Skandal um Ibiza-Video : Kanzler Kurz will FPÖ-Innenminister Kickl loswerden


In Öster­reich wird das Zer­würf­nis zwi­schen der kon­ser­va­ti­ven ÖVP und der rech­ten FPÖ immer tie­fer. Im Zusam­men­hang mit der Video-Affä­re plant Bun­des­kanz­ler Sebas­ti­an Kurz (ÖVP) die Ent­las­sung von FPÖ-Innen­mi­nis­ter Her­bert Kickl, teil­te die Deut­sche Pres­se-Agen­tur am Mon­tag mit.
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Huawei will Anti-Spionage-Verpflichtung unterschreiben, um Streit über 5G-Beteiligung beizulegen


Das chi­ne­si­sche Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men Hua­wei gab am Diens­tag bekannt, es wer­de einen Anti-Spio­na­ge-Pakt mit den EU-Regie­run­gen abschlie­ßen, um Befürch­tun­gen aus­zu­räu­men, Hua­wei könn­te Spio­na­ge betrei­ben. 

Der Vor­stands­vor­sit­zen­de von Hua­wei, Liang Hu : 

Wir sind gewillt ein Nicht-Spio­na­ge-Abkom­men mit Regie­run­gen, ein­schließ­lich der bri­ti­schen Regie­rung, zu unter­zeich­nen, um uns zu ver­pflich­ten, dass unse­re Gerä­te dem Stan­dard der Nicht-Spio­na­ge ohne Hin­ter­tür ent­spricht.”

Das Unter­neh­men sieht die Cyber­si­cher­heit nicht als ein The­ma, was sich nur auf Hua­wei bezie­hen soll­te, son­dern dies gehe jeden Anbie­ter in der Bran­che an. Liang beton­te, dass sein Unter­neh­men nicht im Auf­trag der chi­ne­si­schen Regie­rung hand­le. Es hand­le sich um ein glo­ba­les Unter­neh­men, wel­ches den regio­na­len Geset­zen und Gege­ben­hei­ten ver­pflich­tet sei. Auch gäbe es kei­ne chi­ne­si­schen Geset­ze wel­che Hua­wei dazu zwin­gen wür­den, Infor­ma­tio­nen über aus­län­di­sche Regie­run­gen zu sam­meln. 

Die USA hat­ten der bri­ti­schen und der deut­schen Regie­rung damit gedroht, den Aus­tausch geheim­dienst­li­cher Infor­ma­tio­nen zu unter­bin­den, soll­ten sich die Regie­run­gen der bei­den Län­der dazu ent­schlie­ßen, Hua­wei an den 5G-Ver­trä­gen zu betei­li­gen. Deut­sche Geheim­dienst­mit­ar­bei­ter zeig­ten sich von die­ser Dro­hung jedoch unbe­ein­druckt. Zu groß sei die gegen­sei­ti­ge Abhän­gig­keit als dass die USA die­se tor­pe­die­ren könn­ten. Die bri­ti­sche Regie­rung ver­wies auf die schon bestehen­de stren­ge Kon­trol­le für Hua­wei. 

Der bri­ti­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Gavin Wil­liam­son muss­te sein Amt nie­der­le­gen, nach­dem er Infor­ma­tio­nen aus einem Sicher­heits­rats­tref­fen an die Pres­se wei­ter­ge­ge­ben haben soll. Hier­in ging es auch um Hua­wei und die Ein­be­zie­hung in den Aus­bau von 5G. Wil­liam­son demen­tiert die Wei­ter­ga­be der Infor­ma­tio­nen. 

RT Deutsch


Deutsche „Erdogan-Partei“ will nach Brüssel – Expertin : „Hetze gegen Juden und Kurden“


Kurz vor der Euro­pa-Wahl stell­te sich am Diens­tag die umstrit­te­ne und angeb­lich AKP-nahe „BIG-Par­tei“ in Ber­lin Fra­gen der Pres­se. „Wir set­zen uns für Min­der­hei­ten in Deutsch­land ein, nicht nur für Mus­li­me“, so Par­tei­chef Hal­uk Yil­diz. Sput­nik war vor Ort. Der Tür­ki­sche Bund und eine Isla­mis­mus-Exper­tin kri­ti­sier­ten die Par­tei im Inter­view.
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Panama : Neu gewählter Präsident will Armut mit “besserer Marktwirtschaft” bekämpfen


von Maria Mül­ler

Das Kopf-an-Kopf-Ren­nen der bei­den aus­sichts­reichs­ten Kan­di­da­ten bei den Prä­si­dent­schafts­wah­len in Pana­ma wur­de erst am Frei­tag­abend (Orts­zeit) und damit fünf Tage nach der Wahl end­gül­tig ent­schie­den. Erst zu die­sem Zeit­punkt war die hand­ver­le­se­ne Über­prü­fung der 40 Wahl­be­zir­ke been­det. Mit einem nur gerin­gen Unter­schied von drei Pro­zent­punk­ten gewann der Sozi­al­de­mo­krat Lau­ren­ti­no “Tino” Cor­ti­zo mit 33,35 Pro­zent der Stim­men vor sei­nem kon­ser­va­ti­ven Kon­kur­ren­ten Rómu­lo Roux, der 30,39 Pro­zent der Stim­men erhielt. An drit­ter Stel­le steht der par­tei­lo­se Kan­di­dat Ricar­do Lom­ba­na mit knapp über 19 Pro­zent. Der gro­ße Ver­lie­rer ist die bis­he­ri­ge Regie­rungs­ko­ali­ti­on, die “Pana­ma-Par­tei”. Sie sack­te auf 10,48 Pro­zent ab. Ins­ge­samt waren 2,7 Mil­lio­nen der vier Mil­lio­nen Bür­ger stimm­be­rech­tigt.

Bei dem Urnen­gang stan­den sowohl der Prä­si­dent und Vize­prä­si­dent als auch die Abge­ord­ne­ten des Ein­kam­mer­par­la­ments und des mit­tel­ame­ri­ka­ni­schen Regio­nal­par­la­ments (PARLACEN) zur Wahl, des Wei­te­ren die Bür­ger­meis­ter und loka­len Nach­bar­schafts­rä­te.

Die Sie­ger­par­tei von Tino Cor­ti­zo, die Revo­lu­tio­nä­re Demo­kra­ti­sche Par­tei (PRD), gewann auch die Mehr­heit im Par­la­ment, obgleich die knap­pe Pari­tät mit den Kon­ser­va­ti­ven und die star­ke Posi­ti­on der Anhän­ger des par­tei­lo­sen Kan­di­da­ten Ricar­do Lom­ba­na sie mit Sicher­heit zu Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen zwin­gen wird. Von daher ist bereits abzu­se­hen, dass es in Pana­ma auch in der neu­en Legis­la­tur­pe­ri­ode kei­ne grund­le­gen­den Ände­run­gen geben wird. Nicht zu ver­ges­sen, dass der poli­ti­sche und kul­tu­rel­le Ein­fluss der USA das Land domi­niert.

In sei­ner Wahl­sieg­re­de rief Cor­ti­zo zur Ein­heit des Lan­des auf, um die gro­ßen Auf­ga­ben gemein­sam in Angriff neh­men zu kön­nen. Zu die­sen zäh­len eine Ver­fas­sungs­re­form und das Bemü­hen um einen neu­en wirt­schaft­li­chen Auf­schwung. Cor­ti­zos Amts­zeit als Prä­si­dent dau­ert bis zum Jahr 2024.

Neu­aus­rich­tung der Außen­po­li­tik in Sachen Vene­zue­la ?

Ver­schie­de­ne Medi­en spe­ku­lier­ten, ob Cor­ti­zo die Hal­tung sei­nes Vor­gän­gers gegen­über Vene­zue­la in Fra­ge stel­len wird. Denn im Wahl­kampf hat­te Cor­ti­zo betont, dass er Pana­mas Aner­ken­nung von Juan Guai­dó als Inte­rims­prä­si­den­ten Vene­zue­las über­prü­fen wer­de. Als Mit­glied der “Lima-Grup­pe” hat sich sein Land bis­lang an den Bemü­hun­gen betei­ligt, die vene­zo­la­ni­sche Regie­rung unter Prä­si­dent Nicolás Madu­ro zu stür­zen. In sei­ner Wahl­kam­pa­gne hat­te der Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat ver­si­chert, die Außen­po­li­tik unter die Lupe zu neh­men :

Ich wer­de mit jedem der Akteu­re in die­ser Situa­ti­on des Blut­ver­gie­ßens von Ange­sicht zu Ange­sicht spre­chen, denn das ver­dient nie­mand in Vene­zue­la.

Mehr zum The­ma — Guai­dó zur Lima-Grup­pe in Kolum­bi­en : “Madu­ro setzt Kil­ler ein – es ist Zeit zu han­deln”

Die gegen­wär­ti­gen Umstän­de, denen das Nach­bar­land aus­ge­setzt ist, sei­en für ihn schmerz­lich, so Cor­ti­zo. Des­sen Par­tei, die Mit­glied der sozia­lis­ti­schen Inter­na­tio­na­le ist, über­nahm schon mehr­fach die Regie­rung in Pana­ma. Er selbst war im Jahr 2004 Land­wirt­schafts­mi­nis­ter unter Prä­si­dent Mar­tín Torri­jos. Des­sen Vater, der umstrit­te­ne Gene­ral Omar Torri­jos, putsch­te sich 1968 in einer Epo­che stark natio­na­lis­tisch gepräg­ter Mili­tärs in Latein­ame­ri­ka an die Macht. Omar Torri­jos erreich­te unter dem US-Prä­si­den­ten Jim­my Car­ter die Rück­ga­be des Pana­ma-Kanals, der den Atlan­tik mit dem Pazi­fik ver­bin­det, an die Repu­blik Pana­ma.

Par­tei­en sagen Kor­rup­ti­on den Kampf an – und ste­cken selbst tief im Sumpf

Cor­ti­zo ist Wirt­schafts­ex­per­te, stu­dier­te in den USA und pro­fi­lier­te sich als Unter­neh­mer im Agrar­be­reich, vor allem in der Fleisch­pro­duk­ti­on. Zen­tra­le The­men sei­nes Wahl­kamp­fes waren die tie­fe sozia­le Ungleich­heit in Pana­ma sowie der Kampf gegen die Kor­rup­ti­on. Aller­dings ver­tritt er kei­ne sozia­lis­ti­schen Kon­zep­te und sprach auch nie von einer gerech­te­ren Ver­tei­lung des Reich­tums. Denn wie alle bedeu­ten­den poli­ti­schen Kräf­te in Pana­ma sind auch Cor­ti­zo und sei­ne Par­tei grund­sätz­lich Anhän­ger des neo­li­be­ra­len Modells. Ent­spre­chend will der neue Prä­si­dent die Armut mit einer “bes­se­ren Markt­wirt­schaft” über­win­den.

Die libe­ral-kon­ser­va­ti­ve Par­tei “Demo­kra­ti­scher Wan­del” (CD) unter Rómu­lo Roux ist nun die stärks­te Oppo­si­ti­ons­kraft. Obwohl Ricar­do Mar­ti­nel­li, frü­he­rer Prä­si­dent Pana­mas (2009 – 2014) und poli­ti­scher Kopf des CD, heu­te wegen zahl­rei­cher Delik­te und Kor­rup­ti­ons­skan­da­len in Unter­su­chungs­haft sitzt, konn­te die kon­ser­va­ti­ve Par­tei erneut ein Drit­tel der Wäh­ler­schaft mobi­li­sie­ren.

Im Wahl­kampf ver­spra­chen alle Kan­di­da­ten, die Kor­rup­ti­on radi­kal zu bekämp­fen. In ihrer Regie­rungs­pra­xis erla­gen dann jedoch alle Par­tei­en die­sem Übel. Pana­ma ist eines der Län­der mit der größ­ten Zahl von Kor­rup­ti­ons­er­mitt­lun­gen und der gerings­ten Zahl von tat­säch­lich ver­ur­teil­ten Tätern.

Laut den Daten der Staats­an­walt­schaft wur­den seit 2015 über hun­dert Kor­rup­ti­ons­ver­fah­ren eröff­net, über 700 Per­so­nen ange­klagt und über 416 Mil­lio­nen US-Dol­lar wie­der auf­ge­spürt. Doch die Mehr­heit der Fäl­le wur­de noch nicht vor Gericht ver­han­delt. Die Resi­gna­ti­on der Bür­ger auf­grund der zahl­rei­chen Skan­da­le, in die Abge­ord­ne­te aller Par­tei­en ver­wi­ckelt sind, führt zu einem wach­sen­den Ver­trau­ens­ver­lust in das Par­tei­en­sys­tem.

Gera­de im Fall der bekann­ten “Pana­ma Papers” haben die Ermitt­lun­gen kaum zu gericht­li­chen Ergeb­nis­sen geführt. Auch die Bestechungs­gel­der des bra­si­lia­ni­schen Bau­un­ter­neh­mens Ode­brecht führ­ten zu kei­nen Ver­ur­tei­lun­gen, obwohl oder viel­leicht gera­de weil Abge­ord­ne­te aller Par­tei­en in die­se Skan­da­le ver­wi­ckelt sind.

Mehr zum The­ma — Pana­ma-Papers blei­ben unter Ver­schluss : Ber­lin ver­wei­gert EU-Abge­ord­ne­ten Ein­sicht

Das Pro­blem ist, dass die Staats­an­walt­schaft nicht über die erfor­der­li­chen Mit­tel zum Abschluss von Ver­fah­ren ver­füg­te und die Jus­tiz­be­hör­den kei­ne Urtei­le erlas­sen konn­ten”, erklär­te Anet­te Pla­nells von der Anti-Kor­rup­ti­ons­be­we­gung MOVIN gegen­über der spa­ni­schen Agen­tur EFE.

Der aktu­el­le Prä­si­dent Pana­mas, Juan Car­los Vare­la, des­sen Amts­zeit im Juli endet, ver­si­cher­te bei der Über­nah­me sei­nes Man­dats im Jahr 2014, die Insti­tu­tio­nen von den kor­rup­ten Seil­schaf­ten sei­nes Vor­gän­gers Mar­ti­nel­li zu “säu­bern”.

Doch bald stand Vare­la selbst im Ver­dacht, “Schen­kun­gen” von Ode­brecht für sei­ne Wahl­kam­pa­gne ent­ge­gen­ge­nom­men zu haben. In sei­ner Amts­zeit kamen fast täg­lich ille­ga­le Geschäf­te in allen Wirt­schafts­be­rei­chen ans Tages­licht, dar­un­ter in meh­re­ren Minis­te­ri­en. Doch auch das Par­la­ment ist nicht mehr in der Lage, Kor­rup­ti­ons­fäl­le glaub­wür­dig zu unter­su­chen, seit­dem zahl­rei­che Abge­ord­ne­te ange­klagt sind, ins­ge­samt 400 Mil­lio­nen US-Dol­lar aus der staat­li­chen Armen­für­sor­ge für Wahl­kampf­kos­ten abge­zweigt zu haben.

Das obers­te Gericht gilt eben­falls als unzu­ver­läs­sig, seit­dem es Urtei­le zuguns­ten von Groß­kon­zer­nen aus­ge­spro­chen hat, die des Betrugs bei Infra­struk­tur­pro­jek­ten beschul­digt wur­den. Aller­dings wur­de der Vor­gän­ger Vare­las, Ex-Prä­si­dent Ricar­do Mar­ti­nel­li, vor weni­gen Mona­ten aus den USA nach Pana­ma aus­ge­lie­fert, wohin er sich als “stets treu­er Ver­bün­de­ter” Washing­tons geflüch­tet hat­te. Er steht nun wegen 20 Finanz­de­lik­ten und poli­ti­scher Spio­na­ge vor Gericht. Ein Dut­zend sei­ner Minis­ter ist inhaf­tiert.

Nie­mals zuvor saß ein Ex-Prä­si­dent auf der Ankla­ge­bank. Das sind bedeu­ten­de Fort­schrit­te. Doch es ist immer noch weit von dem ent­fernt, was die Bür­ger erwar­tet haben”, so Anet­te Pla­nells.

Auch Lina Vega von der Orga­ni­sa­ti­on “Inter­na­tio­nal Trans­pa­ren­cy” merk­te dazu an : “Noch nie ist es vor­ge­kom­men, dass Beam­te von schei­den­den Regie­run­gen auf­grund von Maß­nah­men ihrer Nach­fol­ger unter­sucht wur­den. Es gab stets Abma­chun­gen zwi­schen den Par­tei­en, damit nichts geschieht.” Immer­hin hat Pana­mas Par­la­ment im ver­gan­ge­nen Jahr ein Gesetz ver­ab­schie­det, das Kor­rup­ti­on als ein Ver­bre­chen ein­stuft. Eine spä­te Reak­ti­on.

Mehr zum The­ma — Trans­pa­ren­cy Inter­na­tio­nal : EU-Steu­er­oa­sen­lis­te stark poli­ti­siert und absicht­lich undurch­sich­tig 

RT Deutsch


Ecuador will alle persönlichen Dokumente und Gegenstände von Julian Assange an USA übergeben


Mehr zum The­ma — Inter­view mit Ex-Außen­mi­nis­ter von Ecua­dor : Aus­lie­fe­rung von Juli­an Assan­ge war Ver­fas­sungs­bruch

Der Wiki­Leaks-Chef­re­dak­teur Kris­tinn Hrafns­son hat­te erfolg­los ver­sucht, die Über­ga­be von Juli­an Ass­an­ges per­sön­li­chen Gegen­stän­den an die Ver­ei­nig­ten Staa­ten zu ver­hin­dern. Die ecua­do­ria­ni­sche Regie­rung gab mit dem Ent­scheid einem Antrag der USA auf Her­aus­ga­be sel­bi­ger statt. Sie­ben Jah­re lang hat­te sich der berühm­tes­te Whist­leb­lo­wer in einem poli­ti­schen Asyl in der ecua­do­ria­ni­schen Bot­schaft auf­ge­hal­ten. Sein Auf­ent­halt ende­te mit der Ver­haf­tung am 11. April. Ihm droht wei­ter­hin die Aus­lie­fe­rung an die USA

El Pais berich­tet, dass die Durch­su­chun­gen für den 20. Mai ange­setzt wur­den, und beruft sich dabei auf eine Mit­tei­lung an Ass­an­ges Anwalt Car­los Pove­da. Die USA stel­len der­zeit einen Fall zusam­men, um Assan­ge wegen Hacker­an­grif­fen aus­zu­lie­fern. Sei­ne Datei­en, Com­pu­ter, Mobil­te­le­fo­ne, Spei­cher­sticks, CDs und alle elek­tro­ni­schen Gerä­te, die bei den Durch­su­chun­gen gefun­den wer­den, wer­den den USA dabei nütz­lich sein. 

Die Akten von Assan­ge ent­hal­ten Bewei­se für sen­si­ble Infor­ma­tio­nen, Gesprächs­do­ku­men­ta­tio­nen mit Anwäl­ten und ande­re juris­ti­sche Doku­men­te. Ass­an­ges Anwäl­te sehen ihm damit das Recht auf eine ange­mes­se­ne Ver­tei­di­gung ent­zo­gen. Sie fürch­ten, dass die­se Daten es den USA ermög­li­chen, “neue Ankla­gen zu erhe­ben”. Die Nach­richt über die bevor­ste­hen­de Über­ga­be kam aus hei­te­rem Him­mel, so der ecua­do­ria­ni­sche Anwalt Pove­da gegen­über RT Spa­nish :

Seit­dem Herr Assan­ge die Bot­schaft ver­las­sen hat, wis­sen wir nicht mehr kon­kret, was in den Räu­men pas­siert ist.

Mehr zum The­ma — Dr. Gniff­kes Macht um Acht : Kom­plett­ver­sa­gen der ARD bei Bericht­erstat­tung zu Assan­ge

Sei­ne Anwäl­te for­dern die Her­aus­ga­be der Auf­zeich­nun­gen der Video­über­wa­chung, nach­dem Assan­ge ver­haf­tet wor­den war. Bis zum 12. Juni müs­sen die USA einen Aus­lie­fe­rungs­an­trag gestellt haben. Der­zeit befin­det sich Assan­ge in einem bri­ti­schen Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis ; ver­gan­ge­ne Woche muss­te er zum ers­ten Mal vor einen Aus­lie­fe­rungs­rich­ter. Dabei sag­te er, er kön­ne sich einer Aus­lie­fe­rung nicht hin­ge­ben, da er schlicht­weg “Jour­na­lis­mus betrei­be”. 

Wir müs­sen sein Leben ret­ten” – Pame­la Ander­son nach Gefäng­nis­be­such bei Assan­ge

RT Deutsch