Israelischer Präsident : Netanjahu soll es (wieder) richten


Ben­ja­min Netan­ja­hu ist der alte und neue Minis­ter­prä­si­dent Isra­els, nach­dem ihn Prä­si­dent Reu­ven Riv­lin offi­zi­ell mit der Regie­rungs­bil­dung betraut hat. Mit nun über 13 Jah­ren Amts­zeit hat Netan­ja­hu auch Geschich­te geschrie­ben : Er wird somit län­ger im Amt sein als der legen­dä­re Mit-Staats­grün­der und ers­te Minis­ter­prä­si­dent David Ben-Gur­i­on. Zwar hinkt er aktu­ell noch etwas mit der Anzahl Tage hin­ter­her (am 18.4.2019 : 4.780 Tage im Amt, gegen­über ins­ge­samt 4.872 von Ben-Gur­i­on), wird die­se Zahl aber durch das neue Man­dat wohl über­schrei­ten.

Dass Prä­si­dent Riv­lin mit die­ser Ent­schei­dung nicht ganz glück­lich ist, zeig­te er bei der Bestä­ti­gung des Regie­rungs­man­dats über Twit­ter :

Das war ein har­ter Wahl­kampf. Din­ge wur­den gesagt, die man nicht hät­te sagen sol­len, von allen Sei­ten. Nicht in einem demo­kra­ti­schen Staat und nicht in einem Jüdi­schen Staat. Die Eiser­ne Mau­er soll­te zwi­schen uns und unse­ren Fein­den sein, nicht inner­halb unse­res eige­nen Hau­ses, nicht zwi­schen uns. ‘Wir und sie’ ist vor­bei. Ab jetzt gibt es nur noch ‘wir’. Jetzt ist es an der Zeit, damit auf­zu­hö­ren, ’sie’ zu bekämp­fen, und den Glau­ben an ‘uns’ wie­der­zu­er­lan­gen. … Alle Par­tei­en in der Knes­set sind dafür ver­ant­wort­lich, und Sie, Herr Minis­ter­prä­si­dent, tra­gen dafür die Ver­ant­wor­tung.

Die­ser Wunsch nach gesell­schaft­li­cher, nicht nur par­tei­li­cher Einig­keit wird in Isra­el lei­der ein from­mer Wunsch blei­ben, und das weiß Reu­ven Riv­lin auch. Schon vor fünf Jah­ren kri­ti­sier­te er mit außer­ge­wöhn­li­cher Schär­fe den Ras­sis­mus, den Hass und die Gewalt in Isra­el, indem er sich zur Äuße­rung ver­lei­ten ließ :

Es ist an der Zeit, um ehr­lich zuzu­ge­ben, dass die israe­li­sche Gesell­schaft krank ist. Und ist es unse­re Pflicht, die­se Krank­heit zu behan­deln.

Auch der ehe­ma­li­ge Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Mosche Jaa­lon, der wahr­lich nicht als Frie­dens­tau­be bezeich­net wer­den kann, erklär­te bei sei­nem Rück­tritt aus der Regie­rung von Ben­ja­min Netan­ja­hu vor drei Jah­ren, dass “Extre­mis­ten Isra­el über­nom­men haben”. Gemeint sind damit Poli­ti­ker wie Avigdor Lie­ber­man, Nafta­li Ben­nett, Mosche Feig­lin, Bezal­el Smotrich, Ben­zi Gopstein und eine gan­ze Rei­he ande­rer, deren Namen – und wofür sie ein­ste­hen – in den Medi­en hier­zu­lan­de über­haupt nicht genannt wer­den.

Dabei sind gera­de sie die soge­nann­ten Königs­ma­cher, die Netan­ja­hu erst die­se Rekord­amts­zeit ermög­licht haben und natür­lich von ihm kon­kre­te Gegen­leis­tun­gen erwar­ten wer­den. Kon­sens aller Par­tei­en auf dem rech­ten Flü­gel ist, dass das bibli­sche Judäa und Sama­ria ohne Wenn und Aber zu Isra­el gehö­ren. Unter­schie­de gibt es ledig­lich in der Fra­ge der Umset­zung und was dabei mit den Paläs­ti­nen­sern gesche­hen soll, da die­ses Gebiet im eigent­lich vor­ge­se­he­nen Staat Paläs­ti­na liegt. Die ultra­or­tho­do­xe Schas-Par­tei kämpft zudem für den Erhalt der Frei­stel­lung ihrer Anhän­ge­rin­nen und Anhän­ger vom obli­ga­to­ri­schen Mili­tär­dienst.

Laut einer von der Tages­zei­tung Haa­retz durch­ge­führ­ten Umfra­ge unter­stüt­zen 42 Pro­zent der Befrag­ten eine Anne­xi­on der besetz­ten paläs­ti­nen­si­schen Gebie­te in der einen oder ande­ren Form. Für eine Zwei-Staa­ten-Lösung kön­nen sich nur noch 34 Pro­zent erwär­men, wäh­rend die Idee einer Ein-Staa­ten-Lösung – ins­be­son­de­re bei den israe­li­schen Paläs­ti­nen­sern – bei jedem Fünf­ten (20 Pro­zent) in Fra­ge käme, aller­dings mit vol­len Bür­ger­rech­ten.

USA prä­sen­tie­ren neue Land­kar­te von Isra­el

Erwar­tet wird im Grun­de das glei­che Ergeb­nis wie bei den syri­schen Golan­hö­hen : Eine Anne­xi­on, die durch die USA poli­tisch legi­ti­miert wer­den soll. Dass dies aber gegen das Völ­ker­recht ver­stößt, inter­es­siert nie­man­den. Unter­des­sen haben sich die USA beeilt, um eine neue Land­kar­te von Isra­el zu ver­öf­fent­li­chen, auf wel­cher bereits der US-Aner­ken­nung israe­li­scher Sou­ve­rä­ni­tät über die Golan­hö­hen Rech­nung getra­gen wird.

Mehr zum The­ma — Frie­den zwi­schen Paläs­ti­nen­sern und Israe­lis à la Trump : Kein Paläs­ti­nen­ser­staat vor­ge­se­hen

RT Deutsch


Macron will Notre-Dame innerhalb von fünf Jahren wieder aufbauen


Wir wer­den han­deln. Und wir wer­den Erfolg haben.” Bereits am Mon­tag­abend nach Aus­bruch des Feu­ers hat­te Macron ver­spro­chen, das goti­sche Bau­werk wie­der auf­zu­bau­en.

Nach der Brand­ka­ta­stro­phe vom Mon­tag­abend hat­te Macron über Frank­reich hin­aus zu Spen­den auf­ge­ru­fen. Pre­mier­mi­nis­ter Édouard Phil­ip­pe rief am Diens­tag eine Minis­ter­run­de zusam­men, um über den Wie­der­auf­bau des aus­ge­brann­ten Got­tes­hau­ses zu bera­ten. Vie­le Län­der boten Hil­fe an — auch in Form von Exper­ti­se für die Restau­rie­rung des Gebäu­des. 

Ers­te Groß­spen­der ste­hen schon bereit : Die Mil­li­ar­därs­fa­mi­lie Bet­ten­court-Mey­ers und der Kos­me­tik­rie­se L’Oréal wol­len 200 Mil­lio­nen Euro geben, wie der Kos­me­tik­kon­zern am Diens­tag mit­teil­te. Zuvor hat­te die Fami­lie von Unter­neh­mer und Mil­li­ar­där Ber­nard Arnault über des­sen Luxus­gü­ter-Kon­zern LVMH ange­kün­digt, sich eben­falls mit 200 Mil­lio­nen Euro an der Rekon­struk­ti­on betei­li­gen zu wol­len. Die Mil­li­ar­därs­fa­mi­lie Pin­ault hat 100 Mil­lio­nen Euro ver­spro­chen.

Mehr zum The­ma — Wie Not­re-Dame zer­brach : Welt­be­kann­te Kathe­dra­le von Flam­men-Infer­no heim­ge­sucht

(dpa)

RT Deutsch


Wieder Stromausfall in Venezuela – wie auf Guaidós Bestellung ?


In Vene­zue­la wur­de in der Nacht von Diens­tag auf Mitt­woch kurz vor Mit­ter­nacht ein wei­te­rer Strom­aus­fall in eini­gen Gebie­ten und aus der Haupt­stadt Cara­cas gemel­det. Die vene­zo­la­ni­sche Oppo­si­ti­on führ­te dies auf einen “Man­gel an War­tung” zurück.

Alles nur ein Zufall ? Immer­hin rief der selbst­er­nann­te “Inte­rims­prä­si­dent” Juan Guai­dó dazu auf, am Mitt­woch gegen den “Zusam­men­bruch der Grund­ver­sor­gung” zu pro­tes­tie­ren, schreibt El Comercio. Der Strom­aus­fall kam also pünkt­lich in der Nacht zu Mitt­woch – wie auf Bestel­lung.

Nicht ver­wun­der­lich daher, dass der Prä­si­dent Vene­zue­las Nicolás Madu­ro die Strom­aus­fäl­le im Land wie­der­um als Sabo­ta­ge­ver­su­che sei­tens der vene­zo­la­ni­schen Oppo­si­ti­on unter Bei­hil­fe der USA wer­te­te.

Erheb­li­ches Stör­po­ten­zi­al

Ein Zusam­men­bruchs des Strom­net­zes hat in der Tat das Poten­zi­al, die gesam­te Grund­ver­sor­gung eines Lan­des lahm­zu­le­gen. Die­ser Strom­aus­fall ist nur der jüngs­te einer gan­zen Rei­he, die sich im zurück­lie­gen­den Monat ereig­ne­ten. Der mas­sivs­te Strom­aus­fall brach am 7. März über das Land her­ein : Er dau­er­te fünf Tage und lähm­te einen gro­ßen Teil der Infra­struk­tur. Inter­net, Tele­fon­lei­tun­gen, die Was­ser­ver­sor­gung und öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel waren betrof­fen.

Ange­sichts eines dro­hen­den Kol­lap­ses rief die Bür­ger­meis­te­rin der boli­va­ri­schen Gemein­de Libertador, Éri­ka Farías Peña, über Twit­ter die Bevöl­ke­rung auf, einen küh­len Kopf zu bewah­ren : “Zu die­sem Zeit­punkt wird über neue Stö­run­gen bei der Strom­ver­sor­gung berich­tet, nicht nur in Cara­cas, son­dern auch in ver­schie­de­nen [ande­ren] Regio­nen des Lan­des. Als ers­tes hier mein Auf­ruf, ruhig zu blei­ben – Ner­ven wie Draht­sei­le!”

Vor­sor­ge macht sich bezahlt

Als Reak­ti­on auf die häu­fi­gen Strom­aus­fäl­le setz­te Madu­ro kürz­lich ein Pro­gramm zur Strom­ra­tio­nie­rung in Kraft, um das Strom­netz zu sta­bi­li­sie­ren – das scheint zu fruch­ten : Inner­halb weni­ger Minu­ten nach der Mel­dung über den Aus­fall wur­de näm­lich berich­tet, dass die Strom­ver­sor­gung all­mäh­lich wie­der­her­ge­stellt wer­de. Um 1:20 Uhr teil­te Farías Pena Auf­nah­men der wie­der intak­ten Stra­ßen- und Innen­be­leuch­tung in Cara­cas. Nach ihrer Infor­ma­ti­on wur­den 16 Gebie­te in der Stadt zu die­sem Zeit­punkt wie­der mit Elek­tri­zi­tät ver­sorgt.

Von der Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Par­tei Vene­zue­las (PSUV) kam eine Erklä­rung, in den Strom­ver­sor­gungs­be­trie­ben wer­de dar­an gear­bei­tet, das Pro­blem zu lösen. Dane­ben wur­de her­vor­ge­ho­ben, dass Kran­ken­häu­ser im Land alter­na­ti­ve Sys­te­me zur Ener­gie­ver­sor­gung ein­ge­rich­tet haben und wäh­rend des Strom­aus­falls auf die­se aus­wei­chen konn­ten, berich­tet Tele­sur.

Mehr zum The­ma – Vene­zo­la­ni­scher Ener­gie­mi­nis­ter : Wie­der­her­stel­lung des Strom­net­zes kann bis zu einem Jahr dau­ern

RT Deutsch


Russischer Aluminiumriese RUSAL nimmt die Lieferungen nach USA und Europa wieder auf


RUSAL hat den Ver­kauf von Pri­mär­al­u­mi­ni­um nach Euro­pa und in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten wie­der auf­ge­nom­men. Die Lie­fe­run­gen befän­den sich auf dem Niveau aus der Zeit vor den US-Sank­tio­nen, so der Vor­stands­vor­sit­zen­de des Unter­neh­mens Ewge­ni Niki­tin. Am Ran­de des jähr­li­chen Wirt­schafts­fo­rums in Kras­no­jarsk sag­te er :

Das gesam­te Volu­men der Alu­mi­ni­um­lie­fe­run­gen nach Euro­pa und in die USA wur­de wie­der auf­ge­nom­men. Die Lie­fe­rung von Legie­run­gen hat das Unter­neh­men bis­her jedoch nicht voll­stän­dig wie­der auf­ge­nom­men, aber wir arbei­ten dar­an.

Laut Niki­tin erhöht RUSAL, einer der größ­ten glo­ba­len Anbie­ter von Alu­mi­ni­um, der­zeit die Lie­fe­run­gen sei­ner Pro­duk­te in alle Export­märk­te, um das Niveau zu errei­chen, das vor der Sank­tio­nie­rung des Unter­neh­mens durch Washing­ton bestand. Der Geschäfts­füh­rer beton­te, dass sein Unter­neh­men im Rah­men neu­er Ver­trä­ge mit japa­ni­schen und US-ame­ri­ka­ni­schen Part­nern neue Lie­fe­run­gen auf­ge­nom­men habe.

Im April 2018 ver­häng­te das US-Finanz­mi­nis­te­ri­um Sank­tio­nen gegen den dama­li­gen Eigen­tü­mer des Unter­neh­mens Oleg Deri­pas­ka und ande­re Fir­men, die unter sei­ner Kon­trol­le stan­den. Dazu gehör­ten die Unter­neh­men En+ und Basic Ele­ment. Die US-Sank­tio­nen ver­bo­ten es US-Unter­neh­men und ihren Part­nern, mit sank­tio­nier­ten Per­so­nen und Fir­men Geschäf­te zu machen.

Im Janu­ar wur­den die Beschrän­kun­gen auf­ge­ho­ben, nach­dem Deri­pas­ka zuge­stimmt hat­te, sei­nen Anteil an En+ von 70 Pro­zent auf 44,95 Pro­zent zu redu­zie­ren. Der Olig­arch bleibt jedoch wei­ter­hin auf der Sank­ti­ons­lis­te und sei­ne Ver­mö­gens­wer­te in den USA blei­ben ein­ge­fro­ren.

Frü­he­ren Berich­ten zufol­ge hat En+, die Mut­ter­ge­sell­schaft des zweit­größ­ten Alu­mi­ni­um­pro­du­zen­ten der Welt, ein US-Audit von RUSAL ein­ge­lei­tet, um zu über­prü­fen, ob das Unter­neh­men die Bedin­gun­gen des zuvor mit Washing­ton abge­schlos­se­nen Sank­ti­ons­ver­trags erfüllt.

RUSAL erwar­tet, sei­ne Pro­duk­ti­on und Inves­ti­tio­nen für das Jahr 2019 bei 3,8 Mil­lio­nen Ton­nen bezie­hungs­wei­se 900 Mil­lio­nen US-Dol­lar sta­bil zu hal­ten, so Niki­tin.

Mehr zum The­ma — EU unter­stützt mög­li­che Auf­he­bung der US-Sank­tio­nen gegen rus­si­sche Unter­neh­men Rusal und En+

RT Deutsch


Disney heuert Regisseur nach Rauswurf wegen Pädophilen-Witzen wieder an


James Gunn, der die ers­ten bei­den Tei­le der Super­hel­den-Rei­he um die Figu­ren Star-Lord, Gamo­ra und Groot insze­niert hat­te, war im Juli 2018 von Dis­ney als vor­ge­se­he­ner Regis­seur von “Guar­di­ans of the Gala­xy 3” gefeu­ert wor­den. Grund waren frü­he­re Tweets, in denen der Fil­me­ma­cher Wit­ze über Pädo­phi­lie und Ver­ge­wal­ti­gun­gen gemacht hat­te. James Gunn ent­schul­dig­te sich damals und erklär­te, er habe pro­vo­zie­ren und Tabus bre­chen wol­len, um Reak­tio­nen zu erzeu­gen.

Die Stars der “Guar­di­ans of the Galaxy”-Reihe um Chris Pratt und Zoe Sald­ana hat­ten sich nach Gunns Raus­wurf zunächst ver­geb­lich für den Regis­seur stark gemacht. Auch eine Peti­ti­on im Inter­net konn­te Dis­ney erst ein­mal nicht umstim­men. Zahl­rei­che Fans freu­ten sich nun im Netz über James Gunns Come­back. (dpa)

Mehr zum The­ma — USA : Dis­ney-Park ver­bie­tet Mann Ein­tritt, der mit Trump-Pla­kat Rut­sche hin­un­ter­fährt

RT Deutsch


Ende des kleinen Höhenflugs : Umfrage sieht SPD wieder bei 15 Prozent


Eine von INSA für Bild durch­ge­führ­te Umfra­ge sieht den kur­zen Höhen­flug der SPD als been­det an. Die Sozi­al­de­mo­kra­ten ver­lie­ren zwei Pro­zent­punk­te und lie­gen mit 15 Pro­zent wie­der deut­lich hin­ter den Grü­nen. Die­se legen zwei Pro­zent­punk­te auf nun 17,5 Pro­zent zu.

Deut­lich stärks­te Kraft ist die Uni­on, die sich um 1,5 Pro­zent­punk­te auf nun­mehr 30,5 Pro­zent ver­bes­sern kann. Die AfD bleibt mit 14,5 Pro­zent sta­bil, eben­so die FDP mit 10 Pro­zent, auf Rang 6 folgt die Lin­ke, die von 10 auf 9 Pro­zent abrutscht.

Der kur­ze Auf­schwung der SPD in den Umfra­gen (INSA sah die Par­tei noch im Febru­ar für zwei Wochen bei 18 Pro­zent) scheint damit vor­bei zu sein. Auch Emnid und For­sa sahen die SPD zuletzt mit Ver­lus­ten. Der zwi­schen­zeit­li­che Auf­schwung war als Reak­ti­on auf die stär­ke­re sozi­al­po­li­ti­sche Pro­fi­lie­rung der Par­tei, etwa beim The­ma Grund­ren­te, gedeu­tet wor­den. Mit dem Abflau­en der Debat­te sin­ken nun auch wie­der die Umfra­ge­wer­te.

Die Uni­on dage­gen scheint von den Ver­su­chen der neu­en CDU-Vor­sit­zen­den Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er zu pro­fi­tie­ren, sich mit einer Aus­rich­tung an kon­ser­va­ti­ven Posi­tio­nen von ihrer Vor­gän­ge­rin abzu­set­zen – und dabei auch wenig Rück­sicht auf die Regeln der poli­ti­schen Kor­rekt­heit zu neh­men. Aller­dings bleibt abzu­war­ten, ob und wie sich die­se Neu­aus­rich­tung in kon­kre­te poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen über­setzt.

Nach den INSA-Zah­len besitzt der­zeit kei­ne mög­li­che Zwei­er­kon­stel­la­ti­on eine Mehr­heit. Aller­dings wäre Schwarz-Grün mit 48 Pro­zent nicht weit davon ent­fernt. Schwarz-Rot käme auf 45,5 Pro­zent. Jamai­ka hät­te mit 58 Pro­zent eine kla­re Mehr­heit.

Mehr zum The­ma — Neue Umfra­ge : Der SPD droht in Bre­men der Macht­ver­lust

RT Deutsch


Interview mit Bürgermeisterin von Caracas zum Stromausfall : “Es kommt immer wieder zu Rückschlägen”


Nach dem mas­si­ven Strom­aus­fall in Vene­zue­la kommt die Wie­der­her­stel­lung der Ver­sor­gung all­mäh­lich vor­an. Es kommt aber immer wie­der zu Rück­schlä­gen. Im Gespräch mit RT führt die Bür­ger­meis­te­rin von Cara­cas Eri­ka Farías dies unter ande­rem auf die Kom­ple­xi­tät des ein­hei­mi­schen Strom­net­zes zurück. Es gäbe schon wie­der in allen 22 Krei­sen der Gemein­de Libertador im Haupt­stadt­di­strikt Cara­cas Elek­tri­zi­tät, aber nicht in vol­lem Umfang.

In den Krei­sen gibt es Orte, in denen die Strom­ver­sor­gung bis heu­te nicht wie­der­her­ge­stellt wor­den ist. Da wir das Strom­netz manu­ell hoch­fah­ren, kommt es zu Strom­aus­fäl­len und zu Schwan­kun­gen im Sys­tem. Momen­tan arbei­tet ein Team dar­an, es wird von unse­rem Prä­si­den­ten und unse­rem Vize­prä­si­den­ten gelei­tet”, so die Bür­ger­meis­te­rin.

Da das Sys­tem kom­plex sei, wer­de man noch mit Rück­schlä­gen kon­fron­tiert. Vom ers­ten Tag des mas­si­ven Black­outs an habe die Stadt­ver­wal­tung dar­an gear­bei­tet, vor allem die Kran­ken­häu­ser direkt mit Strom zu ver­sor­gen.

Zual­ler­erst befüll­ten wir die Strom­ge­ne­ra­to­ren mit Brenn­stoff, weil sie die Abtei­lun­gen ver­sor­gen, die für die Pati­en­ten lebens­wich­tig sind. Dann küm­mer­ten wir uns um die Was­ser­ver­sor­gung der Kran­ken­häu­ser. Nun hel­fen wir den Kran­ken­häu­sern mit Nah­rungs­mit­teln aus und erwei­sen den Pati­en­ten und ihren Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen psy­cho­lo­gi­sche Hil­fe”, sag­te Farías.

Der Bür­ger­meis­te­rin von Cara­cas zufol­ge sei die die Situa­ti­on in Bezug auf die Kran­ken­häu­ser der Gemein­de Libertador bereits unter Kon­trol­le.

Mehr zum The­ma — Vene­zue­la : Tau­sen­de zei­gen Unter­stüt­zung für Madu­ro bei anti­im­pe­ria­lis­ti­schem Marsch

RT Deutsch