser Herr­schaft ermög­lich­te schließ­lich auch eben die ambi­va­len­te Hal­tung Sau­di-Ara­bi­ens, wenn es um The­men wie Unter­stüt­zung von Ter­ro­ris­ten, Krieg gegen Mus­li­me oder eben die Zer­stö­rung his­to­ri­scher Denk­mä­ler geht. Im Koran wird das Töten unschul­di­ger Men­schen (bei­spiels­wei­se Zivi­lis­ten) oder der “Bru­der­kampf” inner­halb der Umma, der mus­li­mi­schen Gemein­schaft, aus­drück­lich ver­bo­ten.

Genau des­halb wur­de Scheich Abdur­rah­man as-Suda­is bei sei­nem Besuch im male­ri­schen Genf in der Schweiz von einem Besu­cher sei­ner Pre­digt ver­bal ange­grif­fen.

Der Mann, ein Alge­ri­er, geht auf den Imam zu und eröff­net das Gespräch zuerst ganz nor­mal mit “Möge Gott mit Dir sein”, bevor er dann sagt, dass er eine Fra­ge habe. Er fragt Suda­is, wie “Ame­ri­ka und Sau­di-Ara­bi­en die Natio­nen der Welt zu Frie­den füh­ren und über den Men­schen ste­hen kön­nen, die in Frie­den leben”. Der Alge­ri­er bezog sich dabei auf eine kon­tro­ver­se Erklä­rung des Imams vom ver­gan­ge­nen Sep­tem­ber in New York, als er sag­te, dass Sau­di-Ara­bi­en und die USA die “Ein­fluss­po­le der Welt” sei­en und gemein­sam “die Welt und die Mensch­heit in den Hafen von Sicher­heit, Frie­den und Pro­spe­ri­tät steu­ern”.

Des­halb frag­te ihn der Alge­ri­er noch mal deut­lich :

Wie kön­nen Sie uns etwas über Frie­den erzäh­len, wäh­rend Sie unse­re Brü­der in Jemen und Katar boy­kot­tie­ren und ver­hun­gern las­sen ?

Mehr zum The­ma — Deutsch­lands teuf­li­scher Pakt mit Sau­di-Ara­bi­en

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Malaysias Ex-Regierungschef wegen Machtmissbrauchs und Veruntreuung angeklagt


Hin­ter­grund der Vor­wür­fe ist der soge­nann­te 1MDB-Skan­dal. Es geht um Gel­der aus dem 2009 von Najib auf­ge­leg­ten Regie­rungs­fonds 1MDB, der die Wirt­schaft för­dern soll­te. Aus dem Fonds sol­len mehr als 4,5 Mil­li­ar­den Dol­lar abge­zweigt wor­den sein. Etwa 700 Mil­lio­nen Dol­lar wur­den auf einem pri­va­ten Bank­kon­to Najibs ent­deckt.

Der Skan­dal kam bereits 2016 ans Licht, doch eine Unter­su­chung in Malay­sia sprach Najib damals von allen Vor­wür­fen frei. Im Mai wur­de Najib nach neun Jah­ren im Amt über­ra­schend abge­wählt, die Kor­rup­ti­ons­vor­wür­fe waren zen­tra­ler Bestand­teil des Wahl­kampfs sei­ner Geg­ner. (dpa)

Mehr zum The­ma — Malay­si­as Ex-Regie­rungs­chef fest­ge­nom­men

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Israel hält Palästinenser-Gelder wegen “Terrorförderung” zurück


Nach eige­nen Anga­ben plant die Paläs­ti­nen­si­sche Auto­no­mie­be­hör­de für 2018 Aus­ga­ben von umge­rech­net ins­ge­samt rund 280 Mil­lio­nen Euro. Ein Teil davon wird für die Fami­li­en von rund 6.000 Paläs­ti­nen­sern in israe­li­scher Haft sowie Ange­hö­ri­ge getö­te­ter Atten­tä­ter auf­ge­wen­det.

Bei den von Isra­el ein­be­hal­te­nen Gel­dern han­delt es sich um Steu­ern und Zöl­le, die Isra­el für die Paläs­ti­nen­ser­be­hör­de ein­sam­melt. Das Geld soll dem­nach statt­des­sen in einen Fonds zur Hil­fe von Ter­ror­op­fern flie­ßen.

Der Abge­ord­ne­te Avi Dich­ter von der Regie­rungs­par­tei Likud sag­te, Isra­el wer­de nicht wei­ter dazu bei­tra­gen, dass Ter­ro­ris­ten Geld erhiel­ten. Die Paläs­ti­nen­ser­be­hör­de wer­de nun ihre Poli­tik der “För­de­rung des Ter­ro­ris­mus’” über­den­ken, zitier­te ihn die Times of Isra­el. (dpa)

Mehr zum The­ma - Aus­tra­li­en stellt Finanz­hil­fen für Paläs­ti­nen­ser­re­gie­rung ein

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Kindesmissbrauchsgegner und Nobelpreiskandidat wegen Verdachts auf Kindesmissbrauch verhaftet


Laut Staats­an­walt­schaft hat­te Davis im Juni meh­re­re Wochen lang im Inter­net Kon­takt mit ver­deck­ten Ermitt­lern, denen er erzähl­te, dass er sexu­ell an Kin­dern jeden Alters inter­es­siert sei, und sexu­ell ein­deu­ti­ge Fotos von Säug­lin­gen und Klein­kin­dern schick­te, ein­schließ­lich Fotos, auf denen die­se in sexu­el­le Akti­vi­tät mit Erwach­se­nen ver­wi­ckelt waren. Er äußer­te auch eine Absicht, mit einem zwei­jäh­ri­gen Mäd­chen in den Sexu­al­ver­kehr ein­tre­ten zu wol­len. Nach­dem er ver­haf­tet wur­de, gestand Davis, dass er in der Ver­gan­gen­heit einen 13-jäh­ri­gen Jun­gen sexu­ell miss­braucht hat­te und sich Kin­der­por­no­gra­phie auf sei­nem Han­dy befand.

Im Jahr 2014 schrieb Davis einen Arti­kel für die Zei­tung Huf­fing­ton Post, in dem er damit prahl­te, dass sei­ne Orga­ni­sa­ti­on dabei hel­fe, die­je­ni­gen, die Kin­der sexu­ell aus­beu­ten, straf­recht­lich zu ver­fol­gen.

Mehr zum The­ma — Kin­des­miss­brauch durch bri­tisch-paki­sta­ni­sche Ban­den : Ermitt­lern in Rother­ham fehlt Per­so­nal (Video)

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US-Restaurant weist Donald Trumps Sprecherin wegen Arbeit für “unmenschliche” Regierung hinaus


Ihr Han­deln sagt weit mehr über sie als über mich aus. Ich ver­su­che immer, Men­schen gut und respekt­voll zu behan­deln, auch jene, mit denen ich nicht einer Mei­nung bin. Und das wer­de ich auch wei­ter so machen”, schrieb die Spre­che­rin von Donald Trump.

In der Washing­ton Post erklär­te die Restau­rant-Mit­ei­gen­tü­me­rin Ste­pha­nie Wil­kin­son, dass die Mit­ar­bei­ter ein wenig beun­ru­higt gewe­sen sei­en, als Sarah San­ders das Restau­rant betre­ten habe. Aus ihrer Sicht arbei­te die Poli­ti­ke­rin im Dienst einer “unmensch­li­chen” und “unmo­ra­li­schen” Regie­rung. “Ich erklär­te ihr, dass das Restau­rant bestimm­te Wer­te hat”, zitier­te das Blatt die Besit­ze­rin von “Red Hen”. In den sozia­len Netz­wer­ken wur­de die Akti­on kon­tro­vers dis­ku­tiert. (dpa)

Mehr zum The­ma - “Mir ist es wirk­lich egal. Und Dir?”: Schrift­zug auf Mela­nia Trumps Jacke löst Dis­kus­sio­nen aus

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Europäischer Gerichtshof verurteilt Deutschland wegen Nitraten im Grundwasser


Die obers­ten EU-Rich­ter stell­ten fest, dass die Bun­des­re­pu­blik gegen die maß­geb­li­che EU-Richt­li­nie ver­sto­ßen habe. Auch als klar gewor­den sei, dass ihr Akti­ons­pro­gramm nicht aus­rei­che, habe die Bun­des­re­gie­rung nicht aus­rei­chen­de zusätz­li­che Maß­nah­men ergrif­fen. Deutsch­land wur­den auch die Kos­ten des Ver­fah­rens auf­er­legt.

Die EU-Kom­mis­si­on hat­te 2016 geklagt, weil Deutsch­land aus ihrer Sicht über Jah­re hin­weg nicht strikt genug gegen die Ver­un­rei­ni­gung vor­ge­gan­gen ist und damit gegen EU-Recht ver­sto­ßen hat. Schon 2014 hat­te die Kom­mis­si­on Deutsch­land abge­mahnt. Auch die Bun­des­re­gie­rung räum­te in ihrem Nitrat­be­richt 2016 ein, dass an mehr als einem Vier­tel der deut­schen Grund­was­ser-Mess­stel­len der EU-Grenz­wert von 50 Mil­li­gramm je Liter nicht ein­ge­hal­ten wird.

Mehr zum The­ma — EuGH : Kei­ne Abschie­bung von Schutz­su­chen­den vor Gerichts­ent­scheid

Nitrat ist wich­tig für das Pflan­zen­wachs­tum. Doch wenn zu viel gedüngt wird, sam­meln sich Rück­stän­de im Grund­was­ser sowie in Bächen, Flüs­sen und im Meer an. Aus Nitrat ent­steht durch che­mi­sche Pro­zes­se Nitrit, das für Men­schen schäd­lich sein kann. Bei der Trink­was­ser­auf­be­rei­tung muss es teils umständ­lich aus dem Grund­was­ser her­aus­ge­fil­tert wer­den, um die Grenz­wer­te ein­zu­hal­ten.

Nach lan­gem Hin und Her hat die Bun­des­re­gie­rung inzwi­schen die Dün­ge­re­geln für Bau­ern ver­schärft. Dazu zäh­len Stick­stoff-Ober­gren­zen, län­ge­re Zei­ten mit Dün­ge­ver­bo­ten und grö­ße­re Abstän­de zu Gewäs­sern. Kri­ti­ker hal­ten das aber für zu wenig. (dpa)

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Wegen „russischer Bedrohung“: Britische Politiker fordern mehr Geld für Wehretat


Bri­ti­sche Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­te haben die Regie­rung auf­ge­ru­fen, die Mili­tär­aus­ga­ben zu erhö­hen, um der wie­der auf­er­ste­hen­den „Bedro­hung“ sei­tens der Län­der wie Russ­land die Stirn zu bie­ten, berich­te­te die bri­ti­sche Zei­tung „The Dai­ly Mail“.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken