Es ist wieder amtlich : USA investieren zehnmal mehr Geld in Rüstung als Russland


Wie aus dem Jah­res­be­richt des Inter­na­tio­na­len Insti­tuts für Stra­te­gi­sche Stu­di­en (IISS) her­vor­geht, ste­hen die USA bei den Rüs­tungs­in­ves­ti­tio­nen mit Abstand auf Platz eins. Der US-Ver­tei­di­gungs­haus­halt soll im ver­gan­ge­nen Jahr bei 643,3 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (570,4 Mil­li­ar­den Euro) und damit weit vor auf­stre­ben­den Mili­tär­mäch­ten wie Chi­na und Sau­di-Ara­bi­en gele­gen haben.

Peking kam laut IISS-Exper­ten auf 168,2 und Riad auf 82,9 Mil­li­ar­den Dol­lar (149,1 bezie­hungs­wei­se 73,5 Mil­li­ar­den Euro). Mit 63,1 Mil­li­ar­den Dol­lar (55,9 Mil­li­ar­den Euro) belief sich Mos­kaus Ver­tei­di­gungs­haus­halt 2018 auf weni­ger als ein Zehn­tel von dem der USA.

Mehr zum The­ma — Frie­dens­for­scher : NATO-Mili­tär­aus­ga­ben auf Höchst­stand wäh­rend Mos­kau Aus­ga­ben um 20 Pro­zent senkt

Deutsch­land gab dem Bericht zufol­ge 45,7 Mil­li­ar­den Dol­lar (40,5 Mil­li­ar­den Euro) für die Rüs­tung aus. Das Mili­tär­bud­get der euro­päi­schen NATO-Län­der beträgt ins­ge­samt 264 Mil­li­ar­den Dol­lar (234,1 Mil­li­ar­den Euro).

Man sol­le die Zah­len aller­dings nicht als Argu­ment neh­men, die Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben in Euro­pa wie­der zu redu­zie­ren, sag­te der IISS-Exper­te François Heis­bourg auf der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz.

Die Rus­sen bekom­men viel Schlag­kraft aus dem Geld, das sie inves­tie­ren”, zitie­ren deut­sche Medi­en Heis­bourg. In Euro­pa sei dies nicht unbe­dingt der Fall.

Zuvor hat­te der US-Bot­schaf­ter in Deutsch­land, Richard Grenell, die Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben Deutsch­lands in Höhe von 1,5 Pro­zent des BIP als unge­nü­gend kri­ti­siert. “Russ­land steht vor der Haus­tür”, sag­te er gegen­über der Welt am Sonn­tag. Man müs­se die NATO daher wei­ter stär­ken.

In einem Gespräch mit Sput­nik wies der Frie­dens­for­scher Lühr Hen­ken die­sen Argu­ment zurück. “Man unter­stellt, dass Russ­land irgend­wel­che Plä­ne aus­heckt, um West­eu­ro­pa oder das Bal­ti­kum oder NATO-Gebiet anzu­grei­fen. Die­se Begrün­dung ist falsch und eine Erfin­dung. Die rus­si­sche Sei­te ist im kon­ven­tio­nel­len Bereich wesent­lich schwä­cher als die NATO”, sag­te Hen­ken. 

Mehr zum The­ma — Grenell-Inter­view in der WamS : Wenn der Pro­kon­sul zum Pro­vinz­volk spricht

Die NATO habe rund zwei- bis drei­mal so viel an kon­ven­tio­nel­len Kräf­ten zur Ver­fü­gung wie Russ­land, sodass für die rus­si­sche Sei­te ein Angriff “Selbst­mord” wäre. “Die Begrün­dung ist eine Lüge”, so der Exper­te und Frie­dens­ak­ti­vist.

Stol­ten­berg : “Wir haben uns geei­nigt, dass Russ­land schuld ist”

Neue rus­si­sche Rake­ten bedro­hen Mün­chen, behaup­te­te der NATO-Gene­ral­se­kre­tär Jens Sol­ten­berg am Frei­tag auf der 55. Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz. Das erklär­te er als Bei­spiel im Zusam­men­hang mit dem Vor­wurf, Russ­land ver­let­ze mit neu­en Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten den INF-Ver­trag.

Stol­ten­berg behaup­te­te außer­dem, Mos­kau sen­ke damit die Schwel­le zum Nukle­ar­krieg. Russ­lands Prä­si­dent Wla­di­mir Putin habe 2007 in Mün­chen ange­kün­digt, aus dem INF-Ver­trag zu den ato­ma­ren Mit­tel­stre­cken­ra­ke­ten aus­stei­gen zu wol­len. “Wir haben uns geei­nigt, dass Russ­land den Ver­trag bricht”, sag­te Stol­ten­berg.

Es gebe immer mehr rus­si­sche Rake­ten in Euro­pa, nicht US-ame­ri­ka­ni­sche, sag­te Stol­ten­berg wei­ter. Die NATO wer­de für die not­wen­di­ge Abschre­ckung sor­gen, erklär­te er wei­ter.

Mehr zum The­ma — Russ­land : Mos­kau wird sich nicht auf ein Wett­rüs­ten mit den USA ein­las­sen

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Katalanen lassen Sánchez fallen : Spanien steht wieder vor Neuwahl


Mit hän­gen­dem Kopf ver­lässt Pedro Sán­chez am Mitt­woch das spa­ni­sche Par­la­ment. Nach der Abstim­mungs­nie­der­la­ge über sei­nen Haus­halt blei­ben dem Regie­rungs­chef wohl nur noch Neu­wah­len als Aus­weg. Die kata­la­ni­schen Unab­hän­gig­keits­par­tei­en, auf deren Unter­stüt­zung die Min­der­heits­re­gie­rung der PSOE im Par­la­ment ange­wie­sen ist, stimm­ten am Mitt­woch mit den Kon­ser­va­ti­ven und den Libe­ra­len gegen den Haus­halts­plan der Regie­rung. Damit wird Sán­chez die eigent­lich im Juni 2020 fäl­li­ge Par­la­ments­wahl Berich­ten zufol­ge vor­zie­hen müs­sen – und ver­mut­lich schon im Früh­ling zu den Urnen rufen.

Mög­li­che Ter­mi­ne sei­en der 14. oder der 28. April, spe­ku­lier­ten Medi­en.

Die Legis­la­tur ist mit dem Haus­halt gestor­ben”, kom­men­tier­te die kata­la­ni­sche Zei­tung El Periód­ico.

Sán­chez wer­de sich am Frei­tag im Rah­men des Minis­ter­ra­tes zu sei­nen Plä­nen und dem Wahl­da­tum äußern, berich­te­ten Medi­en unter Beru­fung auf Regie­rungs­krei­se. Der Regie­rungs­chef hat­te nach der Bud­get­abstim­mung wort­los das Par­la­ment ver­las­sen.

Kata­la­nen woll­ten Gegen­leis­tung für ihre Stim­men

Sán­chez hat­te es zuvor abge­lehnt, For­de­run­gen der sepa­ra­tis­ti­schen Par­tei­en aus der Kon­flikt-Regi­on im Nord­os­ten Spa­ni­ens nach­zu­ge­ben. Die­se woll­ten als Gegen­leis­tung für ihre Stim­men unter ande­rem errei­chen, dass der Regie­rungs­chef sich gegen das Gerichts­ver­fah­ren gegen die kata­la­ni­schen Sepa­ra­tis­ten­füh­rer aus­spricht.

Zwölf ehe­ma­li­ge Poli­ti­ker und Akti­vis­ten müs­sen sich seit Diens­tag im Zusam­men­hang mit dem Unab­hän­gig­keits­re­fe­ren­dum vom Okto­ber 2017 in Madrid vor dem Obers­ten Gericht unter ande­rem wegen Rebel­li­on ver­ant­wor­ten. Ihnen dro­hen lang­jäh­ri­ge Haft­stra­fen. Die Sepa­ra­tis­ten betrach­ten den Pro­zess als “Far­ce” und die Ange­klag­ten, die größ­ten­teils seit mehr als einem Jahr in Haft sind, als “poli­ti­sche Gefan­ge­ne”.

Zudem woll­ten die kata­la­ni­schen Par­tei­en ERC und PDe­CAT Sán­chez’ Zustim­mung zu einem Dia­log mit Ver­mitt­lern über mehr Selbst­be­stim­mungs­rech­te in der Regi­on. Kri­ti­ker hat­ten erklärt, Sán­chez sei zu einer “Gei­sel” der Kata­la­nen gewor­den. Bis zuletzt habe es inten­si­ve Ver­hand­lun­gen der lin­ken Kräf­te mit den Sepa­ra­tis­ten gege­ben. “Aber es war alles umsonst”, schrieb die Zei­tung El País.

Der 46-Jäh­ri­ge war im ver­gan­ge­nen Juni nach einem Miss­trau­ens­vo­tum gegen sei­nen kon­ser­va­ti­ven Vor­gän­ger Maria­no Rajoy unter ande­rem mit den Stim­men der kata­la­ni­schen Sepa­ra­tis­ten­par­tei­en ins Amt gekom­men. Damals hat­te er durch­bli­cken las­sen, in abseh­ba­rer Zeit eine Neu­wahl anzu­set­zen, was er jedoch bis­her ver­mie­den hat­te.

Ultra­rech­te Par­tei Vox könn­te etwa 13 Pro­zent bei den Wah­len holen

Erst am Sonn­tag waren Zehn­tau­sen­de dem Auf­ruf der kon­ser­va­ti­ven Volks­par­tei PP, der libe­ra­len Ciu­da­da­nos und der rechts­po­pu­lis­ti­schen Vox gefolgt und hat­ten in Madrid für eine Neu­wahl und die Ein­heit Spa­ni­ens demons­triert. Das Mot­to der Ver­an­stal­tung hieß : “Für ein ver­ein­tes Spa­ni­en : Wah­len jetzt!”

Umfra­gen zufol­ge könn­te Vox der­zeit bei einer Abstim­mung auf etwa 13 Pro­zent der Stim­men kom­men. Sie könn­te damit als ers­te ultra­rech­te Par­tei seit dem Ende der Fran­co-Dik­ta­tur vor mehr als 40 Jah­ren ins spa­ni­sche Par­la­ment ein­zie­hen.

Zuletzt gab es in Spa­ni­en Ende 2015 und im Som­mer 2016 Par­la­ments­wah­len – gleich zwei Mal inner­halb von sechs Mona­ten. Wegen einer star­ken Stim­men­zer­split­te­rung war das Land den­noch fast ein Jahr lang ohne regu­lä­re Regie­rung. Anschlie­ßend hielt die schwa­che kon­ser­va­ti­ve Regie­rung Rajoys nur gut ein­ein­halb Jah­re, bis Sán­chez sei­nen Wider­sa­cher aus dem Mon­cloa-Palast hol­te.

(dpa/rt deutsch)

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Wieder einmal : Die SPD fordert Abzug der US-Atombomben aus Deutschland


In der “Gro­ßen Koali­ti­on” von Uni­on und SPD bahnt sich offen­bar ein Streit über die in Deutsch­land sta­tio­nier­ten US-ame­ri­ka­ni­schen Atom­waf­fen ab. Wie das Wall Street Jour­nal berich­tet, for­dert die SPD den Abzug die­ser Waf­fen. Der­zeit sol­len 20 Atom­bom­ben der USA auf dem Flie­ger­horst Büchel in Rhein­land-Pfalz gela­gert wer­den.

Dem­nach haben die Sozi­al­de­mo­kra­ten eine Kom­mis­si­on ein­ge­setzt, die die Posi­tio­nen der Par­tei in Fra­gen der Außen- und Sicher­heits­po­li­tik neu bestim­men soll. Auch das aus dem Kal­ten Krieg stam­men­de Kon­zept der “nuklea­ren Teil­ha­be”, das im Fall einer sowje­ti­schen Atta­cke den Abwurf US-ame­ri­ka­ni­scher Bom­ben durch bun­des­deut­sche Kampf­flug­zeu­ge vor­sah, sol­le neu bewer­tet wer­den. 

Nach Anga­ben des Wall Street Jour­nal sag­te Rolf Müt­zenich, stell­ver­tre­ten­der SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der, nach einer Sit­zung des Par­tei­vor­stands am Mon­tag, dass nuklea­re Teil­ha­be nicht unbe­dingt bedeu­ten müs­se, Atom­waf­fen auf dem eige­nen Ter­ri­to­ri­um zu haben. Ralf Steg­ner, stell­ver­tre­ten­der Par­tei­vor­sit­zen­der, bekräf­tigt, dass die nuklea­re Teil­ha­be nicht mehr den Anfor­de­run­gen der Zeit genü­ge. 

Steg­ner ergänz­te, dass er eine Zustim­mung sei­ner Par­tei zum Kauf von F/A-18-Kampf­flug­zeu­gen für extrem unwahr­schein­lich hal­te. Ein sol­cher Kauf wäre für das Auf­recht­erhal­ten der nuklea­ren Teil­ha­be essen­ti­ell. Die der­zeit für den Ein­satz von Kern­waf­fen geeig­ne­ten Tor­na­do-Jagd­bom­ber dürf­ten in den nächs­ten Jah­ren aus­ge­mus­tert wer­den.

Nach Auf­fas­sung Steg­ners wird der stei­gen­de Druck der USA auf Deutsch­land zu einer Grund­satz­de­bat­te über Atom­waf­fen und Rüs­tungs­aus­ga­ben füh­ren, wie es sie seit dem Jahr 1982 nicht mehr gege­ben hat­te. Bereits heu­te zei­gen sich in die­ser Fra­ge die Bruch­li­ni­en der Koali­ti­on. Die Uni­on will an der nuklea­ren Teil­ha­be fest­hal­ten. Ein Spre­cher von Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel erklär­te, dass die Regie­rung die “defen­si­ve Nukle­ar-Stra­te­gie der NATO” wei­ter­hin voll unter­stüt­ze. Die Uni­on ist auch eher bereit als die SPD, den For­de­run­gen der USA nach höhe­ren Rüs­tungs­aus­ga­ben ent­ge­gen­zu­kom­men.

Für die SPD zeich­net sich mit der Rüs­tungs­fra­ge nicht nur ein mög­li­cher Grund für den Aus­stieg aus der unge­lieb­ten Koali­ti­on ab, son­dern auch ein viel­ver­spre­chen­des The­ma für den dann wahr­schein­li­chen Wahl­kampf. Die Ver­su­che der Par­tei, sich mit sozia­len The­men zu pro­fi­lie­ren, waren zuletzt nur bedingt erfolg­reich.

Aller­dings ist die For­de­rung nach einem Abzug der US-Atom­bom­ben nicht neu. Bereits im Wahl­kampf 2009 for­der­te der dama­li­ge SPD-Kanz­ler­kan­di­dat und Außen­mi­nis­ter Frank-Wal­ter Stein­mei­er einen sol­chen Abzug. Danach ver­lor der heu­ti­ge Bun­des­prä­si­dent das The­ma aller­dings wie­der aus den Augen.

Im sel­ben Jahr 2009 schrieb die schwarz-gel­be Koali­ti­on auf Betrei­ben von Gui­do Wes­ter­wel­le den Abzug sogar in ihren Koali­ti­ons­ver­trag, ohne dass die dama­li­ge Regie­rung sich ernst­haft dafür ein­setz­te. Der dama­li­ge Minis­te­ri­al­di­ri­gent im Kanz­ler­amt und Mer­kel-Ver­trau­te Chris­toph Heus­gen nann­te die For­de­rung gegen­über NATO-Diplo­ma­ten sinn­los. 

Dass die SPD mit ihrer For­de­rung nach dem Abzug der Bom­ben ernst­macht, wenn sie nach even­tu­el­len Neu­wah­len wie­der in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung kommt, ist noch lan­ge nicht gesagt. Schließ­lich war sie seit 1998 nur vier Jah­re nicht an der Regie­rung betei­ligt. Ein Bom­ben­the­ma für den Wahl­kampf könn­ten die Sozi­al­de­mo­kra­ten mit dem Atom­waf­fen­ab­zug den­noch gefun­den haben — bei einer For­sa-Umfra­ge spra­chen sich im Jahr 2016 gan­ze 85 Pro­zent der Deut­schen für den Abzug der Atom­waf­fen aus.

Mehr zum The­ma — War­um wol­len die USA den INF-Ver­trag auf­kün­di­gen ?

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Erde wird wieder grüner — China und Indien wichtigste Akteure


Über einen Zeit­raum von fast 20 Jah­ren haben For­scher die Vege­ta­ti­on von ein­zel­nen Erd­ge­bie­ten von Satel­li­ten der US-Raum­fahrt­agen­tur NASA aus täg­lich ver­mes­sen und die­se Daten im Rah­men einer Stu­die ana­ly­siert. Die Ergeb­nis­se über­rasch­ten die Wis­sen­schaft­ler posi­tiv : In die­ser Zeit­span­ne ver­grö­ßer­te sich der Pflan­zen­be­stand unse­rer Erde um eine Grö­ße, die mit der Flä­che des gan­zen Ama­zo­nas-Regen­wal­des zu ver­glei­chen ist. Der füh­ren­de Bei­trag zur Rege­ne­ra­ti­on des glo­ba­len Pflan­zen­wuch­ses geht auf das Kon­to Chi­nas, gefolgt von Indi­en. Bei­de Natio­nen sind in ehr­gei­zi­gen Land­wirt­schafts­pro­jek­ten zur Wal­d­er­hal­tung, Auf­fors­tung und Getrei­de­an­bau seit der Jahr­tau­send­wen­de weit fort­ge­schrit­ten.

Neben der opti­mis­ti­schen Dyna­mik in Asi­en mach­ten die For­scher auch auf die besorg­nis­er­re­gen­den Ent­wick­lun­gen in tro­pi­schen Regio­nen wie Bra­si­li­en und Indo­ne­si­en auf­merk­sam. Sie warn­ten davor, dass die andau­ern­de Abhol­zung ein­zig­ar­ti­ger Regen­wäl­der die Arten­viel­falt ihrer Flo­ra und Fau­na ernst­haft aufs Spiel set­ze.

Die Ergeb­nis­se der Stu­die sind im Online-Maga­zin Natu­re Sustai­na­bi­li­ty abruf­bar.

Mehr zum The­ma — Bra­si­li­en will “unpro­duk­ti­ven Ama­zo­nas” ent­wi­ckeln

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Israel und Tschad nehmen diplomatische Beziehungen wieder auf


In Isra­el wur­de dies als außen­po­li­ti­scher Erfolg Netan­ja­hus vor der Par­la­ments­wahl im April gewer­tet. Netan­ja­hu sprach vor sei­ner Abrei­se von einem “his­to­ri­schen und wich­ti­gen Durch­bruch”. “Dies ist Teil der Revo­lu­ti­on, die wir in der ara­bi­schen und isla­mi­schen Welt voll­zie­hen”, sag­te er. Wei­te­re Län­der wür­den fol­gen. Der Iran und die Paläs­ti­nen­ser hät­ten ver­geb­lich ver­sucht, die Wie­der­auf­nah­me der Bezie­hun­gen zum Tschad zu blo­ckie­ren, sag­te er.

Déby hat­te Isra­el im Novem­ber über­ra­schend besucht. Mit Netan­ja­hu sprach er über einen gemein­sa­men Kampf gegen Ter­ror sowie eine stär­ke­re Zusam­men­ar­beit bei­der Län­der in den Berei­chen Land­wirt­schaft, Grenz­schutz, Tech­no­lo­gie, Solar­ener­gie, Was­ser­ver­sor­gung und Gesund­heit.

Der Tschad ist ein Land mit mus­li­mi­scher Mehr­heit. Isra­el hat­te den ers­ten Besuch eines Prä­si­den­ten des afri­ka­ni­schen Lan­des als his­to­risch und “diplo­ma­ti­schen Durch­bruch” ein­ge­stuft.

Netan­ja­hu hat Afri­ka seit 2016 bereits drei­mal besucht. Er stärk­te die Bezie­hun­gen zu meh­re­ren afri­ka­ni­schen Län­dern, unter ande­rem Ugan­da, Kenia, Ruan­da und Äthio­pi­en.

Der seit Anfang der 1990er Jah­re amtie­ren­de Déby regiert das unter ande­rem an Liby­en, Niger und den Sudan gren­zen­de Land mit har­ter Hand. Bei der Bekämp­fung des isla­mis­ti­schen Ter­ro­ris­mus in Nige­ria und der Sahel-Zone ist der Tschad ein wich­ti­ger Ver­bün­de­ter des Wes­tens. Mit sei­nen rund 14 Mil­lio­nen Ein­woh­nern gehört der Staat einem UN-Index zufol­ge zu den drei ärms­ten Län­dern der Welt. (dpa)

Mehr zum The­ma — Neue Bünd­nis­se : Oman gibt Luft­raum für israe­li­sche Maschi­nen frei

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Friedrich Merz arbeitet wieder für Blackrock


Lan­ge hat sei­ne Rück­kehr in die „gro­ße Poli­tik“ nicht gedau­ert : Der ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de der Uni­ons­frak­ti­on im Bun­des­tag, Fried­rich Merz, arbei­tet wie­der als Auf­sichts­rats­chef beim Finanz­un­ter­neh­men Black­rock. Damit könn­ten sich die Hoff­nun­gen eini­ger CDU-Poli­ti­ker zer­streu­en, dass Merz künf­tig eine tra­gen­de Rol­le inner­halb der Par­tei über­nimmt.
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Sahra Wagenknecht macht kurzen Prozess mit DB-Führungsriege : Wir brauchen wieder eine Bürgerbahn !


Sah­ra Wagen­knecht, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Links­par­tei, hat eine völ­li­ge Neu­aus­rich­tung der Deut­schen Bahn gefor­dert. In einem Pres­se­state­ment erklär­te Wagen­knecht am Diens­tag, es sei eine gute Nach­richt, dass sich die chro­ni­schen Ver­spä­tun­gen der Bahn bis in die Poli­tik her­um­ge­spro­chen hät­ten.

Die Pro­ble­me der Bahn sei­en Fol­ge einer Fehl­aus­rich­tung und unzu­rei­chen­der Inves­ti­tio­nen. Die Deut­sche Bahn müs­se völ­lig neu aus­ge­rich­tet wer­den. Sie sol­le kei­ne Divi­den­den für mög­li­che Kapi­tal­an­le­ger erwirt­schaf­ten, son­dern Men­schen trans­por­tie­ren.

Auch in Hin­blick auf die Umwelt sei der Zustand der Bahn ein Pro­blem. Wagen­knecht nann­te die Umwelt­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung inkon­sis­tent und “zum Weg­lau­fen”. Einer­seits wür­den Fahr­ver­bo­te ver­hängt, ande­rer­seits Pend­ler durch das Still­le­gen von Bahn­stre­cken und die unpünkt­li­chen Züge ins Auto gezwun­gen.

Als Vor­bild nann­te Wagen­knecht die Schwei­ze­ri­schen Bun­des­bah­nen SBB. Die­se funk­tio­nie­re als Staats­bahn deut­lich bes­ser als die wie ein Pri­vat­un­ter­neh­men betrie­be­ne Deut­sche Bahn. Die Inves­ti­tio­nen der Schweiz in das Schie­nen­netz sei­en um ein viel­fa­ches höher als in Deutsch­land. Des­halb gebe es dort kaum Ver­spä­tun­gen.

Wagen­knecht hat­te ein ver­gif­te­tes Lob für Ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er. Die­ser habe rich­tig erkannt, dass eine Aus­schrei­bung der LKW-Maut kei­nen Sinn habe und der Betrieb durch den Staat wirt­schaft­li­cher sei. Dies sei für einen CSU-Poli­ti­ker beacht­lich.

Pri­va­ti­sie­rung räche sich, so Wagen­knecht, und nann­te als wei­te­res Bei­spiel die Flug­hä­fen. Dort sei die Nied­rig­lohn­po­li­tik der Sicher­heits­dienst­leis­ter ver­ant­wort­lich für die Streiks.

Mit ihrer For­de­rung, die Deut­sche Bahn wie­der wie eine Behör­de zu füh­ren, ste­hen Wagen­knecht und die Die Lin­ke der­zeit allein. FDP und Grü­ne for­dern eine Zer­schla­gung der Bahn in ein Unter­neh­men für den Zug­be­trieb sowie einen Infra­struk­tur­be­trieb für Schie­nen­netz und Bahn­hö­fe, also eher mehr Pri­va­ti­sie­rung als weni­ger. Auch in der CDU gibt es für die­sen Ansatz Sym­pa­thi­en. 

Nach einem Tref­fen mit der Bahn­spit­ze ver­kün­de­te Ver­kehrs­mi­nis­ter Scheu­er am Don­ners­tag­mor­gen ein Maß­nah­men­pa­ket zur Ver­bes­se­rung der Pünkt­lich­keit. So sol­len etwa auf stark befah­re­nen Stre­cken sich auf das Gesamt­netz aus­wir­ken­de Eng­päs­se durch bes­se­res Manage­ment ver­rin­gert wer­den. Dane­ben sol­len Züge schnel­ler gewar­tet und Kun­den bes­ser infor­miert wer­den.

Die meis­ten der ver­kün­de­ten Maß­nah­men sind schon län­ger bekannt, etwa die geplan­te Ein­stel­lung von 22.000 zusätz­li­chen Mit­ar­bei­tern in die­sem Jahr und der Neu­bau und die Erwei­te­rung von War­tungs­zen­tren. Den­noch zeig­te sich Scheu­er zufrie­den. Der Minis­ter kün­dig­te vage Inves­ti­tio­nen in das Stre­cken­netz an : “Wir haben den poli­ti­schen Wil­len, in die Infra­struk­tur mas­siv zu inves­tie­ren.”

Mehr zum The­ma — Brand­brief vom Chef : Die Deut­sche Bahn steckt tief in der Kri­se

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Daten-Leak-Fall : Verdächtiger wieder auf freiem Fuß – Ärger über Äußerungen als Motiv


Rund 1.000 Poli­ti­ker und Pro­mi­nen­te sind von die­sem Daten-Dieb­stahl betrof­fen. Fünf Tage nach dem mas­si­ven Online-Angriff, bei dem per­sön­li­che Daten und Fotos der Betrof­fe­nen ver­öf­fent­licht wur­den, wur­de nun bekannt, dass die Ermitt­ler einen jun­gen Mann fest­ge­nom­men haben. Der 20-Jäh­ri­ge wur­de aber wie­der frei­ge­las­sen. Nach einem umfas­sen­den Geständ­nis wur­de er wegen feh­len­der Haft­grün­de am Mon­tag­abend wie­der auf frei­en Fuß gesetzt. Für Her­an­wach­sen­de gel­ten beson­ders hohe Anfor­de­run­gen für die Anord­nung der Unter­su­chungs­haft.

Ver­däch­ti­ger – sehr com­pu­teraf­fin, aber kein Infor­ma­ti­ker

In einer Ver­neh­mung habe er Ärger über Äuße­run­gen sei­ner Opfer als Motiv für sei­ne Taten genannt. Das teil­te Ober­staats­an­walt Georg Unge­fuk, der Spre­cher der Zen­tral­stel­le zur Bekämp­fung der Inter­net­kri­mi­na­li­tät (ZIT) der Gene­ral­staats­an­walt­schaft Frank­furt am Main, am Diens­tag bei der Pres­se­kon­fe­renz zu die­sem Fall in Wies­ba­den mit. Zudem habe der Tat­ver­däch­ti­ge erklärt, dass er allein gehan­delt habe. Die bis­he­ri­gen Ermitt­lun­gen hät­ten kei­ne Hin­wei­se auf eine Betei­li­gung wei­te­rer mut­maß­li­cher Täter erge­ben, ergänz­te Unge­fuk.

Die not­wen­di­gen Kennt­nis­se zum Aus­spä­hen sei­ner Opfer im Inter­net habe sich der 20-Jäh­ri­ge selbst bei­gebracht. Der Beschul­dig­te sei sehr com­pu­teraf­fin, ver­fü­ge aber über kei­ne ent­spre­chen­de Aus­bil­dung, etwa als Infor­ma­ti­ker, sag­te Unge­fuk wei­ter. Der Mann habe viel Zeit damit ver­bracht, sich am PC bestimm­te Kennt­nis­se anzu­eig­nen. Dem 20-Jäh­ri­gen sei es durch eine “aus­ge­klü­gel­te Vor­ge­hens­wei­se” gelun­gen, die Daten aus­zu­spä­hen. Es habe nicht nur eine, son­dern meh­re­re Aus­späh­ak­tio­nen gege­ben, vor allem im Jahr 2018. Zudem habe er Daten aus öffent­lich zugäng­li­chen Quel­len zusam­men­ge­tra­gen.

Kei­ne Hin­wei­se auf poli­ti­sche Moti­va­ti­on für die Taten

Das grund­sätz­li­che Com­pu­ter-Inter­es­se und Zeit sei­en die Fak­to­ren, die bewirk­ten, dass vie­le jun­ge Leu­te ohne Infor­ma­tik-Aus­bil­dung sich sol­che Kennt­nis­se aneig­nen und ent­spre­chend im Inter­net agie­ren könn­ten, sag­te Unge­fuk. Der ver­däch­ti­ge 20-Jäh­ri­ge soll über das inzwi­schen gesperr­te Twit­ter-Kon­to @_0rbit im Dezem­ber zahl­rei­che per­sön­li­che Daten von Poli­ti­kern und Pro­mi­nen­ten als eine Art Advents­ka­len­der ver­öf­fent­licht haben. Etwa 50 Fäl­le sei­en schwer­wie­gen­der, weil grö­ße­re Daten­pa­ke­te mit Pri­vat­da­ten, Fotos und Kor­re­spon­denz ver­öf­fent­licht wur­den.

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Der 20-Jäh­ri­ge war nach der Durch­su­chung sei­ner Woh­nung am Sonn­tag fest­ge­nom­men wor­den. Er ist nach Anga­ben der Sicher­heits­be­hör­den Schü­ler und wohnt bei sei­nen Eltern. Ermit­telt wird nun wegen des Ver­dachts der Aus­spä­hung von Daten und der unbe­rech­tig­ten Ver­öf­fent­li­chung die­ser Infor­ma­tio­nen. Bei den Durch­su­chun­gen habe es kei­ne Hin­wei­se auf eine poli­ti­sche Moti­va­ti­on für die Taten gege­ben. Die­se Fra­ge sei aber nach Anga­ben der Behör­den noch nicht abschlie­ßend geklärt.

(dpa/rt deutsch)

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Tatverdächtiger im Fall Peggy wieder auf freiem Fuß


Wie es in der Mit­tei­lung wei­ter heißt, ver­nein­te das Gericht einen drin­gen­den Tat­ver­dacht, da das wider­ru­fe­ne Teil­ge­ständ­nis nicht mehr gegen den Beschul­dig­ten ver­wen­det wer­den kön­ne.

Die Spu­ren am Abla­ge­ort der Lei­che Peg­gys begrün­de­ten kein Tötungs­de­likt. Die Staats­an­walt­schaft kün­dig­te an, den Beschluss des Gerichts ein­ge­hend zu über­prü­fen und danach zu ent­schei­den, ob eine Beschwer­de dage­gen ein­ge­legt wer­den soll.

Der Anwalt des 41-Jäh­ri­gen hat­te Beschwer­de gegen den Haft­be­fehl ein­ge­legt. Es gebe kei­nen Beweis für die Betei­li­gung sei­nes Man­dan­ten an der Tötung, hat­te Anwalt Jörg Merin­ger gesagt.

Die neun­jäh­ri­ge Peg­gy war 2001 auf dem Heim­weg von der Schu­le ver­schwun­den. Im Juli 2016 wur­den Tei­le ihres Ske­letts in einem Wald bei Roda­cher­brunn im thü­rin­gi­schen Saa­le-Orla-Kreis gefun­den, knapp 20 Kilo­me­ter von Peg­gys Hei­mat­ort Lich­ten­berg in Bay­ern ent­fernt. (dpa)

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Wieder spektakulärer Fund bei Pompeji : Pferd mit militärischem Zaumzeug entdeckt


Es sei das drit­te Pferd, das in dem Stall des Anwe­sens ent­deckt wur­de, erklär­te die Aus­gra­bungs­stät­te. Im Mai war es Archäo­lo­gen dort gelun­gen, mit einem plas­ti­schen Gips­ab­druck den kom­plet­ten Kör­per eines Pfer­des nach­zu­for­men. Dafür wur­de der Hohl­raum, den das Tier in dem erhär­te­ten Gestein hin­ter­las­sen hat, mit Gips aus­ge­füllt.

In den ver­gan­ge­nen Mona­ten hat es meh­re­re spek­ta­ku­lä­re Fun­de am Ort der anti­ken Stadt gege­ben, die beim Aus­bruch des Vul­kans 79 nach Chris­tus unter einer Asche­schicht begra­ben und somit weit­ge­hend kon­ser­viert wur­de. Pom­pe­ji zieht Jahr für Jahr Mil­lio­nen von Tou­ris­ten an.

(dpa)

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