Die Linke fordert geringere Ausgaben für Tourismuswerbung : “Berlin soll nicht zum Disneyland werden”


Im ver­gan­ge­nen Jahr betrug die Zahl der Gäs­te in der deut­schen Haupt­stadt rund 13,5 Mil­lio­nen. Davon kamen 8 Mil­lio­nen aus Deutsch­land und 5,4 Mil­lio­nen aus dem Aus­land. Die Zahl der Über­nach­tun­gen stieg um 3,6 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr, die Zahl der Tou­ris­ten nahm um 4,1 Pro­zent im Ver­gleich zu 2018 zu. Auch für die­ses Jahr ist kein Ein­bruch an der Beliebt­heit Ber­lins als tou­ris­ti­sches Ziel zu erwar­ten. Die Lin­ke will nun gegen­steu­ern. 

Kata­lin Gen­n­burg, stadt­ent­wick­lungs- und tou­ris­mus­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Links­frak­ti­on im Abge­ord­ne­ten­haus, spricht sich gegen “das mun­te­re Wachs­tum” aus, das in Ber­lin durch die Aus­ga­ben im Tou­ris­mus­mar­ke­ting “gepre­digt wür­de”. Damit wür­de Ber­lin zum Dis­ney­land gemacht : 

(…) als ob es kei­ne Kli­ma­ka­ta­stro­phe, kei­ne Ver­drän­gung klei­ner Läden und Kitas aus den Kie­zen durch mas­si­ve Kom­mer­zia­li­sie­rung gäbe. 

Zu den nega­ti­ven Begleit­erschei­nun­gen des Tou­ris­mus zäh­len zu teu­re Airb­nb-Apart­ments, betrun­ke­ne Tou­ris­ten, Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen Ein­hei­mi­schen und Tou­ris­ten durch Ruhe­stö­rung und Ver­mül­lung sowie die Ver­drän­gung klei­ner Kiez­lä­den durch die Kom­mer­zia­li­sie­rung. Beson­ders beliebt bei den jun­gen Par­ty­to­u­ris­ten sind Kreuz­berg und Fried­richs­hain. 

Im Gegen­zug schaff­te der Tou­ris­mus jedoch auch 235.000 Voll­zeit­stel­len. Ins­ge­samt 70 Mil­lio­nen Euro Steu­er­geld wur­de seit 2012 für das Tou­ris­mus­mar­ke­ting aus­ge­ge­ben. Beson­ders das Unter­neh­men Visit Ber­lin pro­fi­tier­te von den aus­ge­ge­be­nen Steu­er­gel­dern. Wäh­rend die Aus­ga­ben auf Nach­fra­ge der Lin­ken genau bezif­fert wer­den konn­ten, war nicht klar, wel­che Ein­nah­men das Mar­ke­ting gene­rier­te. Visit-Ber­lin-Chef Burk­hard Kie­ker sag­te : 

Wir sind nicht mehr nur Desti­na­ti­ons­mar­ke­ting, son­dern auch Desti­na­ti­ons­ma­nage­ment. 

Visit Ber­lin führ­te eine Umfra­ge zur Zahl der Tou­ris­ten im Ver­hält­nis zur Zahl der Ein­woh­ner Ber­lins durch. Die­se ergab, dass am Alex­an­der­platz, Box­ha­ge­ner Kiez und Mau­er­park jeder Drit­te ein Tou­rist ist. 

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Durch KI : Zwölf-Stunden-Arbeitswoche könnte die Norm werden


Zusam­men mit Tes­la-Chef Elon Musk sprach Ma auf der Kon­fe­renz in der chi­ne­si­schen Metro­po­le Schang­hai über die Ent­wick­lung der künst­li­chen Intel­li­genz. Die­se Tech­no­lo­gie kön­ne die Men­schen bei der Arbeit ent­las­ten und dafür sor­gen, dass die Arbeits­zeit zum Teil mas­siv ver­rin­gert wer­den kann. Damit hät­ten die Men­schen dann “mehr Zeit, sich des mensch­li­chen Daseins zu erfreu­en”, so Ma. Doch dafür brau­che es ein Umden­ken im Aus­bil­dungs­sys­tem :

Wäh­rend der nächs­ten zehn, 20 Jah­re soll­te jedes mensch­li­che Wesen, jedes Land, jede Regie­rung, sich dar­auf fokus­sie­ren, das Aus­bil­dungs­sys­tem zu refor­mie­ren, um sicher­zu­stel­len, dass unse­re Kin­der einen Job fin­den kön­nen. Einen Job, der nur drei Tage in der Woche, vier Stun­den am Tag erfor­dert. Wenn wir das Aus­bil­dungs­sys­tem nicht ver­än­dern, das wir jetzt haben, wer­den wir alle in Schwie­rig­kei­ten gera­ten.

Ich mache mir kei­ne Sor­gen wegen der Jobs”, mein­te der Mil­li­ar­där wei­ter und zeich­ne­te ein opti­mis­ti­sches Bild der künf­ti­gen Arbeits­welt mit künst­li­cher Intel­li­genz. Er glau­be nicht dar­an, dass durch KI Jobs weg­fal­len könn­ten. “Com­pu­ter haben nur Chips, Men­schen haben ein Herz. Vom Her­zen kommt die Weis­heit.”

Bezüg­lich der Refor­ma­ti­on des Aus­bil­dungs- und Arbeits­mo­dells sag­te Ma, dass die­se an die tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung ange­passt wer­den müs­se. Gegen­wär­tig sei die Arbeits­welt noch auf das indus­tri­el­le Zeit­al­ter ein­ge­stellt, doch Maschi­nen wer­den die Men­schen in Zukunft bei mono­to­nen Arbei­ten über­ho­len und effi­zi­en­ter wer­den. Des­halb soll­te das künf­ti­ge Aus­bil­dungs­sys­tem so aus­ge­legt wer­den, dass es den Men­schen hilft, krea­tiv zu wer­den.

Elon Musk gab ihm Recht und ver­wies auf sein Neura­link-Pro­jekt, bei dem ver­sucht wird, das mensch­li­che Gehirn mit KI zu ver­bin­den.

So, wie die Aus­bil­dung jetzt läuft, ist es wirk­lich eine sehr gerin­ge Band­brei­te, es ist extrem lang­sam, (und) Vor­le­sun­gen sind die Schlimms­ten”, sag­te der Tes­la-Chef. “Wenn man mit Neura­link unter­wegs ist, kann man ein­fach jedes The­ma sofort hoch­la­den, es wird wie die Matrix sein.”

Mehr zum The­ma — Stu­die kri­ti­siert Ama­zon und Micro­soft wegen Ent­wick­lung von gefähr­li­chen KI-Kampf­sys­te­men

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Verwaltungsgericht entscheidet : “Feindesliste” Rechtsextremer muss nicht veröffentlicht werden


Eine Stun­de dau­er­te die Ver­hand­lung, dann wur­de das Ver­fah­ren ein­ge­stellt. Das The­ma ist damit aber nicht aus der Welt, im Gegen­teil. Ein Jour­na­list und Akti­vist hat­te unter Beru­fung auf das Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz die Her­aus­ga­be von als “Fein­des­lis­te” bekannt gewor­de­nen Daten­samm­lun­gen erzwin­gen wol­len. Rund 25.000 Namen ste­hen ins­ge­samt auf diver­sen Lis­ten, die Ermitt­ler bei Raz­zi­en gegen rech­te Extre­mis­ten und soge­nann­te Prep­per 2017 und 2018 gefun­den hat­ten. Prep­per berei­ten sich auf den Zusam­men­bruch der staat­li­chen Ord­nung vor, es gibt Über­schnei­dun­gen mit Reichs­bür­gern und Rechts­ex­tre­mis­ten.

Der Mit­ar­bei­ter des Por­tals Frag­Den­Staat hat­te das BKA auf­ge­for­dert, die Namens­lis­ten zu ver­öf­fent­li­chen. Die Behör­de hat­te ihm das mehr­fach ver­wei­gert. Vor Gericht berie­fen sich BKA-Ver­tre­ter auf ein lau­fen­des Ermitt­lungs­ver­fah­ren beim Gene­ral­bun­des­an­walt und erklär­ten sich für nicht zustän­dig. Der Anwalt des Klä­gers zeig­te sich ver­wun­dert : Seit 2018 kor­re­spon­die­re der Akti­vist mit der Behör­de – vom Gene­ral­bun­des­an­walt sei nie die Rede gewe­sen. 

Rich­ter Hans-Her­mann Schild gab dem Anwalt in die­sem Punkt Recht : Die Behör­de habe “rum­ge­ei­ert”, die Schrei­ben sei­en “nebu­lös” und bes­ten­falls “semi­pro­fes­sio­nell”. Das BKA muss die Hälf­te der Ver­fah­rens- und Gerichts­kos­ten tra­gen. Dem Klä­ger riet Schild, es als Jour­na­list über das Pres­se­recht zu ver­su­chen :

Da haben Sie viel grö­ße­re Chan­cen.

Wie auch die Öffent­lich­keit hat­te der Rich­ter Schwie­rig­kei­ten, die Lis­ten ein­zu­ord­nen. “Im Inter­net geht alles drun­ter und drü­ber”, sag­te Schild. Das BKA erklär­te, ein Groß­teil der Namen stam­me aus einer 2015 gehack­ten Kun­den­da­tei eines Online-Händ­lers, die als “Anti­fa-Lis­te” titu­liert wur­de. Wei­te­re, klei­ne­re, Daten­sät­ze stamm­ten von Mit­glie­dern von Grup­pie­run­gen wie den “Nordkreuz”-Preppern. 25.000 betra­ge die Sum­me aller Namen auf allen Daten­trä­gern, eine “Fein­des­lis­te” sei das aber nicht.

Auf den Lis­ten stün­den Tau­sen­de Per­so­nen, “die vom BKA allein­ge­las­sen wer­den”, sag­te Klä­ger Arne Sems­rott vor Beginn der Ver­hand­lung. “Das ist höchst ver­ant­wor­tungs­los.” Die Prep­per-Grup­pe “Nord­kreuz” habe geplant, die Gelis­te­ten an einem Tag X zu eli­mi­nie­ren.

Juris­tisch hat­te der Klä­ger den­noch kei­ne Chan­ce : Wenn das BKA im Auf­trag der Staats­an­walt­schaft han­de­le und die Lis­ten Teil eines lau­fen­den Ermitt­lungs­ver­fah­rens sei­en, bestehe kein Anspruch auf Her­aus­ga­be nach dem Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz, argu­men­tier­te der Rich­ter. Der Anwalt des Klä­gers ver­zich­te­te auf Rechts­mit­tel. Sems­rott sieht die Nie­der­la­ge den­noch als Erfolg. Der öffent­li­che Druck sei inzwi­schen so groß, dass sich etwas bewe­ge. “Das BKA schiebt die Ver­ant­wor­tung für den Umgang mit den Lis­ten von sich”, sag­te er. “Aber wir wer­den eine Stel­le fin­den, die sich ver­ant­wort­lich fühlt.”

(rt deutsch/dpa) 

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Kenia : Toter Mann muss wieder ausgegraben werden, weil Beamte seine Arbeitskleidung verlangen


Der 31-jäh­ri­ge Mar­tin Shi­ku­ku Alukoye soll an Epi­lep­sie gelit­ten haben und ist beim Über­que­ren eines Flus­ses am 7. August ertrun­ken. Am Sonn­tag, dem 11. August, wur­de der Mann bestat­tet. Am nächs­ten Tag kamen Ver­tre­ter des Kaka­me­ga Coun­ty Youth Ser­vice, wo er ange­stellt war, zu sei­ner Fami­lie und baten die­se, die Arbeits­klei­dung zurück­zu­ge­ben. Sei­ne Ange­hö­ri­gen erklär­ten, dass der Kenia­ner in die­ser begra­ben wur­de.

Dar­auf­hin for­der­ten die Behör­den der Kaka­me­ga Coun­ty, den Toten aus­zu­gra­ben und das Eigen­tum zurück­zu­ge­ben. Berich­ten zufol­ge wird nach kenia­ni­schem Gesetz eine gericht­li­che Geneh­mi­gung für die Exhu­mie­rung benö­tigt. Die Lei­che wur­de jedoch gegen den Wil­len der Fami­lie und ohne Ein­be­zie­hung der obers­ten Behör­den aus­ge­gra­ben. Die Behör­den nah­men die Dienst­klei­dung mit, die Lei­che wur­de in einer ande­ren Klei­dung noch­mals bestat­tet.

Fran­cis Mut­am­ba, der Onkel des Betrof­fe­nen, war empört, dass die Beam­ten die Geset­ze ihres Lan­des und ihrer Vor­fah­ren miss­ach­tet und den Sarg wegen eines Arbeits­an­zu­ges aus­ge­gra­ben haben. Er behaup­tet, die Behör­den von Kaka­me­ga Coun­ty hät­ten auch an der Beer­di­gung teil­ge­nom­men und nichts dage­gen gehabt, dass der Ver­stor­be­ne Dienst­klei­dung trug.

Mehr zum The­ma — Das Spiel mit dem Tod : Wie­ner Muse­um zeigt Grab­stei­ne und Kre­ma­to­ri­um­s­ofen aus LEGO

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Pompeo vor der UN : Iran sollte getroffen werden, noch während er wirtschaftlich am Boden liegt


Der US-Außen­mi­nis­ter Mike Pom­peo for­dert ein schnel­les Han­deln gegen den Iran : 

Die Uhr tickt. Es bleibt noch Zeit, bis das UN-Waf­fen­em­bar­go gegen den Iran aus­läuft und das Rei­se­ver­bot von Qasem Sol­ei­ma­ni endet. Wir for­dern unse­re Ver­bün­de­ten und Part­ner auf, den Druck auf das ira­ni­sche Régime zu erhö­hen, bis es sein desta­bi­li­sie­ren­des Ver­hal­ten been­det. 

Die Nach­richt Pom­pe­os ver­brei­te­te sich mit Hash­tags, wie “Pahl­aviMadeI­ran­Gre­at” (der gestürz­te Schah des Iran Pala­vi mach­te den Iran Groß­ar­tig) und “Iran­Re­gi­me­Chan­ge” wei­ter.

Kri­ti­ker ver­wie­sen dar­auf, dass erst die Auf­kün­di­gung des Nukle­arab­kom­mens von Sei­ten der USA die Pro­ble­me für den Iran gebracht habe. Pom­peo ist seit Mona­ten bemüht, eine mul­ti­na­tio­na­le Koali­ti­on der Wil­li­gen zu for­men, um in der Stra­ße von Hor­muz für “Sicher­heit” der Han­dels­schif­fe zu sor­gen. 

Washing­ton beschul­digt den Iran, Öltan­ker ange­grif­fen zu haben. Stich­hal­ti­ge Bewei­se hier­für gibt es nicht. Groß­bri­tan­ni­en beschlag­nahm­te einen Tan­ker bela­den mit ira­ni­schem Öl und brach­te die­sen in den Hafen von Gibral­tar mit der Begrün­dung, das Öl sei für Syri­en bestimmt gewe­sen und der Iran habe damit gegen Sank­tio­nen ver­sto­ßen. Tehe­ran demen­tiert und for­dert die Rück­ga­be des Schif­fes. 

Der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Dscha­wad Sarif äußer­te sich zu dem US-ame­ri­ka­ni­schen Vor­ha­ben einer inter­na­tio­na­len Mis­si­on in ira­ni­schen Gewäs­sern : 

Wir glau­ben, das Bes­te, was die USA zum Schutz der See­fahrt unter­neh­men kön­nen, ist, die Leu­te in Ruhe zu las­sen — mischt euch nicht ein. Dies ist nur ein feind­li­cher Akt gegen den Iran und ich glau­be nicht, dass es irgend­ei­nen Ein­fluss außer Unsi­cher­heit hat. 

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten mach­ten den Nahen Osten mit ihren Waf­fen­ver­käu­fen zu einem Zünd­fass, wel­ches jeden Moment explo­die­ren könn­te. Die USA bezeich­ne­te er als Quel­le der Insta­bi­li­tät in der Regi­on. Sarif mach­te deut­lich, dass sein Land kei­nen Krieg suche. 

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Taifun “Lekima” wütet in China : Eine Million Menschen muss in Sicherheit gebracht werden


Mit hef­ti­gem Regen, hohen Wel­len und Sturm­bö­en hat der Tai­fun “Leki­ma” das chi­ne­si­sche Fest­land erreicht. Der Wir­bel­sturm, für den die Behör­den die höchs­te Warn­stu­fe “Rot” aus­ge­ge­ben hat­ten, wüte­te am Sams­tag­mor­gen zunächst in der ost­chi­ne­si­schen Stadt Wen­ling und zog dann wei­ter Rich­tung Nor­den. Nach­dem der Sturm etwas an Kraft ver­lo­ren hat­te, senk­te das staat­li­che Wet­ter­amt am Sams­tag die Warn­stu­fe für den Tai­fun auf “Oran­ge”. Die Behör­den warn­ten, dass es wegen der Natur­ge­walt zu Erd­rut­schen kom­men kön­ne. Nach Anga­ben der Nach­rich­ten­agen­tur Xin­hua muss­te mehr als eine Mil­li­on Men­schen in Sicher­heit gebracht wer­den.

In Shang­hai wur­den vie­le Sehens­wür­dig­kei­ten, Muse­en und Parks geschlos­sen. Erst­mals muss­te auch das im Jahr 2016 eröff­ne­te Dis­ney­land wegen des Unwet­ters geschlos­sen blei­ben. Zahl­rei­che Schnell­zug­ver­bin­dun­gen im Osten Chi­nas wur­den ein­ge­stellt. Hun­der­te Flü­ge fie­len aus.

Zuvor hat­te der Tai­fun am Frei­tag in Japan und Tai­wan gewü­tet. Er brach­te viel Regen nach Nord­tai­wan, in der Fol­ge waren nach Behör­den­an­ga­ben mehr als 3.000 Haus­hal­te ohne Strom. Mehr als 500 Flü­ge wur­den gestri­chen. Ein 64-jäh­ri­ger Mann kam beim Baum­fäl­len ums Leben. Min­des­tens vier Men­schen in der Prä­fek­tur Oki­na­wa wur­den ver­letzt. Mehr als 2.500 Men­schen in hoch­was­ser­ge­fähr­de­ten Gebie­ten wur­den in Sicher­heit gebracht.

Leki­ma” ist der neun­te Tai­fun in der Regi­on in die­sem Jahr. Die kräf­ti­gen Wir­bel­stür­me tre­ten immer wie­der in den Som­mer­mo­na­ten auf und beein­träch­ti­gen zahl­rei­che Staa­ten in Süd­ost­asi­en. (dpa)

Mehr zum The­ma — Indi­en : Zug steckt in Mon­sun­flu­ten fest – 700 Rei­sen­de wer­den mit Boo­ten und Hub­schau­bern eva­ku­iert

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Teheran bestätigt : Russland und Iran werden zeitnah gemeinsame Marinemanöver durchführen


Der Iran wird in die­sem Jahr gemein­sa­me Mari­ne­übun­gen mit Russ­land durch­zu­füh­ren. Die Vor­be­rei­tun­gen für die Manö­ver wer­den bald begin­nen. Das ver­kün­de­te der ira­ni­sche Mari­ne­kom­man­dant und Kon­ter­ad­mi­ral Hos­sein Khanzadi am Mon­tag. Er sag­te :

Wir haben eine Ver­ein­ba­rung über gemein­sa­me Übun­gen mit den rus­si­schen Streit­kräf­ten und dem Kom­man­do der rus­si­schen Flot­te unter­zeich­net. Bald begin­nen die Vor­be­rei­tun­gen und die Manö­ver­pla­nung, die in die­sem Jahr durch­ge­führt wer­den.

Der Kom­man­dant gab kei­ne Details über das Gebiet bekannt, in dem die Manö­ver abge­hal­ten wer­den sol­len.

Laut Khanzadi ist “die Situa­ti­on im Per­si­schen Golf abso­lut ruhig”, obwohl “die Ver­ei­nig­ten Staa­ten und das Ver­ei­nig­te König­reich durch ihre Lügen und Täu­schun­gen ver­su­chen, die­se Regi­on als unsi­cher erschei­nen zu las­sen und es dazu zu machen”.

Ende Juli stat­te­te der ira­ni­sche Mari­ne­kom­man­dant Russ­land einen Besuch ab. Er sag­te der Nach­rich­ten­agen­tur IRNA, dass bald rus­sisch-ira­ni­sche Übun­gen im nörd­li­chen Teil des Indi­schen Oze­ans sowie in der Stra­ße von Hor­mus durch­ge­führt wer­den könn­ten.

Die Span­nun­gen im Per­si­schen Golf und in der Stra­ße von Hor­mus nah­men nach dem 19. Juli zu, als der Iran den unter bri­ti­scher Flag­ge fah­ren­den Öltan­ker Stena Impe­ro beschlag­nahm­te. Nach Anga­ben der Ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gar­de wur­de der Tan­ker auf­grund der Ver­let­zung inter­na­tio­na­ler Regeln fest­ge­hal­ten.

Am 4. August beschlag­nahm­te der Iran einen wei­te­ren aus­län­di­schen Öltan­ker im Per­si­schen Golf, weil er angeb­lich Ben­zin in eini­ge ara­bi­sche Staa­ten schmug­geln soll­te. Das Schiff, das 700.000 Liter Treib­stoff trans­por­tier­te, erwies sich als ira­ki­scher Tan­ker. Das ira­ni­sche Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um bestritt jedoch Berich­te über die ira­ki­sche Her­kunft des Schif­fes.

Mehr zum The­ma — Iran und Russ­land pla­nen gemein­sa­mes Manö­ver im Per­si­schen Golf

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Ankündigung aus Teheran : Wir werden uns von weiteren Auflagen des Nuklearabkommens lossagen


Der ira­ni­sche Außen­mi­nis­ter Moham­med Dscha­wad Sarif kün­dig­te am Sams­tag an, dass sein Land auch wei­te­ren Auf­la­gen des Nukle­arab­kom­mens von 2015 nicht mehr nach­kom­men wer­de. Sarif per­sön­lich wur­de von den Ver­ei­nig­ten Staa­ten jüngst sank­tio­niert. Sarif wird von den ira­ni­schen Par­la­ments­nach­rich­ten ICANA zitiert :

Der drit­te Schritt zur Redu­zie­rung der Ver­pflich­tun­gen (aus dem Nukle­arab­kom­men) wird in der aktu­el­len Situa­ti­on umge­setzt. 

Details oder eine Zeit­an­ga­be, wann die­se Redu­zie­rung der Ver­pflich­tun­gen ein­tre­ten wird, gab Sarif nicht bekannt. Die USA kün­dig­ten 2018 ihre Ein­hal­tung des Nukle­arab­kom­mens von 2015 auf. Zuvor fal­len­ge­las­se­ne Sank­tio­nen tra­ten erneut in Kraft. Die Regie­rung in Tehe­ran spricht von einem “Wirt­schafts­krieg” gegen das Land. Die Unter­zeich­ner­län­der Chi­na, Deutsch­land, Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en und Russ­land wol­len den Iran in dem Abkom­men hal­ten. Der Iran erwar­tet jedoch von den EU-Län­dern eine Nor­ma­li­sie­rung ihrer Han­dels­be­zie­hun­gen. 

Die Regie­rung der Isla­mi­schen Repu­blik hat­te wie­der­holt deut­lich gemacht, dass sie ohne Fort­schrit­te in den ange­kün­dig­ten Bemü­hun­gen sei­tens der ver­blie­be­nen Unter­zeich­ner­län­der des “Joint Com­pre­hen­si­ve Plan of Action” (JCPOA) auch ihrer­seits wei­te­re Tei­le des Abkom­mens auf­kün­di­gen oder ganz mit dem Abkom­men bre­chen wer­de : 

Wir haben gesagt, dass – wenn (der Deal) nicht voll­stän­dig von ande­ren umge­setzt wird – wir ihn auch auf die glei­che unvoll­stän­di­ge Wei­se umset­zen wer­den. Und natür­lich waren alle unse­re Hand­lun­gen in die­sem Rah­men (des Deals). 

Alle bis­he­ri­gen Ver­stö­ße gegen die Auf­la­gen von­sei­ten des Iran sind so gering­fü­gig oder von einer Art, dass sie schnell wie­der rück­gän­gig gemacht wer­den könn­ten.

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Plan der Union : CO2-Preis soll kommen — Strom soll billiger werden


Am 20. Sep­tem­ber soll das Kli­ma­ka­bi­nett über ein Gesamt­pa­ket für mehr Kli­ma­schutz ent­schei­den, zu dem nach dem jet­zi­gen Stand der Din­ge auch ein Preis auf den CO2-Aus­stoß gehö­ren soll. Damit wer­den Sprit, Heiz­öl und Erd­gas teu­rer, um im Ver­kehrs- und Gebäu­de­be­reich das Ein­spa­ren von Koh­len­di­oxid (CO2) zu för­dern.

Da also Tan­ken und Hei­zen teu­rer wer­den, sol­len Ver­brau­cher an ande­rer Stel­le ent­las­tet wer­den. Uni­ons-Frak­ti­ons­vi­ze Andre­as Jung schlägt vor, den Strom bil­li­ger zu machen und eine Öko-Pend­ler­pau­scha­le ein­zu­füh­ren. Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin Sven­ja Schul­ze (SPD) indes plä­diert für eine jähr­li­che “Kli­ma­prä­mie” für jeden Bür­ger.

Wenn mit der CO2-Beprei­sung fos­si­le Kraft- und Brenn­stof­fe schritt­wei­se teu­rer wer­den, muss es im Gegen­zug finan­zi­el­le Erleich­te­run­gen geben”, sag­te der CDU-Poli­ti­ker der Deut­schen Pres­se-Agen­tur (dpa).

Pend­ler­pau­scha­le soll “Mobi­li­täts­pau­scha­le” wer­den 

Beim Strom­preis kön­ne man die EEG-Umla­ge abschaf­fen, die jeder mit der Strom­rech­nung zahlt und über die Öko­strom geför­dert wird. Die Pend­ler­pau­scha­le will Jung zu einer “Mobi­li­täts­pau­scha­le” umbau­en, öko­lo­gi­scher aus­ge­stal­ten und ins­ge­samt stär­ken – vor allem, um Men­schen im länd­li­chen Raum zu hel­fen.

Von einer “Kli­ma­prä­mie”, dem Vor­schlag der Bun­des­um­welt­mi­nis­te­rin, ist Jung wie­der­um nicht gera­de über­zeugt. 

Dann wür­de jeder gleich viel bekom­men – ob er nun in Ber­lin lebt, arbei­tet und guten öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr hat oder ob er auf dem Land beim Weg zur Arbeit heu­te auf das Auto ange­wie­sen ist”, so Jung.

Es brau­che Ant­wor­ten für den länd­li­chen Raum und dafür eine Mobi­li­täts- statt einer Kopf­pau­scha­le. Zusam­men mit CSU-Poli­ti­ker Georg Nüß­lein arbei­tet Jung für die Uni­on an einem Kli­ma­schutz­kon­zept.

Mehr zum The­ma — Kli­ma­sün­der Umwelt­mi­nis­te­ri­um : 1.740 inner­deut­sche Flü­ge zwi­schen Ber­lin und Bonn

Die Richt­schnur für die­se “bes­se­re Pend­ler­pau­scha­le” müs­se sein : “höher, öko und für alle”, erklär­te Jung. Von der Pau­scha­le müs­se “ein Kli­ma-Signal aus­ge­hen”, auch Men­schen mit gerin­gem Ein­kom­men müss­ten sie bekom­men. So eine höhe­re Pend­ler­pau­scha­le kön­ne etwa mit Anrei­zen für spar­sa­me­re Autos, Fahr­ge­mein­schaf­ten oder für die Nut­zung des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs ver­bun­den wer­den. Damit die Men­schen über­haupt die Wahl hät­ten, müs­se der öffent­li­che Nah­ver­kehr auf dem Land stark aus­ge­baut wer­den.

Mit der Pend­ler­pau­scha­le kön­nen Arbeit­neh­mer Fahrt­kos­ten zwi­schen Woh­nung und Arbeit bei der Steu­er­erklä­rung als Wer­bungs­kos­ten gel­tend machen. Pro Ent­fer­nungs­ki­lo­me­ter für die ein­fa­che Stre­cke dür­fen 30 Cent abge­setzt wer­den. Dabei ist es uner­heb­lich, ob der Weg zu Fuß, per Rad, mit dem Auto oder per öffent­li­chem Nah­ver­kehr zurück­ge­legt wird. Pro Jahr ist der Betrag auf 4.500 Euro begrenzt – es sei denn, die tat­säch­li­chen Kos­ten für öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel lie­gen dar­über oder der Arbeit­neh­mer kann glaub­haft nach­wei­sen, dass er die Stre­cke mit dem eige­nen Pkw zurück­ge­legt hat.

Wie soll der Plan finan­ziert wer­den ? – Aus teu­re­ren Tickets

Finan­zie­ren will der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de das auch aus höhe­ren Abga­ben des Flug­ver­kehrs – sprich teu­re­re Tickets.

Es ist nicht zu erklä­ren, war­um bei der grenz­über­schrei­ten­den Bahn­fahrt die vol­le Mehr­wert­steu­er anfällt, beim ent­spre­chen­den Flug aber gar kei­ne”, so Jung.

Mit Blick auf Inlands­flü­ge sei “nicht zu recht­fer­ti­gen, dass sie weni­ger belas­tet wer­den als die kli­ma­freund­li­che Schie­ne.” Wenn man Kli­ma­schutz ernst neh­me, müs­se man auch dar­über spre­chen. Zudem brau­che es Ant­wor­ten für Men­schen, die in einem unsa­nier­ten Haus wohn­ten. “Das beginnt bei Zuschüs­sen und Steu­er­för­de­rung für Gebäu­de­sa­nie­rung und geht über Anrei­ze zum Hei­zungs­tausch bis hin zu kon­kre­ter Unter­stüt­zung”, sag­te Jung der dpa.

In der Debat­te über einen CO2-Preis geht es im Kern um zwei Model­le : eine Erhö­hung der Ener­gie­steu­er, die Umwelt­mi­nis­te­rin Schul­ze für leich­ter umsetz­bar hält, und um einen Han­del mit Emis­si­ons­zer­ti­fi­ka­ten auf natio­na­ler Ebe­ne. Die­ser Emis­si­ons­han­del soll dabei die Berei­che Ver­kehr und Gebäu­de betref­fen, also Tan­ken und Hei­zen. Weil die Zahl der Zer­ti­fi­ka­te begrenzt wer­den kann, lässt sich so auch der CO2-Aus­stoß deckeln. CDU und CSU hal­ten einen sol­chen Han­del für bes­ser.

Spä­tes­tens am 16. Sep­tem­ber soll das Uni­ons-Kon­zept ste­hen. CSU-Chef Mar­kus Söder hat­te am Diens­tag eine Absen­kung der Pkw-Steu­er und eine Erhö­hung der Pend­ler­pau­scha­le zur Bedin­gung für sei­ne Zustim­mung gemacht.

(rt deutsch/dpa)

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