Russland und Weißrussland werden Druschba-Pipeline ohne Hilfe aus Polen reinigen


Russ­land und Weiß­russ­land haben sich dar­auf geei­nigt, die Drusch­ba-Pipe­line ohne die Hil­fe Polens von kon­ta­mi­nier­tem Öl zu rei­ni­gen. Das erklär­te Ilja Dschus, der Pres­se­spre­cher des rus­si­schen Vize-Pre­mier­mi­nis­ters Dmi­tri Kosak, gegen­über Repor­tern, als er die Ergeb­nis­se der Gesprä­che, die Kosak am Don­ners­tag mit sei­nem weiß­rus­si­schen Amts­kol­le­gen Igor Lja­schen­ko geführt hat, kom­men­tier­te. Dschus sag­te :

Der kon­struk­ti­ve Ansatz von Weiß­russ­land bei der Wie­der­auf­nah­me der Öllie­fe­run­gen in den Wes­ten ermög­lich­te es, die nicht sehr kon­se­quen­ten Maß­nah­men der pol­ni­schen Part­ner zur Besei­ti­gung der Fol­gen des Vor­falls aus­zu­glei­chen. Gemäß der Geo­gra­phie wird die Pipe­line bis zur Gren­ze zu Polen von Weiß­russ­land und Russ­land ohne die Betei­li­gung der pol­ni­schen Sei­te gerei­nigt.

Nach Anga­ben des Spre­chers von Kosak soll die Wie­der­auf­nah­me der Lie­fe­rung des hoch­wer­ti­gen rus­si­schen Öls an die Gren­ze Polens “spä­tes­tens Mit­te Juni” erfol­gen. Dschus bestä­tig­te, dass sich die stell­ver­tre­ten­den Minis­ter­prä­si­den­ten auf alle tech­ni­schen Details der Rei­ni­gung der Pipe­line geei­nigt haben.

Nach den Gesprä­chen tausch­te sich der stell­ver­tre­ten­de rus­si­sche Pre­mier­mi­nis­ter inten­siv mit Ver­tre­tern von Ölge­sell­schaf­ten und dem Betrei­ber der Trans­neft-Ölpipe­line über die voll­stän­di­ge Wie­der­auf­nah­me der Ölver­sor­gung aus.

Die Rei­ni­gung der Drusch­ba-Pipe­line von mit Orga­nochlo­rid­ver­bin­dun­gen ver­un­rei­nig­tem Roh­öl ist heu­te das Haupt­the­ma des Teil­ha­ber-Tref­fens.

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Am Don­ners­tag führ­te der rus­si­sche Pipe­line­be­trei­ber Trans­neft Kon­sul­ta­tio­nen mit sei­nen pol­ni­schen Kol­le­gen in War­schau durch. Die Ver­hand­lun­gen dau­er­ten sie­ben Stun­den. Laut Trans­neft-Vize­prä­si­dent Ser­gei Andro­now wur­de den pol­ni­schen Kol­le­gen ein tech­ni­scher Maß­nah­men­plan ange­bo­ten, der von Trans­neft und der weiß­rus­si­schen Sei­te geneh­migt wur­de. Er erklär­te :

Den Kol­le­gen gefiel die­ser Plan. Sie brauch­ten nur eine kur­ze Zeit, um dar­über nach­zu­den­ken.

Er füg­te hin­zu, dass die Umset­zung der ver­ein­bar­ten Maß­nah­men am 24. Mai begin­nen soll­te. Soll­te sie Erfolg haben, kann die ers­te Lie­fe­rung von “sau­be­rem” Erd­öl nach Polen am 9. oder 10. Juni erwar­tet wer­den.

Am 19. April berich­te­te der weiß­rus­si­sche Kon­zern Bel­nef­techim über eine deut­li­che Ver­schlech­te­rung der Qua­li­tät des rus­si­schen Öls, das durch die Drusch­ba-Ölpipe­line nach Weiß­russ­land gelie­fert wur­de. Er infor­mier­te anschlie­ßend die Pipe­line-Betrei­ber aus ande­ren Län­dern über die Situa­ti­on. Laut dem Unter­neh­men lag der Gehalt an Orga­nochlo­rid­ver­bin­dun­gen im Öl dut­zend­fach über dem zuläs­si­gen Grenz­wert. Zwei weiß­rus­si­sche Raf­fi­ne­ri­en, Mozyr und Naft­an, muss­ten ihre Kapa­zi­täts­aus­las­tung redu­zie­ren und erlit­ten Ver­lus­te.

Die Kon­ta­mi­na­ti­on des Öls, das über die Drusch­ba-Ölpipe­line nach Weiß­russ­land gelie­fert wur­de, hat Russ­land äußerst schwer­wie­gen­de wirt­schaft­li­che Schä­den und Image­ver­lus­te zuge­fügt, erklär­te der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Putin. Er for­der­te eine Über­ar­bei­tung der rus­si­schen Qua­li­täts­kon­trol­le.

Die Drusch­ba-Pipe­line unter­stützt Öllie­fe­run­gen an weiß­rus­si­sche Raf­fi­ne­ri­en sowie den Öltran­sit nach Euro­pa, der über Weiß­russ­land in zwei Rich­tun­gen, durch Polen und die Ukrai­ne, ver­läuft.

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Wegen Qualitätsmängeln” — Weißrussland setzt Ausfuhr von Ölprodukten in Nachbarländer aus


Weiß­russ­land hat die Aus­fuhr von leich­ten Ölpro­duk­ten in die Ukrai­ne, nach Polen und in die bal­ti­schen Staa­ten vor­über­ge­hend aus­ge­setzt. Minsk recht­fer­tigt das mit min­der­wer­ti­gen Öllie­fe­run­gen aus Russ­land an weiß­rus­si­sche Ölraf­fi­ne­ri­en. Das erklär­te der stell­ver­tre­ten­de Gene­ral­di­rek­tor der Weiß­rus­si­schen Ölge­sell­schaft (BNK) Ser­gei Grib am Diens­tag. Er sag­te :

Im Moment wer­den ver­trag­li­che Ver­pflich­tun­gen aus­ge­setzt, bis das Pro­blem mit dem rus­si­schen Öl gelöst ist. […] Die Lie­fe­run­gen von leich­ten Ölpro­duk­ten — Ben­zin und Die­sel­kraft­stoff — an die Ukrai­ne, Polen und die bal­ti­schen Län­der wur­den aus­ge­setzt. […] Der Rück­gang der Expor­te erfolgt, um den unse­ren Inlands­markt zu sichern.

Gleich­zei­tig stell­te er klar, dass die so genann­ten Schwer­öl­pro­duk­te, die nicht auf den Märk­ten der Nach­bar­län­der ver­trie­ben wer­den, über die Ost­see­hä­fen an die Län­der des so genann­ten Wei­ten Bogens (Asi­en, Afri­ka und Latein­ame­ri­ka) ver­kauft wer­den.

Grib wies dar­auf hin, dass sein Unter­neh­men nun dar­an arbei­te, sicher­zu­stel­len, dass kei­ne Sank­tio­nen von Auf­trag­neh­mern nach der Aus­set­zung der Expor­te von leich­ten Ölpro­duk­ten ver­hängt wür­den. Er füg­te hin­zu, dass die weiß­rus­si­sche Sei­te im Begriff sei, den durch die Aus­set­zung der Aus­fuhr der Ölpro­duk­te ent­stan­de­nen Scha­den zu bewer­ten.

Am 19. April kün­dig­te Weiß­russ­land eine deut­li­che Ver­schlech­te­rung der Qua­li­tät des aus Russ­land kom­men­den Öls durch den Abschnitt der Fern­öl­pipe­line Gomel­trans­neft Drusch­ba an. Das Unter­neh­men infor­mier­te die Betrei­ber der Drusch­ba-Hauptöl­lei­tung in ande­ren Län­dern über die aktu­el­le Situa­ti­on. Die Ver­schmut­zungs­quel­le wur­de auf dem Abschnitt Sama­ra-Unet­scha der Drusch­ba-Pipe­line gefun­den.

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Пока́! — Russland und Weißrussland verzichten im Handel auf US-Dollar


Es wäre groß­ar­tig, wenn der gesam­te Han­dels­um­satz sowie die Preis­bil­dung in natio­na­len Wäh­run­gen fest­ge­legt wür­den”,

sag­te Kab­ja­k­ou wäh­rend der Sit­zung des Minis­ter­rats des Uni­ons­staa­tes Russ­land und Weiß­russ­land.

Kab­ja­k­ou beton­te zudem, dass die Stei­ge­rung des Han­dels­um­sat­zes auf 40 Mil­li­ar­den US-Dol­lar als stra­te­gi­sche Auf­ga­be für die Nach­bar­staa­ten fest­ge­legt wer­den soll­te.

Posi­ti­ve Trends zur Wie­der­her­stel­lung des Wirt­schafts­wachs­tums in unse­ren Län­dern wur­den 2017 gesi­chert und spie­geln sich in den Ergeb­nis­sen des bila­te­ra­len Han­dels wider. Im Jahr 2017 stieg der Han­del zwi­schen Weiß­russ­land und Russ­land um 23,5 Pro­zent auf 32,4 Mil­li­ar­den US-Dol­lar”, sag­te er.

Der rus­si­sche Pre­mier­mi­nis­ter Dmi­tri Med­we­dew stell­te fest, dass ein erheb­li­cher Teil der gegen­sei­ti­gen Abrech­nun­gen zwi­schen den Län­dern der­zeit in der rus­si­schen Lan­des­wäh­rung durch­ge­führt wird.

Im ver­gan­ge­nen Jahr schlos­sen die Par­tei­en rund 83 Pro­zent der gegen­sei­ti­gen Han­dels­ge­schäf­te in Rubel ab”, sag­te Med­we­dew. “Das spie­gelt das vol­le Ver­trau­en in die rus­si­sche Lan­des­wäh­rung wider und, was am wich­tigs­ten ist, es redu­ziert die Abhän­gig­keit von exter­nen Fak­to­ren.”

Russ­lands Pre­mier beton­te die Not­wen­dig­keit, Hin­der­nis­se für den gegen­sei­ti­gen Zugang zu Waren und Dienst­leis­tun­gen zu besei­ti­gen und den Anteil von Hoch­tech­no­lo­gie­pro­duk­ten und export­ori­en­tier­ten Waren zu erhö­hen. Med­we­dew füg­te außer­dem hin­zu, dass bei­de Län­der die Fra­ge der gemein­sa­men Ver­kehrs­in­fra­struk­tur dis­ku­tie­ren woll­ten.

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Zu früh gefreut : Nein, Herr Åslund, Weißrussland hat keine russischen Diplomaten ausgewiesen


Für den wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter und “füh­ren­den Exper­ten” in Sachen Russ­land und Ost­eu­ro­pa des Atlan­tic Coun­cil, den schwe­di­schen Ex-Diplo­ma­ten Anders Åslund, hing die appe­tit­li­che Karot­te offen­sicht­lich zu tief.

Åslund, wur­de bereits von der BBC, CNN und der Washing­ton Post als Exper­te für die Ein­ord­nung der Win­kel­zü­ge der rus­si­schen Regie­rung zu Rate gezo­gen. Unter ande­rem war er sich als “Exper­te” nicht zu scha­de, im Jahr 1999 den Zusam­men­bruch Russ­lands vor­her­zu­sa­gen. Da kamen ihm die mut­maß­li­chen “Brea­king News” schein­bar gera­de recht, um sie prompt unge­prüft wei­ter­zu­ver­brei­ten und sie vol­ler Scha­den­freu­de in blu­mi­gen Wor­ten zu kom­men­tie­ren. Dumm nur, dass er dabei einem April­scherz auf den Leim ging.

Bei dem Scherz­keks han­delt es sich um Mar­tin Kragh, Lei­ter des Russ­land und Eura­si­en-Pro­gramms des schwe­di­schen Insti­tu­te of Inter­na­tio­nal Affairs. In sei­nem Tweet heißt es :

Brea­king : Weiß­russ­land weist in Soli­da­ri­tät mit Groß­bri­tan­ni­en fünf rus­si­sche Diplo­ma­ten aus. “Russ­land ist auf der fal­schen Sei­te der Geschich­te”, sagt [Prä­si­dent] Luka­schen­ko.

Ein Fest für Anders Åslund, der den Tweet umge­hend wei­ter­lei­te­te. Åslund wuss­te auch gleich zu berich­ten, dass es sich um “rus­si­sche Agen­ten” gehan­delt habe :

Es ist wahr­lich außer­ge­wöhn­lich, dass Weiß­russ­land rus­si­sche Agen­ten in Soli­da­ri­tät mit Groß­bri­tan­ni­en aus­weist.

Mehr zum The­ma — Die bekann­tes­ten trans­at­lan­ti­schen Think Tanks mit anti­rus­si­scher Agen­da und ihre Geld­ge­ber

Ganz im Sin­ne sei­nes Nar­ra­tivs des nahen­den Zusam­men­bruchs der rus­si­schen Volks­wirt­schaft füg­te er hin­zu :

Das zeigt, in wel­chem Aus­maß Putin Russ­land iso­liert hat. Das ist nicht das “glo­ba­le Russ­land”, son­dern Russ­land allein. Luka­schen­kos Maß­nah­me darf nicht unter­schätzt wer­den.

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Weißrussland schafft Nichtstuer-Steuer ab


Ab dem 1. Janu­ar 2019 wer­den die Nicht­er­werbs­tä­ti­gen die vom Staat sub­ven­tio­nier­ten Dienst­leis­tun­gen in vol­lem Aus­maß zah­len, kön­nen bei einer “schwie­ri­gen Lebens­si­tua­ti­on” davon jedoch befreit wer­den. Die Steu­er, die das Schma­rot­zer­tum ver­hin­dern soll­te, wur­de im April 2015 ein­ge­führt, wonach alle arbeits­fä­hi­gen und den­noch arbeits­lo­sen Bür­ger jähr­lich eine Sum­me in Höhe von unge­fähr 200 Euro an den Staat hät­ten zah­len müs­sen.

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