Ukraine-Affäre”: Joe Biden gerät wegen Korruptionsvorwürfen zunehmend unter Druck (Video)


Mehr zum The­ma Ukrai­ni­scher Abge­ord­ne­ter : Joe Biden erhielt 900.000 Dol­lar von ukrai­ni­schem Kon­zern Buris­ma

Stück für Stück scheint die insze­nier­te Affä­re den Demo­kra­ten nun um die Ohren zu flie­gen. Laut Doku­men­ten des ukrai­ni­schen Abge­ord­ne­ten Andrej Der­katsch ist Joe Biden in der Tat in zwie­lich­ti­ge Geschäf­te ver­wi­ckelt. Sein Sohn Hun­ter Biden dien­te dabei ent­we­der als Erfül­lungs­ge­hil­fe oder war sel­ber aktiv an der Pla­nung der Geschäf­te betei­ligt. Zumin­dest scheint er schon seit Jah­ren finan­zi­ell von der poli­ti­schen Rol­le sei­nes Vaters zu pro­fi­tie­ren.

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Istanbul : Deutscher Stiftungsmitarbeiter wegen Erdogan-Beleidigung vor Gericht


Im Pro­zess eines Mit­ar­bei­ters der deut­schen Fried­rich-Nau­mann-Stif­tung in Istan­bul wegen Prä­si­den­ten­be­lei­di­gung erwar­tet sein Anwalt am Diens­tag ein Urteil. Die Ver­hand­lung in dem Fall gegen Aret D. fin­det am Vor­mit­tag im Istan­bu­ler Cagla­yan-Gericht statt.
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Gelächter im dänischen Parlament wegen Bericht über Freundschaft zwischen Elefantendame und Kamel


Anfang Sep­tem­ber hat­te die däni­sche Regie­rung vier Zir­ku­s­ele­fan­ten gekauft. Das waren die letz­ten dres­sier­ten Rüs­sel­tie­re, die bis dahin noch bei Vor­füh­run­gen im Land auf­tre­ten muss­ten. Damit die Dick­häu­ter namens Ram­bo­li­ne, Lara, Djun­ga and Jen­ny end­lich ihre Ruhe haben konn­ten, zahl­ten die Behör­den elf Mil­lio­nen Kro­nen (knapp 1,5 Mil­lio­nen Euro). Als Minis­ter­prä­si­den­tin Met­te Fre­de­rik­sen am 5. Okto­ber dem Fol­ke­ting in Kopen­ha­gen dar­über Rechen­schaft ableg­te, erwähn­te sie auch, dass die Regie­rung – neben den Ele­fan­ten – unver­mu­tet auch noch ein Zir­kus­ka­mel kau­fen muss­te. Der Grund : Das Kamel namens Ali ist mit der Ele­fan­ten­da­me Ram­bo­li­ne dick befreun­det und die Behör­den konn­ten es nicht übers Herz brin­gen, die bei­den zu tren­nen. Die rüh­ren­de Geschich­te lös­te im Par­la­ments­saal anste­cken­de Lach­sal­ven aus.

Die däni­sche Regie­rung erör­tert der­zeit ein tota­les Ver­bot für Auf­trit­te dres­sier­ter Wild­tie­re in Zir­kus­sen.

Mehr zum The­ma — New Jer­sey ver­bie­tet als ers­ter US-Bun­des­staat Zir­kus­num­mern mit Wild­tie­ren

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Messerangriff in Paris : Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Terrorverdachts


Nach der töd­li­chen Mes­ser­at­ta­cke im Pari­ser Poli­zei­haupt­quar­tier ist das Motiv des mut­maß­li­chen Angrei­fers wei­ter­hin unklar. Die Anti-Ter­ror-Fahn­der der Staats­an­walt­schaft über­nah­men am Frei­tag die Ermitt­lun­gen. Die­se Ent­schei­dung sei auf Basis der bis­he­ri­gen Erkennt­nis­se getrof­fen wor­den, teil­te die Pari­ser Staats­an­walt­schaft mit. Es wer­de sowohl wegen Mor­des und ver­such­ten Mor­des als auch wegen Ter­ror­ver­dachts ermit­telt.

Der 45-Jäh­ri­ge Mit­ar­bei­ter des Poli­zei­haupt­quar­tiers im Her­zen von Paris hat­te am Don­ners­tag vier sei­ner Kol­le­gen mit einem Mes­ser getö­tet. Bei den Opfern han­delt es um drei Män­ner und eine Frau. Der Angrei­fer wur­de erschos­sen. Medi­en hat­ten zunächst berich­tet, dass mög­li­cher­wei­se ein inter­ner Kon­flikt das Motiv für die Tat gewe­sen sein könn­te.

Berich­ten zufol­ge war der Angrei­fer im Jahr 2017 zum Islam kon­ver­tiert. Der Sen­der BFMTV berich­te­te, dass die Nut­zung des Mobil­te­le­fons des Angrei­fers und die Erkennt­nis­se über des­sen Per­sön­lich­keit nun zu den Anti-Ter­ror-Ermitt­lun­gen geführt hät­ten. Auch die Ehe­frau des Man­nes war nach der Tat in Poli­zei­ge­wahr­sam genom­men wor­den.

Die Mes­ser­at­ta­cke in der Poli­zei­prä­fek­tur hat­te in Frank­reich Ent­set­zen und Trau­er aus­ge­löst. Die Poli­zei­prä­fek­tur sei mit dem Angriff so schwer wie nie zuvor getrof­fen wor­den, sag­te der Pari­ser Poli­zei­prä­si­dent Didier Lal­lement. Am Frei­tag­vor­mit­tag ver­sam­mel­ten sich zahl­rei­che Men­schen vor dem Haupt­quar­tier auf der Sei­ne-Insel Île de la Cité zu einer Schwei­ge­mi­nu­te. Dort wur­de auch ein Kon­do­lenz­buch auf­ge­stellt.

Frank­reich wird seit Jah­ren von einer isla­mis­ti­schen Ter­ror­wel­le erschüt­tert. Dabei sind mehr als 250 Men­schen ums Leben gekom­men. Vor weni­gen Mona­ten hat­te ein 24-Jäh­ri­ger in Lyon einen selbst gebau­ten Spreng­satz vor der Filia­le einer Bäcke­rei-Ket­te in einer Ein­kaufs­stra­ße der süd­ost­fran­zö­schen Metro­po­le plat­ziert. Mehr als ein Dut­zend Men­schen wur­den ver­letzt.

Der mut­maß­li­che Angrei­fer in Paris sei als Infor­ma­ti­ker bei der Poli­zei tätig gewe­sen und habe seit vie­len Jah­ren dort gear­bei­tet, sag­te Poli­zei­prä­si­dent Lal­lement. Er war in einer als sen­si­bel gel­ten­den Abtei­lung der Poli­zei­be­hör­de ein­ge­setzt, die sich auch mit geheim­dienst­li­chen The­men befass­te. Ein Poli­zei-Gewerk­schaf­ter hat­te ihn in einem Inter­view mit dem Sen­der BFMTV als vor­bild­li­chen Beam­ten beschrie­ben, der von sei­nen Kol­le­gen sehr geschätzt wor­den sei.

(rt deutsch/dpa)

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Russische Journalistin im Iran wegen Verdacht auf Spionage für Israel verhaftet


Die rus­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur Inter­fax zitiert den Pres­se-Atta­ché der rus­si­schen Bot­schaft in Tehe­ran And­rei Ganen­ko, wonach Jusik beschul­digt wird, für israe­li­sche Geheim­diens­te zu arbei­ten. Das ira­ni­sche Außen­mi­nis­te­ri­um habe bis­her nicht über die Fest­nah­me infor­miert. Das rus­si­sche Außen­mi­nis­te­ri­um teil­te mit, der ira­ni­sche Bot­schaf­ter sei ein­be­stellt wor­den, um die Lage zu klä­ren.

Rus­si­sche Behör­den gin­gen zunächst davon aus, dass sich Jusik im Iran pri­vat auf­ge­hal­ten habe. Am Flug­ha­fen von Tehe­ran sei ihr der Pass ent­zo­gen wor­den. Am nächs­ten Tag sei­en ira­ni­sche Behör­den­ver­tre­ter in ihr Hotel­zim­mer gekom­men und hät­ten sie fest­ge­nom­men. In der U‑Haft habe sie nur eine Minu­te Zeit gehabt, um ihre Ange­hö­ri­gen zu kon­tak­tie­ren.

Jusiks Ex-Mann, der Jour­na­list Boris Wojz­echow­ski, schrieb auf Face­book, dass Juli­ja im Iran frü­her als Kor­re­spon­den­tin gear­bei­tet habe. Ihr droh­ten nun wegen der Spio­na­ge­vor­wür­fe bis zu zehn Jah­re Haft. Am Sams­tag soll sie vor ein Gericht in Tehe­ran kom­men.

Jusik arbei­tet für unter­schied­li­che Medi­en in Russ­land und ist auch Buch­au­torin. Sie hat meh­re­re Bücher über den Ter­ro­ris­mus im Kau­ka­sus geschrie­ben, unter ande­rem das Buch “Allahs Bräu­te” über kau­ka­si­sche Selbst­mord­at­ten­tä­te­rin­nen. 

Mehr zum The­ma — Ukrai­ne : Rus­si­scher RIA-Jour­na­list Wyschin­ski gegen Bürg­schaft aus Haft ent­las­sen

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Lebenswandel durch 69 GayCoins : Russe verklagt Apple wegen Verleitung zur Homosexualität


Auf die unge­wöhn­li­che Kla­ge wur­de zuerst der Mos­kau­er Radio­sen­der Gowor­it Mosk­wa auf­merk­sam. Spä­ter grif­fen auch ande­re rus­si­sche Medi­en die Sto­ry auf, die nach Anga­ben des Klä­gers im Jahr 2017 begon­nen hat­te. Die Rund­funk­sta­ti­on ver­öf­fent­lich­te auf ihrer Sei­te ein Foto der Kla­ge­schrift, die beim Gericht des Mos­kau­er Bezirks Pres­nen­ski regis­triert wur­de.

Dem­nach instal­lier­te der Klä­ger im Jahr 2017 auf sei­nem iPho­ne die Kryp­to­geld-App Waves Wal­let. Im Juli 2019 erhielt der Mann 69 Ein­hei­ten der Kryp­towäh­rung Gay­Coin. Die Übewei­sung wur­de mit dem Mot­to “Don’t bla­me until you do that” (dt.: “Ver­ur­tei­le nicht, bevor du das tust”) beglei­tet. Der Klä­ger erklärt den wei­te­ren Ablauf so :

Ich dach­te mir : Wie kann man tat­säch­lich über etwas urtei­len, ohne es ver­sucht zu haben ? Ich beschloss, ein gleich­ge­schlecht­li­ches Ver­hält­nis aus­zu­pro­bie­ren. Zwei Mona­te spä­ter kann ich sagen, dass ich in Sexu­al­be­zie­hun­gen zu mei­nen Geschlechts­ge­nos­sen ver­sumpft bin und nicht mehr zurück­fin­den kann. Ich habe nun einen stän­di­gen Part­ner und ich weiß nicht, wie ich all das mei­nen Eltern erklä­ren soll.

Dabei beschul­dig­te er das US-Unter­neh­men, ihn zur Homo­se­xua­li­tät ver­lei­tet zu haben. Sein Leben wer­de nie­mals wie frü­her sein. Als Ent­schä­di­gung für sei­ne see­li­schen Lei­den for­der­te der Klä­ger eine Mil­li­on Rubel, rund 14.000 Euro.

Vie­le rus­si­sche Rechts­ex­per­ten schät­zen, dass die Erfolgs­chan­cen des Fal­les gleich null sind. Sie ver­mu­ten dahin­ter einen Ver­such, sich einen Namen zu machen.

Mehr zum The­ma — Sex kann nicht war­ten : Kon­dom-Kurier ver­spä­tet sich – Kun­din will Ent­schä­di­gung für Schwan­ger­schaft

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Wegen Rückkehr Russlands : Zwei litauische Abgeordnete boykottieren PACE-Sitzung


Zwei litaui­sche Abge­ord­ne­te – Ema­nu­e­lis Zin­ge­ris (kon­ser­va­ti­ve Par­tei Vater­lands­bund – Christ­de­mo­kra­ten Litau­ens) und Simo­nas Gent­vilas (Libe­ra­le Bewe­gung der Repu­blik Litau­en) — haben die Herbst­sit­zung der Par­la­men­ta­ri­schen Ver­samm­lung des Euro­pa­ra­tes (PACE) aus Pro­test gegen die Rück­kehr Russ­lands zur Orga­ni­sa­ti­on boy­kot­tiert.
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Keine Haft wegen Personal- und Platzmangel : NRW kann Zehntausende von Haftbefehlen nicht ausführen


Bei der Poli­zei in Nord­rhein-West­fa­len herrscht Per­so­nal­man­gel, der ver­hee­ren­de Aus­wir­kun­gen nach sich zieht. Am 1. Febru­ar blie­ben 33.017 Haft­be­feh­le nicht voll­streckt. Neben zivi­len Haft­be­feh­len sind hier­un­ter 8.839 ver­ur­teil­te Straf­tä­ter, die ihre Haft­stra­fe bis­lang nicht antre­ten muss­ten. Bis zum Jahr 2024 oder 2025 könn­te der Per­so­nal­man­gel beho­ben wer­den. 

NRW-Jus­tiz­mi­nis­ter Peter Biesen­bach (CDU) sieht die Zah­len als zu hoch an und ver­weist auf all die­je­ni­gen Per­so­nen, gegen die es einen Haft­be­fehl gibt, die sich jedoch nicht in Deutsch­land auf­hal­ten. Wei­te­re aktu­el­le Zah­len soll es die­se Woche vom NRW-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um geben.

Der stell­ver­tre­ten­de Bun­des­vor­sit­zen­de der Gewerk­schaft der Poli­zei, Micha­el Mer­tens, sag­te zu dem Pro­blem : 

Die hohe Zahl nicht voll­streck­ter Haft­be­feh­le ist kein Ruh­mes­blatt für einen wehr­haf­ten Staat. 

Die frü­he­ren Voll­stre­ckungs­teams wur­den abge­schafft. Neben dem Per­so­nal­man­gel bei der Poli­zei schürt der Platz­man­gel in den Gefäng­nis­sen das Pro­blem. Laut Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ver­fügt Nord­rhein-West­fa­len über ins­ge­samt 11.558 Haft­plät­ze. Jedoch ste­hen der­zeit nur 483 nicht beleg­te Haft­plät­ze zur Ver­fü­gung. Die größ­te Haft­an­stalt in NRW ist die JVA Köln mit 1.171 Haft­plät­zen und ist damit gleich­zei­tig die zweit­größ­te in Deutsch­land. Auch hier herrscht Per­so­nal­man­gel für die Rund­um­be­treu­ung der Insas­sen. In allen 38 Haft­an­stal­ten NRWs sind 400 Stel­len unbe­setzt. 

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Wegen der “nationalen Sicherheit”: Parteiübergreifende Studie warnt vor US-Rückzug aus Syrien


Bereits seit über acht Jah­ren dau­ert der inter­na­tio­na­le Stell­ver­tre­ter­krieg in Syri­en an, ein Krieg, den die trans­at­lan­ti­sche Gemein­schaft nach wie vor ger­ne als “Bür­ger­krieg” bezeich­net. Hier der grau­sa­me Dik­ta­tor Baschar al-Assad, dort die heroi­schen “Rebel­len”, die gegen das unter­drü­cke­ri­sche Régime des “Macht­ha­bers” auf­be­geh­ren. Längst wur­de die­ser Mythos von zahl­rei­chen renom­mier­ten Jour­na­lis­ten als her­kömm­li­ches Régime-Chan­ge-Nar­ra­tiv wider­legt.

Nach eige­nem Bekun­den ging es den USA und ihren Allei­er­ten wie gewohnt zuerst um “Frie­den” und “Frei­heit” für die syri­sche Bevöl­ke­rung. Nach­dem die ver­schie­dens­ten Ter­ror­grup­pen im Land erst nach dem völ­ker­recht­lich legi­ti­mier­ten Ein­grei­fen Russ­lands an der Sei­te der Syrisch-Ara­bi­schen Armee erfolg­reich zurück­ge­drängt wer­den konn­ten, war es dann angeb­lich die Sor­ge vor einem Wie­der­erstar­ken des IS, die als Argu­ment für den eige­nen Ver­bleib in Syri­en her­hal­ten muss­te. Zuletzt gesell­te sich auch ganz offen die geo­po­li­ti­sche Zurück­drän­gung des Iran als Argu­ment hin­zu.

Den­noch, da das Ziel der Zer­schla­gung des IS erreicht sei, erklär­te Trump Anfang Sep­tem­ber erneut viel­deu­tig, dass es an der Zeit sei, dass mili­tä­ri­sche Enga­ge­ment Washing­tons in Syri­en zu been­den und die “ame­ri­ka­ni­schen Trup­pen nach Hau­se zu brin­gen” – was nicht zuletzt auch die US-Demo­kra­ten auf­schreck­te. Seit­dem herrscht wie­der Unru­he in den Rei­hen des poli­ti­schen Estab­lish­ments als Apo­lo­get einer “US-Frie­dens­macht”.

Nun erhal­ten die Kri­ti­ker eines ohne­hin wenig kon­kre­ten Rück­zugs der in Syri­en ver­blie­be­nen US-Trup­pen Unter­stüt­zung durch die soge­nann­te “Syria Stu­dy Group”. Die Mit­glie­der der Arbeits­grup­pe wur­den sowohl von repu­bli­ka­ni­schen als auch demo­kra­ti­schen Mit­glie­dern des US-Kon­gres­ses aus­er­wählt. Unter­ge­bracht sind die­se im soge­nann­ten U.S. Insti­tu­te for Peace. Die US-Arbeits­grup­pe geht dabei auf eine Initia­ti­ve der demo­kra­ti­schen Sena­to­rin Jean­ne Shahe­en und des ver­stor­be­nen repu­bli­ka­ni­schen Sena­tors John McCain zurück.

Frag­wür­di­ges Vor­bild der Syria Stu­dy Group ist wie­der­um die Iraq Stu­dy Group, die 2006 gegrün­det wur­de, um der US-Regie­rung als Bera­tungs­gre­mi­um nach der ver­hee­ren­den US-Inva­si­on im Irak im Jahr 2003 außen­po­li­ti­sche Emp­feh­lun­gen aus­zu­spre­chen.

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Am Diens­tag ver­öf­fent­lich­te das Gre­mi­um nun sei­nen Abschluss­be­richt mit ent­spre­chen­den Emp­feh­lun­gen für Syri­en, wobei die Aus­sich­ten für die USA in Syri­en auf einem ganz eige­nen “Modell” basier­ten.

Auch wenn die Mis­sio­nen des US-Mili­tärs oft mit den Ein­sät­zen im Irak und Afgha­ni­stan unter der Kate­go­rie ‘Ewi­ger Krieg’ zusam­men­ge­wür­felt wer­den, stellt der syri­sche Fall ein ande­res – weit weni­ger teu­res – Modell dar.

Im Gegen­satz zu den fata­len Ein­sät­zen des US-Mili­tärs im Irak und Afgha­ni­stan han­de­le es sich in Syri­en ledig­lich “um einen klei­nen mili­tä­ri­schen Fuß­ab­druck, unter­stützt durch die US-Luft­macht und ande­re High-End-Fähig­kei­ten, ver­stärkt durch eine glo­ba­le Koal­ti­on gleich­ge­sinn­ter Ver­bün­de­ter und Part­ner, (…) um Ter­ri­to­ri­um von einer ter­ro­ris­ti­schen Grup­pe zu befrei­en”.

Im Rah­men der “natio­na­len Sicher­heit” stell­ten dar­über hin­aus nun aber Russ­land und der Iran die größ­ten Bedro­hun­gen für die Ver­tei­di­gung der US-Inter­es­sen in Syri­en dar.

Trotz ihrer ernüch­tern­den Ein­schät­zung der Lage in Syri­en ist die Grup­pe der Ansicht, dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten nach wie vor in der Lage sind, Ein­fluss auf die Ent­wick­lung des Kon­flikts aus­zu­üben, und dass sie dies ange­sichts der Gefah­ren, die der Kon­flikt für die ame­ri­ka­ni­schen Inter­es­sen dar­stellt, tun müs­sen”, heißt es unum­wun­den.

Selbst­ver­ständ­lich sind die­se Inter­es­sen dabei nicht geo­po­li­ti­scher Natur. Es geht ein­zig und allein um die Schaf­fung von “Bedin­gun­gen, unter denen syri­sche Bür­ger frei von der Angst vor dem Assad-Régime und vor rus­si­scher, ira­ni­scher und IS-Bru­ta­li­tät leben” kön­nen.

Laut Stu­die habe sich der Iran erfolg­reich in Syri­en fest­ge­setzt, Russ­land habe durch die Unter­stüt­zung der syri­schen Regie­rung enorm an Ein­fluss in der Regi­on hin­zu­ge­won­nen, und auch die sich in Syri­en auf­hal­ten­den IS-Kämp­fer stell­ten wie­der eine wach­sen­de Bedro­hung dar. Ins­ge­samt legen die Mit­glie­der der Syria Stu­dy Group in ihrem Abschluss­be­richt Dut­zen­de Vor­schlä­ge für eine über­ar­bei­te­te US-Stra­te­gie in Syri­en vor. Eine der mar­kan­tes­ten For­de­run­gen, die nun auf dem Tisch lie­gen : Die Not­wen­dig­keit einer fort­ge­setz­ten US-Mili­tär­prä­senz, um “das in Syri­en Erreich­te nicht wie­der zu ver­spie­len”. Zu die­sem Zweck emp­feh­len die Autoren des Berichts,

(…) dass die Ver­ei­nig­ten Staa­ten in Zusam­men­ar­beit mit Ver­bün­de­ten und Part­nern ihre mili­tä­ri­sche Mis­si­on fort­set­zen, um den Druck auf den IS und ande­re ter­ro­ris­ti­sche Grup­pen auf­recht­zu­er­hal­ten und gleich­zei­tig den Druck auf das Assad-Régime und sei­ne Unter­stüt­zer auf­recht­zu­er­hal­ten und zu ver­stär­ken, bis die Bedin­gun­gen für eine poli­ti­sche Lösung, die den Syri­en­krieg been­det, güns­tig sind.

Beson­de­re Auf­merk­sam­keit müs­se laut Bericht dem Iran geschenkt wer­den. So ver­fol­ge Tehe­ran in Syri­en eine “zwei­glei­si­ge Poli­tik der mili­tä­ri­schen Ver­an­ke­rung und der poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Akti­vi­tä­ten”. Ziel der ira­ni­schen Regie­rung sei es, “lang­fris­tig zu einem wich­ti­gen Akteur in Syri­en” zu wer­den. Zwar hät­ten israe­li­sche Luft­an­grif­fe “eini­ge Akti­vi­tä­ten des Iran gestört”, aber Tehe­rans “Gesamt­zie­le schei­nen unver­än­dert”, führt der Bericht aus. Die USA soll­ten daher, so der drin­gen­de Appell, das “Ziel, den Iran aus Syri­en zu ver­drän­gen, nicht aus den Augen ver­lie­ren”, aller­dings sei dies “am bes­ten in meh­re­ren Pha­sen zu errei­chen”.

Das vor­ge­schla­ge­ne Vor­ge­hen sieht dabei Fol­gen­des vor :

Das unmit­tel­ba­re Ziel soll­te sein, eine wei­te­re ira­ni­sche Ver­an­ke­rung [in Syri­en] zu ver­hin­dern, auch durch die Unter­stüt­zung israe­li­scher Luft­an­grif­fe und Sank­tio­nen gegen Tehe­ran.

Doch auch Russ­land kommt nicht unge­scho­ren davon. Zunächst, heißt es, habe man “Russ­lands Fähig­keit unter­schätzt, durch sei­ne Inter­ven­ti­on zur Unter­stüt­zung Assads gegen eine Rebel­li­on der Bevöl­ke­rung regio­na­len Ein­fluss zu gewin­nen”.

Die meis­ten Schät­zun­gen gehen davon aus, dass Mos­kau täg­lich nur etwa vier Mil­lio­nen US-Dol­lar in Syri­en aus­gibt”, heißt es im Bericht wei­ter.

Für die US-Regie­rung, die den hei­mi­schen mili­tä­risch-indus­tri­el­len Kom­plex bei Lau­ne hal­ten muss, in der Tat eine unvor­stell­ba­re Sum­me.

Ein über­ge­ord­ne­tes Ziel, das im Abschluss­be­richt genannt wird, müs­se es sein, eine mut­maß­li­che “Glaub­wür­dig­keit” der US-Regie­rung in der Regi­on wie­der­her­zu­stel­len und dadurch den wach­sen­den Ein­fluss Russ­lands zurück­zu­drän­gen.

Die Regie­run­gen im Nahen Osten ver­tie­fen die Bezie­hun­gen zu Russ­land auf ver­schie­de­nen Sek­to­ren – mili­tä­risch, diplo­ma­tisch, wirt­schaft­lich und im Ener­gie­be­reich –, um sich gegen eine wahr­ge­nom­me­ne Zurück­hal­tung und Unzu­ver­läs­sig­keit der USA abzu­si­chern”, heißt es im Bericht der Arbeits­grup­pe.

Die­se Situa­ti­on habe Russ­land zudem aus­ge­nutzt, um eine nach­rich­ten­dienst­li­che Koor­di­nie­rungs­stel­le im Irak eröff­net habe.

Jetzt gilt es also für die Ver­ei­nig­ten Staa­ten dem­nach, die Zügel wie­der in die Hand zu neh­men, um für Frie­den und regio­na­le sowie inter­na­tio­na­le Sta­bi­li­tät zu sor­gen.

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Russischer Geistlicher wegen Verdacht auf sexuellen Missbrauch von Adoptivkindern in U‑Haft


In sei­nem Heim hat Niko­lai Strem­ski gemein­sam mit sei­ner Ehe­frau Gali­na etwa 70 Wai­sen­kin­der groß­ge­zo­gen. Wie es auf sei­ner Web­sei­te heißt, sei­en 58 Kin­der bereits erwach­sen, zwölf wei­te­re leb­ten noch im Heim. Strem­ski begann in den 1990er-Jah­ren, die Kin­der zu adop­tie­ren. Das Paar lei­tet auch einen Kin­der­chor.

Dem Pries­ter wird nun vor­ge­wor­fen, sie­ben sei­ner min­der­jäh­ri­gen Adop­tiv­kin­der sexu­ell miss­han­delt zu haben. Mitt­ler­wei­le wer­den sie psy­cho­lo­gisch betreut. 

Der 65-Jäh­ri­ge aus dem Gebiet Oren­burg ist kein Unbe­kann­ter. In sei­ner klei­nen Gemein­de ist er eine Art Berühmt­heit. Loka­le Jour­na­lis­ten haben über den Pries­ter meh­re­re Repor­ta­gen gedreht und den luxu­riö­sen Lebens­stil des Geist­li­chen in Fra­ge gestellt. Dem­nach soll Strem­ski meh­re­re teu­re Gelän­de­wa­gen, ein rie­si­ges Haus sowie einen Wein­kel­ler besit­zen. Vor vier Jah­ren wur­de er wegen Alko­hol am Steu­er fest­ge­nom­men. Ein Video aus dem Jahr 2015 zeigt den sicht­lich betrun­ke­nen Mann bei sei­ner Fest­nah­me.

Der Pries­ter wies damals alle Vor­wür­fe von sich, das ent­spre­chen­de Gerichts­ver­fah­ren wur­de bald dar­auf ein­ge­stellt.

Der Geist­li­che wird zunächst bis zum 12. Novem­ber in U‑Haft blei­ben. Er bean­trag­te einen Haus­ar­rest, die­ser wur­de ihm auf­grund der schwe­ren Vor­wür­fe nicht gewährt. Außer­dem hat die Poli­zei sei­ne Adop­tiv­toch­ter und deren Ehe­mann fest­ge­nom­men. Sie wer­den der Frei­heits­be­rau­bung beschul­digt.

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