Wegen Iran-Verbindungen : Twitter löscht rund 4.800 Konten


In einer Stel­lung­nah­me des Unter­neh­mens hieß es bei Twit­ter : 

(…) wir glau­ben, dass alle in Ver­bin­dung mit der ira­ni­schen Regie­rung ste­hen – oder direkt von ihr unter­stützt wer­den. 

Im Okto­ber 2018 begann Twit­ter damit, Tweets zu archi­vie­ren. Es soll sich um staat­lich gelenk­te Infor­ma­tio­nen han­deln. Von den rund 4.800 Accounts wur­den mehr als 1.600 Kon­ten, die aus dem Iran stamm­ten, ent­fernt. Ins­ge­samt wur­de von die­sen zwei Mil­lio­nen Mal get­wit­tert.

Die Nach­rich­ten­in­hal­te hat­ten einen diplo­ma­ti­schen oder geo­stra­te­gi­schen Blick­win­kel, der dem ira­ni­schen Staat zugu­te kommt. Die­se Art von Mani­pu­la­ti­on, so Twit­ter, stellt einen Ver­stoß gegen die Twit­ter-Regeln dar. 284 ira­ni­sche Twit­ter-Kon­ten wur­den zusätz­lich gesperrt, da die­se Dis­kus­sio­nen über den Staat Isra­el beinhal­te­ten. Die letz­ten 2.800 ira­ni­schen Kon­ten sol­len fal­sche Iden­ti­tä­ten ver­wen­det haben, um Gesprä­che über poli­ti­sche und sozia­le Fra­gen im Iran und welt­weit zu füh­ren. 

In Spa­ni­en wur­den zudem 130 angeb­lich fal­sche Kon­ten gelöscht, wel­che die Ansich­ten der kata­la­ni­schen Unab­hän­gig­keits­be­we­gung ver­brei­ten. In Ver­bin­dung mit Russ­land wur­den vier Kon­ten gelöscht, die in Zusam­men­hang mit der Rus­si­an Inter­net Rese­arch Agen­cy (IRA) ste­hen sol­len. Auch Kon­ten aus Vene­zue­la wur­den von der Platt­form ent­fernt. 

Mehr zum The­ma — Die rus­si­schen Bots, die kei­ne waren : Twit­ter rudert zurück und steu­ert nun Vene­zue­la an

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Rache wegen unbezahlter Sex-Orgie ? — Mann entkommt mehreren Mordversuchen


Drei jun­ge Frau­en (19, 21 und 30 Jah­re alt) ste­hen ab Frei­tag vor dem Land­ge­richt Frank­furt (Oder). Zwei von ihnen müs­sen sich wegen ver­such­ten Mor­des ver­ant­wor­ten, der drit­ten Ange­klag­ten wird Ver­ab­re­dung zum Mord vor­ge­wor­fen.

Dem­nach soll es am 16. Novem­ber 2018 zu einer regel­rech­ten Gewalt­or­gie an einem Mann gekom­men sein. Die 21 und 30 Jah­re alten Frau­en aus Ost­bran­den­burg sol­len meh­re­re Ver­su­che unter­nom­men haben, den 36-Jäh­ri­gen zu töten. Nach einem Bericht der Bild-Zei­tung, die mit dem Opfer spre­chen konn­te, soll der Grund dafür eine unbe­gli­che­ne Rech­nung für Sex gewe­sen sein.

Auf Sex-Orgie folg­te eine uner­freu­li­che Über­ra­schung für die Frau­en

Dem­nach habe das Opfer dem Vor­schlag der 21-jäh­ri­gen Haupt­an­ge­klag­ten, die er zuvor über sozia­le Medi­en ken­nen­ge­lernt und mit ihr eine unver­bind­li­che Bezie­hung gehabt hat­te, zuge­stimmt, für eine Nacht mit ihr und einer 19-jäh­ri­gen Freun­din 800 Euro zu bezah­len. Es kam zu der Ver­ab­re­dung, doch auf die Sex-Orgie folg­te eine uner­freu­li­che Über­ra­schung für die Frau­en.

Am Mor­gen danach soll der 36-jäh­ri­ge Mann gesagt haben, dass er “nicht so viel Geld habe” und “lie­ber monat­lich abzah­len” wol­le. Die Frau­en sol­len des­halb beschlos­sen haben, sich zu rächen bezie­hungs­wei­se ihn zu töten. 

Die Staats­an­walt­schaft geht davon aus, dass die drei die Tat vor­ab gemein­sam geplant haben. Zuerst sol­len die zwei Haupt­an­ge­klag­ten, die 21- und die 30-Jäh­ri­ge, dem Mann einen Mix aus Tablet­ten in sein Was­ser gege­ben haben, um ihn bewusst­los zu machen. Er sei aber nur müde gewor­den. Somit hät­ten die bei­den Haupt­tä­te­rin­nen, laut Ankla­ge, den Tod des Man­nes bil­li­gend in Kauf genom­men. Wie die Mär­ki­sche Oder­zei­tung unter Beru­fung auf die Ankla­ge­schrift berich­tet, sei­en die Frau­en danach mit dem Opfer über die Gren­ze nach Polen in einen Wald gefah­ren. Was dann folg­te, könn­te man wahr­lich als Gewalt-Orgie bezeich­nen.

Sie lock­ten den benom­me­nen 36-Jäh­ri­gen aus dem Auto, mit der Bit­te, etwas aus dem Kof­fer­raum zu holen. Mit einem Wagen­he­ber sol­len sie ihn dann auf den Kopf geschla­gen haben. Weil er sich noch beweg­te, ver­such­ten sie, mit einem Mes­ser auf ihn ein­zu­ste­chen. Laut Bild habe das Opfer die Klin­ge mit dem Arm abge­wehrt, so dass nur sei­ne Jacke getrof­fen wor­den sei. Die Frau­en hät­ten aber nicht auf­ge­ge­ben, und anschlie­ßend ver­sucht, den Mann mit dem Auto zu über­fah­ren.

Mann erlitt ein Schä­del-Hirn-Trau­ma sowie Ver­let­zun­gen am Bauch

Sie setz­ten sich ins Auto, schal­te­ten den Rück­wärts­gang ein und fuh­ren den 36-Jäh­ri­gen an der lin­ken Hüf­te an, so dass das Opfer zu Boden fiel. Anschlie­ßend sol­len die Frau­en aus dem Auto gestie­gen und den Mann wie­der­holt mit dem Wagen­he­ber sowie einer Bier­fla­sche atta­ckiert haben. Der 36-Jäh­ri­ge soll laut Ankla­ge einen güns­ti­gen Moment zur Flucht genutzt haben. Laut Bild flüch­te­te er ins Unter­holz. Spä­ter sei er von einem pol­ni­schen Auto­fah­rer nach Deutsch­land gebracht wor­den. Laut Arzt­be­richt erlitt der Mann ein Schä­del-Hirn-Trau­ma sowie Ver­let­zun­gen am Bauch und Prel­lun­gen am gan­zen Kör­per.

Mehr zum The­ma — Frau bekommt All­er­gie nach Oral­sex – Ärz­te fin­den All­er­gen im Sper­ma des Part­ners

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Marine Le Pen soll sich wegen Verbreitung von IS-Gräuelfotos vor Gericht verantworten


Die Vor­sit­zen­de der Par­tei Ras­sem­ble­ment Natio­nal wird wegen der Ver­brei­tung von Gräu­el­fo­tos, die Hin­rich­tun­gen durch die Ter­ror­mi­liz “Isla­mi­scher Staat” zei­gen, ange­klagt, berich­tet die Nach­rich­ten­agen­tur AFP. Die fran­zö­si­sche Jus­tiz sieht es als erwie­sen an, dass die Bil­der zu Ter­ro­ris­mus ansta­cheln, Por­no­gra­phie beinhal­ten oder die Men­schen­wür­de grob ver­let­zen.

Ange­sichts der har­ten Posi­ti­on von Le Pen gegen den isla­mi­schen Extre­mis­mus soll­te es nicht über­ra­schen, dass die umstrit­te­nen Tweets nicht als Ter­ror­un­ter­stüt­zung gedacht waren. Sie folg­ten als Reak­ti­on auf die Wor­te des fran­zö­si­schen Jour­na­lis­ten Jean-Jac­ques Bour­din, der ihre har­te Rhe­to­rik mit der des IS ver­glich. Le Pen sag­te sei­ner­zeit, dass die Bil­der an Bour­dins leicht­sin­ni­gen Ver­gleich erin­nern soll­ten.

Das Euro­päi­sche Par­la­ment beschloss im Febru­ar 2017, Le Pen die Immu­ni­tät zu ent­zie­hen, um den Weg für ein Ver­fah­ren gegen sie frei­zu­ma­chen.

Le Pen sprach sich auf Twit­ter gegen die Gerichts­ver­hand­lung aus und erklär­te, sie sei eine Ziel­schei­be, obwohl sie die Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on klar und deut­lich kri­ti­siert, wäh­rend die fran­zö­si­sche Regie­rung wei­ter­hin Dschi­ha­dis­ten und ihre Fami­li­en mit offe­nen Armen in Form von Mas­sen­mi­gra­ti­on begrü­ße.

Die 50-jäh­ri­ge Poli­ti­ke­rin hat eben­falls dar­auf hin­ge­wie­sen, dass der Fall eine Ver­let­zung ihrer Mei­nungs­frei­heit dar­stel­le.

Mehr zum The­ma — Nach Bil­dern von IS-Hin­rich­tun­gen : Gericht ord­net psych­ia­tri­sche Unter­su­chung von Mari­ne Le Pen an

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Wegen US-Sanktionen : Huawei startet 5G-Projekt in Russland


Hua­wei wird das rus­si­sche Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men MTS bei der Ein­füh­rung von Net­zen der fünf­ten Genera­ti­on in den Jah­ren 2019 und 2020 unter­stüt­zen, gab MTS in einer Pres­se­mit­tei­lung bekannt. Die Unter­neh­men unter­zeich­ne­ten am Mitt­woch im Kreml eine Ver­ein­ba­rung. An der Zere­mo­nie nah­men auch der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin und sein chi­ne­si­scher Amts­kol­le­ge Xi Jin­ping teil, da die­ser sich zu einem offi­zi­el­len drei­tä­gi­gen Besuch in Russ­land befin­det.

Hua­weis stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der Guo Ping sag­te, das Unter­neh­men sei “sehr glück­lich”, einen Deal “in einem stra­te­gisch so wich­ti­gen Bereich wie 5G” abzu­schlie­ßen.

Der Fahr­plan für das kom­men­de Jahr sieht vor, dass Hua­wei die 5G- und IoT-Tech­no­lo­gie auf Basis der bestehen­den MTS-Infra­struk­tur imple­men­tie­ren und das LTE-Netz­werk des Unter­neh­mens aus­bau­en wird.

Hua­wei steigt in den auf­stre­ben­den rus­si­schen 5G-Markt ein, nach­dem das Unter­neh­men in den USA, Groß­bri­tan­ni­en, Kana­da und Neu­see­land vom Auf­bau von Netz­wer­ken der fünf­ten Genera­ti­on aus­ge­schlos­sen wur­de.

Im Mai kün­dig­te mit Beeli­ne ein wei­te­rer gro­ßer rus­si­scher Mobil­funk­an­bie­ter an, dass er Hua­wei-Anla­gen zur Moder­ni­sie­rung der Mos­kau­er Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­ze ein­set­zen wird.

Hua­wei, der welt­weit größ­te Anbie­ter von Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­aus­rüs­tung und zweit­größ­te Smart­pho­ne-Her­stel­ler, ist durch die Poli­tik der USA und ande­rer west­li­cher Staa­ten seit dem Han­dels­krieg zwi­schen Washing­ton und Peking im Jahr 2018 mit Rück­schlä­gen kon­fron­tiert. Die Trump-Regie­rung wirft dem Tech­no­lo­gie­rie­sen vor, Hin­ter­tü­ren ein­zu­bau­en, um mit sei­nen Pro­duk­ten Nut­zer aus­zu­spio­nie­ren und mit der chi­ne­si­schen Regie­rung zusam­men­zu­ar­bei­ten : Eine Behaup­tung, die das Unter­neh­men vehe­ment bestrei­tet.

Im Mai setz­ten die USA Hua­wei auf eine Sank­ti­ons­lis­te und hin­dern US-ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men damit am Han­del mit dem chi­ne­si­schen Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men. Als Reak­ti­on dar­auf droh­te Peking damit, eine eige­ne Schwar­ze Lis­te von Unter­neh­men her­aus­zu­ge­ben, die den Inter­es­sen der chi­ne­si­schen Wirt­schaft scha­den.

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Brüssel : EU-Kommission fordert Strafverfahren gegen Italien wegen zu hoher Staatsverschuldung


Die EU-Kom­mis­si­on emp­fiehlt wegen der hohen Staats­ver­schul­dung Ita­li­ens ein Straf­ver­fah­ren gegen das Land. Die Brüs­se­ler Behör­de kam zu dem Schluss, die Regie­rung habe 2018 kei­ne aus­rei­chen­den Gegen­maß­nah­men getrof­fen, wie die Deut­sche Pres­se-Agen­tur am Mitt­woch aus infor­mier­ten Krei­sen erfuhr. Nun müs­sen sich die EU-Staa­ten mit der Sache befas­sen.

Ita­li­ens Schul­den­quo­te — das ist das Ver­hält­nis der Staats­ver­schul­dung zur Wirt­schafts­kraft — betrug 2018 mehr als 132 Pro­zent. Das ist die zweit­höchs­te in der EU — nach Grie­chen­land — und eine der höchs­ten in der Welt. Die Schul­den­last beträgt etwa 2,3 Bil­lio­nen Euro.

Nach den soge­nann­ten Maas­tricht-Kri­te­ri­en sind in Euro­pa eine jähr­li­che Neu­ver­schul­dung von maxi­mal drei Pro­zent und eine Gesamt­ver­schul­dung von 60 Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­dukts (BIP) erlaubt. Ver­stößt ein Staat dage­gen, muss er lang­fris­ti­ge Gegen­maß­nah­men tref­fen, um die Ver­schul­dung zu sen­ken.

Die Regie­rung aus popu­lis­ti­scher Fünf-Ster­ne-Bewe­gung und rech­ter Lega ist mit teu­ren Wahl­ver­spre­chen wie der Ein­füh­rung eines Grund­ein­kom­mens und der Absen­kung des Ren­ten­ein­tritts­al­ters unter­wegs.

Die EU-Staa­ten haben nun zwei Wochen Zeit, um die Ein­schät­zung der EU-Kom­mis­si­on zu prü­fen. Stim­men sie über­ein, kann die Brüs­se­ler Behör­de das offi­zi­el­le Straf­ver­fah­ren ein­lei­ten. Damit wären dann kon­kre­te Vor­ga­ben und Auf­la­gen für Ita­li­en ver­bun­den, die Schul­den zu sen­ken. Igno­riert die Regie­rung die­se wei­ter­hin, kön­nen Geld­stra­fen fol­gen. Bis­lang wur­den die­se noch gegen kein Land in Euro­pa ver­hängt.

Die Bot­schaft aus Brüs­sel platzt nun in eine heik­le Pha­se in Rom. Ein Dau­er­streit hat die Koali­ti­on prak­tisch lahm­ge­legt. Regie­rungs­chef Giu­sep­pe Con­te droh­te unlängst des­halb mit sei­nem Rück­tritt. Er rief die Regie­rungs­part­ner zum Zusam­men­halt auf, mahn­te Zurück­hal­tung gegen­über der EU an und warn­te vor Bot­schaf­ten, die Ver­un­si­che­rung an den Märk­ten aus­lö­sen könn­ten.

In den ver­gan­ge­nen Mona­ten hat­ten Ita­li­ens Haus­halts­plä­ne bereits zu Kurs­ein­brü­chen an den Märk­ten geführt. Gerät die dritt­größ­te Volks­wirt­schaft der Euro­zo­ne ernst­haft in Finan­zie­rungs­pro­ble­me, könn­te dies Aus­wir­kun­gen auf das gan­ze gemein­sa­me Wäh­rungs­ge­biet und auch auf Deutsch­land haben.

Mehr zum The­ma — Ren­ten­re­form und “Grund­si­che­rung” in Ita­li­en : Mogel­pa­ckung oder neu­er Sozi­al­staat ?

RT Deutsch


Wegen Koalitionsstreit : Italiens Regierungschef droht mit Rücktritt


Die Rück­tritts­dro­hung des ita­lie­ni­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Gui­sep­pe Con­te kommt zu einem kri­ti­schen Zeit­punkt. Am Mitt­woch steht eine wich­ti­ge Ent­schei­dung der EU-Kom­mis­si­on wegen der hohen Staats­ver­schul­dung Ita­li­ens an.

Es hän­ge nicht von ihm allein ab, ob es mit der Regie­rung wei­ter­ge­he, sag­te Con­te bei einer Pres­se­kon­fe­renz in Rom :

Wenn nicht klar Ver­ant­wor­tung über­nom­men wird, wie von mir gefor­dert (…), gebe ich das Man­dat zurück in die Hän­de des Staats­prä­si­den­ten.

Er wol­le eine kla­re, unmiss­ver­ständ­li­che und schnel­le Ant­wort der Koali­ti­ons­part­ner – das Land kön­ne nicht war­ten.

In vie­len Fra­gen ver­tre­ten die Ster­ne und die Lega grund­ver­schie­de­ne Posi­tio­nen. Unei­nig­keit herrscht in der Migra­ti­ons­po­li­tik mit Blick auf Steu­er­sen­kun­gen und bei Infra­struk­tur­pro­jek­ten. Der EU-Wahl­kampf hat die Grä­ben inner­halb der Koali­ti­on noch­mals ver­tieft. Die Wahl selbst stell­te die Kräf­te­ver­hält­nis­se auf den Kopf. Die Lega von Innen­mi­nis­ter Matteo Sal­vi­ni – eigent­lich Juni­or­part­ner in der Regie­rung – wur­de mit rund 34 Pro­zent stärks­te Kraft. Die Ster­ne ver­lo­ren dage­gen enorm an Zustim­mung. Seit­dem war die Koali­ti­on noch wei­ter aus dem Gleich­ge­wicht gera­ten.

Direkt im Anschluss an die Pres­se­kon­fe­renz schrieb Sal­vi­ni auf Face­book :

Wir sind bereit, wir wol­len wei­ter­ma­chen und wir haben kei­ne Zeit zu ver­lie­ren, die Lega ist dabei.

Aller­dings lis­te­te er eine Rei­he von For­de­run­gen auf, dar­un­ter mehr Befug­nis­se für Regio­nen im Nor­den, die den Ster­nen nicht schme­cken dürf­ten.

Am Mitt­woch ent­schei­det die EU-Kom­mis­si­on dar­über, ob sie wegen der aus­ufern­den Staats­ver­schul­dung ein Straf­ver­fah­ren gegen Ita­li­en auf den Weg bringt. Ein sol­ches Ver­fah­ren wür­de Ita­li­en “sehr weh­tun”, sag­te Con­te und for­der­te die poli­ti­schen Kräf­te auf, die Ver­hand­lun­gen mit Brüs­sel nicht zur Grund­la­ge neu­er Pro­vo­ka­tio­nen zu machen. Im Namen der Ita­lie­ner mahn­te er “maxi­ma­le Kon­zen­tra­ti­on” an.

Con­tes Ulti­ma­tum war wohl die deut­lichs­te Ansa­ge, die der Regie­rungs­chef seit dem Antritt der Koali­ti­on im Juni 2018 gemacht hat. Als eigent­lich star­ker Mann gilt Sal­vi­ni, der sich gern auch in Ange­le­gen­hei­ten ein­mischt, die nicht sein Res­sort betref­fen. Die Ster­ne und Con­te – der als unab­hän­gi­ger Kan­di­dat aus­er­ko­ren wor­den war, die Koali­ti­on anzu­füh­ren und die Umset­zung des Koali­ti­ons­ver­trags zu gewähr­leis­ten – kom­men aus dem Schat­ten des Innen­mi­nis­ters nur schwer her­aus.

(rt deutsch/dpa)

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Zentralrat der Jesiden will nicht wegen “Strafvereitelung” gegen Bundesregierung klagen


Die deut­sche Regie­rung ver­wei­gert eine Rück­ho­lung der deut­schen IS-Mit­glie­der aus kur­di­schen Gefäng­nis­sen, obwohl die kur­di­sche Ver­wal­tung in Nord­sy­ri­en dies zur Straf­ver­fol­gung in Deutsch­land ange­bo­ten hat. Dar­auf­hin reich­te der “Ezi­di­sche Frau­en­rat” Kla­ge wegen Straf­ver­ei­te­lung gegen Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin Kata­ri­na Bar­ley und Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer ein. Die Straf­ver­ei­te­lung ist in Para­graf 258 des Straf­ge­setz­bu­ches fest­ge­legt. 

Straf­ver­tei­di­ger Bert­hold Fre­se­ni­us, der die Inter­es­sen des jesi­di­schen Frau­en­rats ver­tritt : 

Durch die Ver­wei­ge­rung der Über­stel­lung dem im Gewahr­sam der Selbst­ver­wal­tung in Nord- und Ost­sy­ri­en befind­li­chen deut­schen Staats­bür­ger zur Straf­ver­fol­gung wird im Ergeb­nis die Bestra­fung wenn nicht ver­ei­telt, so jeden­falls erheb­lich ver­zö­gert. 

Das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ver­wies dar­auf, dass jeder Fall ein­zeln geprüft wer­de. Der Zen­tral­rat der Jesi­den will sich der Kla­ge nicht anschlie­ßen. 

In Deutsch­land bekannt wur­de der Fall der Jesi­din Aschwak Hat­schi Hamid Talo. Aschwak stammt aus dem Nord­irak. Beim Über­fall auf ihr Dorf wur­de sie, damals 15 Jah­re alt, vom IS ver­schleppt und auf einem Skla­ven­markt an einen IS-Kämp­fer ver­kauft. Nach ihrer Befrei­ung flüch­te­te sie nach Deutsch­land. Hier begeg­ne­te sie einem ihrer Pei­ni­ger. Den Behör­den warf sie Untä­tig­keit vor. Aus Angst ging sie wie­der in den Irak, bis sie erneut nach Deutsch­land zurück­kehr­te. Die Haupt­sied­lungs­ge­bie­te der Jesi­den sind im Nord­irak und in Nord­sy­ri­en sowie in der süd­öst­li­chen Tür­kei. Im Irak und in Arme­ni­en sind sie als eine eigen­stän­di­ge eth­ni­sche Min­der­heit aner­kannt. Ihre Reli­gi­on ist mono­the­is­tisch und beruht nicht auf einer hei­li­gen Schrift. Schät­zungs­wei­se 200.000 Jesi­den leben in Deutsch­land. 

Der IS nahm Tau­sen­de Frau­en der jesi­di­schen Min­der­heit gefan­gen, die jesi­di­schen Män­ner wur­den zu Tau­sen­den getö­tet. Für den IS sind Jesi­den “Ungläu­bi­ge”. Die UN klas­si­fi­zier­te den Mord an den Jesi­den als Völ­ker­mord. Dem Gesetz­ent­wurf stimm­ten 38 zu, 58 lehn­ten ihn ab. Nach Schät­zun­gen wur­den 5.000 Jesi­den getö­tet und 3.000 von ihnen, haupt­säch­lich Frau­en und Kin­der, ver­sklavt. Von vie­len fehlt bis heu­te jede Spur. Von 71 gefan­ge­nen IS-Kämp­fern in kur­di­schen Gefäng­nis­sen gibt es 21 Haft­be­feh­le der Bun­des­an­walt­schaft auf­grund von IS-Mit­glied­schaft und Kriegs­ver­bre­chen. 

IS-Kämp­fer bedroht ehe­ma­li­ge jesi­di­sche Skla­vin in Stutt­gart – Poli­zei : “Kann man nichts machen”

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Wegen Verhaftung eines Diplomaten im Kosovo : Russische Botschaft in Serbien verlangt Untersuchung


Die rus­si­sche Bot­schaft in Ser­bi­en hat eine Unter­su­chung des Vor­falls mit einem rus­si­schen Diplo­ma­ten im Koso­vo sowie die Bestra­fung aller Schul­di­gen gefor­dert. Das schrieb der rus­si­sche Bot­schaf­ter in Ser­bi­en, Alex­an­der Tsche­pu­rin, am Diens­tag auf der Face­book-Sei­te der Bot­schaft. Er erklär­te :

Wir wer­den von der inter­na­tio­na­len Prä­senz, die die Situa­ti­on in der Regi­on kon­trol­liert, eine Unter­su­chung die­ses Vor­falls und die Ver­fol­gung der Ver­ant­wort­li­chen for­dern.

Der Diplo­mat bezeich­ne­te den Angriff durch soge­nann­ten koso­vo-alba­ni­sche Poli­zis­ten auf Michail Kras­noscht­schen­ko, einen UN-Mit­ar­bei­ter mit diplo­ma­ti­scher Immu­ni­tät, als eine fla­gran­te Pro­vo­ka­ti­on und eine neue Demons­tra­ti­on der Miss­ach­tung der Regeln des Völ­ker­rechts und der zivi­li­sier­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on durch Pris­ti­na.

Außer­dem wies Tsche­pu­rin dar­auf hin, dass der rus­si­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge wäh­rend der Ver­haf­tung kör­per­lich miss­han­delt wor­den sei. Der Diplo­mat schrieb :

Er hat schwe­re Kör­per­ver­let­zun­gen erlit­ten, liegt der­zeit im Kran­ken­haus im ser­bisch bevöl­ker­ten Nord-Mitro­vi­ca und wird von Ärz­ten über­wacht. Rus­si­sche Diplo­ma­ten sind bei ihm.

Die rus­si­sche Bot­schaft in Ser­bi­en und das Büro in Pris­ti­na muss­ten “akti­ve Bemü­hun­gen” unter­neh­men, um die Frei­las­sung des rus­si­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen Michail Kras­noscht­schen­ko zu errei­chen, so der Bot­schaf­ter.

Am Diens­tag­mor­gen grif­fen Spe­zi­al­ein­hei­ten der nicht aner­kann­ten Repu­blik Koso­vo in die nörd­lich gele­ge­nen Gemein­den Ser­bi­ens ein. Anschlie­ßen­der Schuss­wech­sel führ­te dazu, dass zwei Ser­ben leich­te Ver­let­zun­gen erlit­ten. Der ser­bi­sche Prä­si­dent Alek­san­dar Vučić erklär­te, dass die Son­der­ein­hei­ten der koso­va­ri­schen Poli­zei 23 Per­so­nen in Gewahr­sam genom­men hät­ten, dar­un­ter den rus­si­schen Staats­bür­ger Michail Kras­noscht­schen­ko, einen Mit­ar­bei­ter der Über­gangs­ver­wal­tung der Ver­ein­ten Natio­nen im Koso­vo (UNMIK).

Vučić füg­te hin­zu, dass der rus­si­sche Staats­bür­ger wäh­rend der Ver­haf­tung kör­per­lich ange­grif­fen wor­den sei. Spä­ter gab die UN-Mis­si­on im Koso­vo bekannt, dass der rus­si­sche Staats­bür­ger wie­der frei­ge­las­sen wor­den sei. Der­zeit ist er auf der Inten­siv­sta­ti­on in Kosovs­ka Mitro­vi­ca, wo bei ihm Kopf- und Gesichts­ver­let­zun­gen dia­gnos­ti­ziert wur­den.

Mehr zum The­ma — Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Ser­bi­ens warnt vor “gefähr­li­chem Groß­al­ba­ni­en”

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Wollen Sie dem Toten hallo sagen?” Polizisten platzt wegen Gaffern der Kragen (Video)


Die Unart eini­ger Ver­kehrs­teil­neh­mer, sich gaf­fend an Unfäl­len auf der Auto­bahn zu ergöt­zen, ist lei­der nichts Neu­es. Erschre­ckend ist sie trotz­dem : Immer­hin behin­dern die Gaf­fer durch lang­sa­me­res Vor­bei­fah­ren oder gar Anhal­ten nicht nur den an der Unfall­stel­le ohne­hin ein­ge­schränk­ten Ver­kehr.

Viel­mehr ist die­se Ver­hal­tens­wei­se auch gegen­über den bei sol­chen Unfäl­len oft schwer Ver­letz­ten oder gar ums Leben Gekom­me­nen schlicht pie­tät­los, vor allem wenn Bil­der geschos­sen und im Inter­net ver­öf­fent­licht wer­den. Ein Poli­zist, der bei einem schwe­ren Unfall auf der A6 bei Nürn­berg im Ein­satz war, sah hier eine brei­te Lücke in der Erzie­hung – aber auch eine Gele­gen­heit zur päd­ago­gi­schen Nach­hil­fe, die er beherzt ergriff.

Mehr zum The­ma — Nach töd­li­chem Auto­bahn­un­fall : Gaf­fer öff­nen Tür von Kran­ken­wa­gen

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