Wie bei George Orwell” — YouTuber wenig begeistert über Seminar der EU-Kommission (Video)


Was in den Zir­keln der Macht rei­bungs­los mit Jour­na­lis­ten gelingt, kommt bei den jun­gen You­Tubern nicht so gut an. Tatia­na Vento­se und Tom­my Las­ser­re waren zu einem Semi­nar der EU-Kom­mis­si­on gela­den. Gegen­über RT haben sie ihre Ein­drü­cke geschil­dert. 

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RT Deutsch


Ukraine : Wenig Chancen für Poroschenko auf politisches Überleben


Mit ver­dutz­tem Stau­nen hat die Welt die Geburt eines neu­en Poli­ti­kers am Wahl­abend in der Ukrai­ne ver­folgt. Schon die ers­ten Hoch­rech­nun­gen haben den Sie­ger auf­ge­zeigt – den Schau­spie­ler und Komi­ker Wla­di­mir Selen­ski.

Als Come­dy-Star der Sati­re-Show “95. Stadt­vier­tel” hat sich der 41-Jäh­ri­ge einen Namen gemacht. Von ihm pro­du­zier­ten Seri­en sind sowohl in der Ukrai­ne als auch in Russ­land popu­lär. Wegen der nied­ri­gen Pro­duk­ti­ons­kos­ten ließ sein Stu­dio sie in der Ukrai­ne für den gan­zen rus­sisch­spra­chi­gen Raum pro­du­zie­ren.

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Seit 2015 spielt Selen­ski die Haupt­rol­le in der ukrai­ni­schen TV-Serie “Die­ner des Vol­kes”, in der er einen Geschichts­leh­rer ver­kör­pert, der eher zufäl­lig zum Prä­si­den­ten gewählt wird. Im Film ver­sucht er gegen den Filz aus Büro­kra­tie, Kor­rup­ti­on und poli­ti­schen Intri­gen vor­zu­ge­hen. Es ist eine Rol­le, die wohl die tiefs­ten Sehn­süch­te der Men­schen in der Ukrai­ne nach einem gerech­te­ren und sozia­le­ren Staat wider­spie­gelt.

Ukraine: Wenig Chancen für Poroschenko auf politisches Überleben
Wla­di­mir Selen­ski spielt Ping Pong am Wahl­abend

Gebo­ren in der süd­ukrai­ni­schen, vor­wie­gend rus­sisch­spra­chi­gen Indus­trie­stadt Kri­wyj Rih, redet Selesnki auch im öffent­li­chen Raum über­wie­gend rus­sisch und ist bis­lang im Unter­schied zu Poro­schen­ko nicht mit einer mar­tia­li­schen anti­rus­si­schen Rhe­to­rik auf­ge­fal­len, obwohl er die soge­nann­te Anti-Ter­ror-Ope­ra­ti­on gegen den anti­fa­schis­ti­schen Auf­stand im Don­bass unter­stützt.

Poro­schen­ko, der mit Zorn und Frust auf den rie­si­gen Vor­sprung von Selen­ski reagier­te, warf ihm wäh­rend sei­ner Nach­wahl­re­de vor, eine “Mario­net­te des Olig­ar­chen Kolo­mo­j­ski” zu sein. In sei­nen Tweets wies Poro­schen­ko dar­auf hin, dass er in Ver­hand­lun­gen mit Russ­land nicht sei­ne Kol­le­gen aus der Humo­ris­ten-Zunft vor sich haben wer­de, son­dern Wla­di­mir Putin. Nur er, Poro­schen­ko, kön­ne den Weg der Ukrai­ne in die lich­te euroat­lan­ti­sche Zukunft garan­tie­ren – weg von Russ­land.

Doch die­se Rhe­to­rik beein­druckt in der Ukrai­ne inzwi­schen nur eine natio­na­lis­tisch gesinn­te Min­der­heit. Exper­ten, mit denen RT in der Ukrai­ne gespro­chen hat, sagen, dass die Chan­cen für den Ex-Komi­ker viel höher ste­hen als für den amtie­ren­den Prä­si­den­ten. Das zei­gen auch die Umfra­gen. Den­noch hat Poro­schen­ko, der mit sei­nem Umfeld in meh­re­re Kor­rup­ti­ons-Skan­da­le ver­wi­ckelt ist, immer noch die Opti­on, auf sei­ne Amts­res­sour­cen und Mani­pu­la­tio­nen zurück­zu­grei­fen, um an der Macht zu blei­ben.

So haben sogar OSCE-Beob­ach­ter sei­nen Wahl­kampf in ihrem am 1. April vor­ge­stell­ten Bericht kri­ti­siert. Er habe die Gren­zen zwi­schen sei­ner offi­zi­el­len Posi­ti­on und der Posi­ti­on als Kan­di­dat ver­wischt. Punkt 5.4. des Kopen­ha­ge­ner OSCE-Doku­ments sieht eine kla­re Tren­nung zwi­schen poli­ti­schen Kräf­ten und dem Staat vor. Die “poli­ti­schen Par­tei­en dürf­ten sich mit den staat­li­chen Orga­nen nicht ver­men­gen”.

Laut OSCE griff die ukrai­ni­sche Staats­macht auch auf Finanz­an­rei­ze für die Wäh­ler in Form von Bei­hil­fen, Prä­mi­en und Lohn­er­hö­hun­gen zurück. Zuvor hat­te der Vor­sit­zen­de der Par­tei “Oppo­si­ti­ons­platt­form – Fürs Leben”, Juri Boj­ko, ähn­li­che Anschul­di­gun­gen gegen Poro­schen­ko erho­ben. Ihm zufol­ge zwang die Prä­si­di­al­ver­wal­tung Mit­ar­bei­ter staat­lich finan­zier­ter Orga­ni­sa­tio­nen unter Andro­hung der Ent­las­sung dazu, für ihn zu stim­men.

Die­se Men­schen befan­den sich in einer Situa­ti­on, in der sie gezwun­gen waren, ent­we­der für den amtie­ren­den Prä­si­den­ten zu stim­men oder von ihrem Arbeits­platz ent­las­sen zu wer­den”, sag­te der Poli­ti­ker. Er sag­te auch, dass Poro­schen­ko Stim­men mit­tels “bana­ler Ver­tei­lung des Gel­des” gekauft habe.

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Ukraine: Wenig Chancen für Poroschenko auf politisches Überleben
Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat Juri Boj­ko (Mit­te) und rus­si­scher Pre­mier-Minis­ter Dmi­tri Med­we­dew tref­fen sich am 26, März in Kreml.

Selen­ski hat bes­se­re Chan­cen zu gewin­nen, weil viel mehr Men­schen für ihn gestimmt haben als für Poro­schen­ko”, sag­te Mikhail Pogre­bin­sky, Direk­tor des Kie­wer Zen­trums für poli­ti­sche For­schung und Kon­flikt­lö­sung, in einem Gespräch mit RT. Und die­se Kluft sei sehr schwer zu über­win­den. Vie­le von denen, die an den Wah­len teil­ge­nom­men und eine star­ke Anti-Poro­schen­ko-Hal­tung ein­ge­nom­men haben, wür­den wei­ter­hin für Selen­ski stim­men. In der aktu­el­len Situa­ti­on spre­che alles für den Sieg Selenskis, so der Exper­te.

Was ist der nächs­te Schritt ?

Ein Ver­tre­ter des Blocks von Petro Poro­s­hen­ko sag­te gegen­über RT, dass die Gefolg­schaft des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten nun mit ande­ren Kan­di­da­ten ver­han­delt, damit sie den Amts­in­ha­ber vor der zwei­ten Run­de unter­stüt­zen wür­den.

Petro Poro­s­hen­ko ist wütend über die Ergeb­nis­se der ers­ten Run­de der Abstim­mung. Wie konn­ten die Leu­te für Wla­di­mir Selen­ski stim­men ? Er wird das Land an Putin über­ge­ben”, so der Spre­cher. 

Doch es gibt bei den regie­ren­den Eli­ten in der Ukrai­ne auch ande­re Ansich­ten. “Unab­hän­gig davon, wer die zwei­te Run­de gewinnt – Wla­di­mir Selen­ski oder Petro Poro­schen­ko – wer­den sich die Bezie­hun­gen zu Russ­land kaum ver­bes­sern”, so eine Quel­le von der Volks­front-Par­tei, der z. B. der ein­fluss­rei­che Innen­mi­nis­ter Arsen Awa­kow ange­hört. Awa­kow reis­te weni­ge Wochen vor der Wahl in die USA und ließ sich dort Unter­stüt­zung zusi­chern. Innen­po­li­tisch gilt er als selb­stän­di­ger Spie­ler und Poro­schen­kos Riva­le.

In der Tat hat Selen­ski am Wahl­abend ver­sucht, Poro­schen­ko in punc­to anti­rus­si­sche Rhe­to­rik in einem spon­ta­nen Ein­fall zu über­bie­ten. So sag­te er plötz­lich, dass er sich mit Wla­di­mir Putin nur unter der Bedin­gung tref­fen wür­de, dass er der Ukrai­ne neben der Rück­ga­be des Don­bass und der Krim oben­drauf noch Ent­schä­di­gung zah­len wür­de.

In Russ­land wur­de dies eher als unge­schick­te Fle­ge­lei wahr­ge­nom­men. So glaubt der Poli­ti­lo­ge Juri Bonda­ren­ko, Selen­ski wer­de “ein voll­kom­men gesun­der und adäqua­ter Poli­ti­ker” sein.

Wenn er die zwei­te Run­de gewinnt, wird die gesam­te anti­rus­si­sche Rhe­to­rik in den ers­ten Wochen ver­schwin­den”, sag­te der Exper­te.

In Hin­blick auf die Äuße­run­gen von Selen­ski erklär­te der Spre­cher des rus­si­schen Prä­si­den­ten, Dmi­tri Pes­kow, am 1. April, Mos­kau wol­le in der Ukrai­ne nicht die Par­tei des Krie­ges sehen, son­dern eine Par­tei, die eine rea­le, schritt­wei­se Regu­lie­rung der Situa­ti­on im Süd­os­ten des Lan­des anstrebt.

Gleich­zei­tig wies er dar­auf hin, dass das The­ma Krim “ein für alle Mal” abge­schlos­sen sei. “Außer­dem sind die Wor­te ‘Beset­zung’ oder ‘Anne­xi­on’ auf die Krim völ­lig unan­wend­bar – weder de fac­to noch de jure.” Er stell­te auch fest, dass die rus­si­sche Sei­te kein ukrai­ni­sches Ter­ri­to­ri­um ein­nimmt. Die selbst­er­nann­ten Volks­re­pu­bli­ken Luhansk und Donezk sei­en von Kiew abge­sto­ßen wor­den, und alles, was in der Regi­on geschieht, sei eine Fol­ge der Poli­tik der der­zei­ti­gen Füh­rung der Ukrai­ne, so Pes­kow.

Reif für den Macht­wech­sel ? 

Die Wah­len haben gezeigt, dass die Stim­mung im Land kippt. Etwa 70 Pro­zent der Ukrai­ner gaben bei den Umfra­gen an, unter kei­nen Umstän­den Poro­schen­ko wäh­len zu wol­len. Nur 9 Pro­zent der Ukrai­ner haben Ver­trau­en in die eige­ne Regie­rung – die nied­rigs­te Ver­trau­ens­quo­te welt­weit. Vie­le Bür­ger und Beob­ach­ter wis­sen, dass es Mani­pu­la­tio­nen geben kann und sind wach­sam, was die Mög­lich­keit für eine gro­ße Wahl­fäl­schung von­sei­ten des in die Enge getrie­be­nen Prä­si­den­ten für einen Sieg bei der Stich­wahl erschwert. 

Die ers­te Run­de der Wah­len hat gezeigt, dass die über­wie­gen­de Mehr­heit der Ukrai­ner einen Macht­wech­sel wünscht. Dies ist wahr­schein­lich die wich­tigs­te Schluss­fol­ge­rung, die aus dem ers­ten Durch­gang der Prä­si­dent­schafts­wah­len gezo­gen wer­den kann”, sag­te der Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat Juri Boj­ko.

Boj­ko hat 11,55 Pro­zent Stim­men bekom­men – das viert­bes­te Resul­tat. Sei­ne Rei­se nach Mos­kau, wo er sich mit dem rus­si­schen Pre­mier Dmi­tri Med­we­dew getrof­fen hat­te, hat sei­ne Posi­ti­on im Süd­os­ten des Lan­des offen­bar gestärkt. Zusam­men mit den Stim­men des ande­ren russ­land­freund­li­chen Kan­di­da­ten Alex­an­der Wil­kul (3,5 Pro­zent) wür­de er Poro­schen­ko sogar im Ren­nen um den zwei­ten Platz Kon­kur­renz machen kön­nen. 

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Hamburg : Pfleger baden Koma-Patientin zu heiß — Frau stirbt wenig später


Zuvor hat­te die Ham­bur­ger Mor­gen­post berich­tet. Zwei Mit­ar­bei­ter eines Inten­siv­pfle­ge­zen­trums hat­ten dem­zu­fol­ge vor zwei Wochen Bade­was­ser für die hilf­lo­se Frau ein­ge­las­sen und die Tem­pe­ra­tur dafür auch geprüft. Etwas spä­ter wur­de die Frau mit einem Lift in die Bade­wan­ne gesetzt. Zwi­schen­zeit­lich soll dem Zen­trum zufol­ge — ver­mut­lich wegen eines tech­ni­schen Defekts — so viel hei­ßes Was­ser nach­ge­lau­fen sein, dass das Was­ser in der Wan­ne viel zu heiß war.

Die Pfle­ge­fach­kraft regis­trier­te dies lei­der erst, als die eige­ne Hand mit dem gestütz­ten Kopf der Bewoh­ne­rin auf die Was­ser­ober­flä­che auf­traf”, sag­te der Geschäfts­füh­rer des Pfle­ge­zen­trums, Micha­el Schrei­ner, am Don­ners­tag in einer schrift­li­chen Stel­lung­nah­me. Die Mit­ar­bei­ter hät­ten sofort den Not­arzt geru­fen. Die 47-Jäh­ri­ge kam mit schwe­ren Ver­brü­hun­gen in eine Spe­zi­al­kli­nik. Am Frei­tag vori­ge Woche starb die Frau. (dpa)

Mehr zum The­ma — Drei Schwer­ver­letz­te bei Brand in Kran­ken­haus von Reck­ling­hau­sen

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Doppelte Standards : Wenig Unterstützung für Billy Six


Die Unter­stüt­zung aus Deutsch­land läuft auf Spar­flam­me, jeden­falls im Ver­gleich zum Fall Deniz Yücel. Der Grund : Bil­ly Six schreibt für Medi­en, die vie­le Kol­le­gen in der rech­ten Ecke ver­or­ten.

RT Deutsch bemüht sich um ein brei­tes Mei­nungs­spek­trum. Gast­bei­trä­ge und Mei­nungs­ar­ti­kel müs­sen nicht die Sicht­wei­se der Redak­ti­on wider­spie­geln.

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Donald Trump beklagt zu wenig Anerkennung in USA für Nordkorea-Gipfel


Der US-Prä­si­dent twit­ter­te am Sonn­tag, die Ver­ein­ba­rung mit Kim Jong-un ret­te wahr­schein­lich Mil­lio­nen und Aber­mil­lio­nen Men­schen das Leben. Er wie­der­hol­te sei­ne For­de­rung, die gemein­sa­men Manö­ver mit Süd­ko­rea wäh­rend der Ver­hand­lungs­pha­se aus­zu­set­zen. Die­se For­de­rung hat­te Ver­bün­de­te und Berich­ten zufol­ge auch das Pen­ta­gon über­rascht. Bei dem Gip­fel in Sin­ga­pur war eigent­lich kei­ne ato­ma­re Abrüs­tung, son­dern ledig­lich eine Absichts­er­klä­rung ver­ein­bart wor­den.

In einer Umfra­ge des Sen­ders ABC und der “Washing­ton Post” sag­ten am Sonn­tag 55 Pro­zent der befrag­ten US-Ame­ri­ka­ner, für eine posi­ti­ve Bewer­tung des Gip­fels sei es zu früh. Auf Donald Trumps mehr­fach ver­kün­de­te Ein­schät­zung, Nord­ko­rea stel­le dank ihm kei­ne nuklea­re Bedro­hung mehr dar, reagier­te eine Mehr­heit der Befrag­ten mit : “Abwar­ten”. (dpa)

Mehr zum The­ma - Donald Trump belegt “groß­ar­ti­ges” Ver­hält­nis zu Ange­la Mer­kel mit eige­ner Foto­stre­cke

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Keine Eier und wenig Fleisch : 40 Millionen männliche Küken in Deutschland geschlüpft und getötet


Männ­li­che Küken, die kei­ne Eier legen und sich auch nicht zur Fleisch­pro­duk­ti­on eig­nen, wer­den in der Regel getö­tet. Initia­ti­ven wie “Bru­der­hahn” und “Bru­der­kü­ken” wer­ben für einen etwas höhe­ren Eier­preis, der die Auf­zucht der Hähn­chen mit­fi­nan­ziert.

Metho­den, das Geschlecht schon früh im Ei zu ermit­teln und das Töten geschlüpf­ter Küken damit zu ver­hin­dern, sind schon län­ger in der Ent­wick­lung. Im Janu­ar hat­te der Zen­tral­ver­band der Geflü­gel­wirt­schaft (ZDG) ange­kün­digt, dass bis Ende 2019 die ers­ten Man­schi­nen im Ein­satz sein wür­den. Dem ZDG zufol­ge wer­den männ­li­che Küken in Deutsch­land nicht geschred­dert, son­dern mit CO2 erstickt. (dpa)

Mehr zum The­ma — Bri­ti­sches Mili­tär ver­setzt Hüh­ner in Schre­cken und ent­schä­digt Land­wir­te mit 2,3 Mil­lio­nen Euro

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Europarat : Deutschland tut zu wenig im Kampf gegen undurchsichtige Parteispenden


Pro­ble­me machen die Exper­ten an vie­len Stel­len aus. So müs­sen in Deutsch­land bis­lang Groß­spen­den an Par­tei­en erst ab 50.000 Euro dem Bun­des­tags­prä­si­den­ten gemel­det wer­den. Die­se Gren­ze müs­se gesenkt wer­den, heißt es in dem Bericht. Anony­me Spen­den soll­ten gänz­lich ver­bo­ten wer­den. Noch sind sie bis 500 Euro erlaubt.

Außer­dem müs­se Deutsch­land ein Sys­tem ein­füh­ren, das Par­tei­en ver­pflich­tet, früh­zei­tig Rechen­schaft über die Finan­zie­rung ihrer Wahl­kämp­fe abzu­le­gen. Und wenn Abge­ord­ne­te oder Wahl­kan­di­da­ten direkt Spen­den kas­sier­ten, soll­ten sie dar­über Rechen­schaft able­gen müs­sen, emp­feh­len die Anti-Kor­rup­ti­ons­kämp­fer. Schließ­lich müs­se der Bun­des­tags­prä­si­dent mehr Res­sour­cen bekom­men, um die Par­tei­en­fi­nan­zie­rung zu über­wa­chen.

Deutsch­land habe sie­ben­ein­halb Jah­re Zeit gehabt, um die­se und ande­re Gre­co-Emp­feh­lun­gen aus dem letz­ten Bericht von 2009 umzu­set­zen. Nur drei von zehn Emp­feh­lun­gen sind dem Papier zufol­ge bis­lang abge­hakt. (dpa)

Mehr zum The­ma — Groß­spen­den an Par­tei­en 2017 : Die mit Abstand höchs­ten Sum­men gin­gen an CDU und FDP

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Warum der Westen wenig Interesse für Ukraine hat – Russischer Politiker klärt auf


Der Wes­ten hat jetzt kaum Inter­es­se mehr für die Ukrai­ne, behaup­tet der rus­si­sche Außen­po­li­ti­ker Ale­xej Pusch­kow. „Der Wes­ten braucht die Ukrai­ne, um Russ­land stär­ker unter Druck zu set­zen“, schreibt der Poli­ti­ker im Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter.
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NATO-Treffen in Brüssel : Neue Kommandozentrale in einem Europa, das bisher zu wenig einzahlt


In Brüs­sel hat am Mitt­woch und Don­ners­tag das NATO-Tref­fen der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter statt­ge­fun­den. Der Gast­ge­ber und NATO-Gene­ral­se­kre­tär Jens Stol­ten­berg hat­te bereits zu Beginn des Gip­fels einen unmiss­ver­ständ­li­chen Appell an alle euro­päi­schen NATO-Mit­glieds­staa­ten sowie Kana­da gerich­tet. Die jewei­li­gen Ver­tei­di­gungs­bud­gets müss­ten signi­fi­kant erhöht wer­den, so Stol­ten­berg. Grund sei Russ­lands zuneh­men­des “Durch­set­zungs­ver­mö­gen” in der Regi­on.

Wie das Nach­rich­ten­por­tal Mili­ta­ry Times am Don­ners­tag berich­te­te, haben bis­her nur acht von ins­ge­samt 29 NATO-Mit­glie­dern ange­kün­digt, für das Jahr 2018 die Vor­ga­be zu erfül­len, min­des­tens zwei Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­duk­tes für Ver­tei­di­gung aus­zu­ge­ben. US-Prä­si­dent Donald Trump for­dert das bereits seit 2016 von den Bünd­nis­part­nern.

Der bri­ti­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Gavin Wil­liam­son erklär­te :

Ich habe die zwei Pro­zent stets als Unter­gren­ze gese­hen, nicht als Ober­gren­ze. Also, bis zu zwei Pro­zent zu errei­chen, macht aus dir nicht den welt­bes­ten Ver­tei­di­gungs­part­ner. (…) Wir kön­nen nicht den Anspruch haben, unse­re Sicher­heits­ver­pflich­tun­gen — Euro­pas Sicher­heit — auf die Ver­ei­nig­ten Staa­ten abzu­wäl­zen.

Deutsch­lands neue Rol­le

Der euro­päi­sche Able­ger der bei­den ange­kün­dig­ten neu­en NATO-Kom­man­do­zen­tra­len soll in Deutsch­land ins Leben geru­fen wer­den. Die USA haben sich frei­wil­lig bereit­erklärt, den nord­ame­ri­ka­ni­schen Stand­ort für die zwei­te Kom­man­do­zen­tra­le zu stel­len. Damit sol­len wei­test­ge­hend logis­ti­sche Auf­ga­ben erfüllt wer­den. So sol­len eine trans­at­lan­ti­sche Mee­res­trans­port­rou­te sowie eine inner­eu­ro­päi­sche Trans­port­rou­te für ver­tei­di­gungs­re­le­van­te Güter geschaf­fen wer­den. Ins­ge­samt soll die Reak­ti­ons- und Hand­lungs­fä­hig­keit des Bünd­nis­ses ver­bes­sert wer­den.

Ambi­tio­nen der NATO im Irak

Laut der NATO-Web­site soll auf Bit­te der ira­ki­schen Füh­rung eine Trai­nings­mis­si­on ins Leben geru­fen wer­den, die die Rol­le des nord­at­lan­ti­schen Bünd­nis­ses in der “Ter­ror­be­kämp­fung und Sta­bi­li­täts­pro­jek­ti­on” im Irak ver­bes­sern soll. Es sei im Kon­sens beschlos­sen wor­den, die Fähig­keit der NATO zu ver­bes­sern, in Zukunft schnell auf Kri­sen­si­tua­tio­nen in der Regi­on zu reagie­ren, so Stol­ten­berg.

Außer­dem erläu­ter­te der NATO-Gene­ral­se­kre­tär dazu :

Wir wer­den auch Plä­ne ent­wer­fen den ira­ki­schen Kräf­ten zu hel­fen, pro­fes­sio­nel­ler zu wer­den, indem wir spe­zia­li­sier­te Mili­tär­aka­de­mi­en und -schu­len grün­den. 

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Zu wenig Tote“: Tschechischer Student wegen Position zu Berlin-Anschlag verurteilt


Ein Gericht in der tsche­chi­schen Stadt Tře­bíč hat einen Stu­den­ten zu sie­ben Jah­ren Haft ver­ur­teilt, weil er den Mord an dem rus­si­schen Bot­schaf­ter in der Tür­kei Andrej Kar­low und den Anschlag auf einen Ber­li­ner Weih­nachts­markt 2016 begrüßt hat­te.
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