Der Mund ist zum Essen da, nicht zum Sex”: Ugandischer Präsident will Oralverkehr verbieten


Der Prä­si­dent mach­te soge­nann­te “Außen­ste­hen­de” für das Ein­pflan­zen und die Begüns­ti­gung des Oral­ver­kehrs in der ugan­di­schen Gesell­schaft ver­ant­wort­lich, schreibt die Zei­tung Metro. “Der Mund ist zum Essen, nicht zum Sex. Wir wis­sen, wo der Sex hin­ge­hört, wir wis­sen, wo der Sex ist”, beteu­er­te das Staats­ober­haupt.

Mehr zum The­ma - Sän­ge­rin kriegt Pro­ble­me mit Ägyp­tens Jus­tiz wegen Apfel und Bana­ne

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Der Mund ist zum Essen da, nicht zum Sex”: Ugandischer Präsident will Oralverkehr verbannen


Der Prä­si­dent mach­te soge­nann­te “Außen­ste­hen­de” für das Ein­pflan­zen und die Begüns­ti­gung des Mund­ver­kehrs in der ugan­di­schen Gesell­schaft ver­ant­wort­lich, schreibt die Zei­tung Metro. “Der Mund ist zum Essen, nicht zum Sex. Wir wis­sen, wo der Sex hin­ge­hört, wir wis­sen, wo der Sex ist”, beteu­er­te das Staats­ober­haupt.

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Nach neuen US-Sanktionen : Moskau will Zusammenarbeit im Raketen- und Nuklearbereich aussetzen


In dem Gesetz­ent­wurf geht es um Alko­hol und Tabak­pro­duk­te und dar­um, die inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit im Nukle­ar­be­reich, dem Bau von Rake­ten­mo­to­ren und Flug­zeu­gen zwi­schen rus­si­schen Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen, die sich unter US-Gerichts­bar­keit befin­den, ein­zu­stel­len oder aus­zu­set­zen”, so der Abge­ord­ne­te Iwan Mel­ni­kow (Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei).

Der Gesetz­ent­wurf beauf­tragt die Regie­rung und Spit­zen­be­am­te in den rus­si­schen Regio­nen mit der Ent­wick­lung von Mecha­nis­men, die US-Güter und -Dienst­leis­tun­gen auf dem rus­si­schen Markt erset­zen sol­len. Wir erwar­ten, dass dies ein Schub für die Ent­wick­lung der rus­si­schen Wirt­schaft wird”, erklär­te Mel­ni­kow wei­ter.

Eine wei­te­re Bestim­mung in der aktu­el­len Fas­sung des Ent­wurfs ist der Vor­schlag, es rus­si­schen Unter­neh­men zu ermög­li­chen, ver­schie­de­ne Waren her­zu­stel­len, die in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten oder in mit den USA ver­bün­de­ten Län­dern urhe­ber­recht­lich geschützt sind, ohne Lizen­zen von Urhe­ber­rechts­in­ha­bern zu erwer­ben.

Das wird wie ein Schlag auf den Solar­ple­xus für die US-Ame­ri­ka­ner sein, denn alle Errun­gen­schaf­ten und alle Herr­schaft der angel­säch­si­schen, west­li­chen Welt basie­ren auf geis­ti­gem Eigen­tum, und wir zie­len auf die­ses Recht”, sag­te der Abge­ord­ne­te Michail Jemel­ja­now (Gerech­tes Russ­land) gegen­über Inter­fax.

Die Son­der­lis­te der Paten­te, die unter die Gegen­maß­nah­men fal­len, wird von der Regie­rung erstellt.

Der Gesetz­ent­wurf, der auf die letz­te Run­de der US-Sank­tio­nen gegen Russ­land folgt, wur­de am Frei­tag gemein­sam von Staats­du­ma-Spre­cher Wjat­sches­law Wolo­din und den Vor­sit­zen­den aller vier Par­la­ments­frak­tio­nen aus­ge­ar­bei­tet.

Laut dem Duma-Abge­ord­ne­ten Alex­an­der Schu­kow (Ein­heit­li­ches Russ­land) wer­de das rus­si­sche Unter­haus die ers­te Dis­kus­si­on über den Ent­wurf und die Aus­ar­bei­tung eines Zeit­plans für des­sen Ver­ab­schie­dung am Anfang die­ser Woche füh­ren.

Der stell­ver­tre­ten­de Duma-Spre­cher Pjotr Tol­s­toi (Ein­heit­li­ches Russ­land) erklär­te, dass das Par­la­ment das Gesetz über die Gegen­maß­nah­men als Ant­wort auf die unfreund­li­chen Aktio­nen der Ver­ei­nig­ten Staa­ten gegen­über Russ­land im Mai prü­fen könn­te.

Zumin­dest geben wir den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka eine ange­mes­se­ne Ant­wort. Wir stop­pen die Zusam­men­ar­beit mit den USA in drei sehr wich­ti­gen Berei­chen : der Nukle­ar­in­dus­trie, dem Flug­zeug­bau und dem Rake­ten­mo­to­ren­bau”, unter­strich der Vor­sit­zen­de der Par­tei Gerech­tes Russ­land, Ser­gej Miro­now.

Der Chef der Libe­ral-Demo­kra­ti­schen Par­tei Russ­lands, Wla­di­mir Schi­ri­now­ski, füg­te hin­zu, dass die Ein­fuhr­be­schrän­kun­gen für US-Waren und -Dienst­leis­tun­gen nicht auf Ein­käu­fe von Ein­zel­per­so­nen, son­dern auf Groß­han­del­schar­gen ange­wandt wür­den.

Am 6. April ver­öf­fent­lich­te das US-Finanz­mi­nis­te­ri­um eine Lis­te von 24 rus­si­schen Bür­gern und 14 rus­si­schen Unter­neh­men, die auf­grund der rus­si­schen Außen­po­li­tik unter neue Sank­tio­nen fal­len. Anfang die­ser Woche sag­te Pre­mier­mi­nis­ter Dmi­tri Med­we­dew, dass Mos­kau die Ein­fuhr von US-Waren als Teil einer Reak­ti­on auf Washing­tons jüngs­ten Schritt ver­bie­ten wird.

Das kön­nen nicht nur ame­ri­ka­ni­sche Wert­pa­pie­re sein […], son­dern auch eine gan­ze Rei­he ande­rer Waren, die auf den rus­si­schen Markt gelie­fert oder von US-ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­men auf dem Ter­ri­to­ri­um unse­res Lan­des pro­du­ziert wer­den”,

sag­te Med­we­dew und beant­wor­te­te am Mitt­woch Fra­gen der rus­si­schen Staats­du­ma.

Der Pre­mier­mi­nis­ter erklär­te, dass die Reak­ti­on Mos­kaus auf neue Sank­tio­nen ange­mes­sen und adäquat sein soll­te.

Gegen­maß­nah­men soll­ten gut kal­ku­liert sein. Sie soll­ten uns nicht scha­den, son­dern müs­sen ange­mes­sen sein”, so Med­we­dew.

Am Frei­tag sag­te Wla­di­mir Putins Pres­se­spre­cher, Dmi­tri Pes­kow, zu Jour­na­lis­ten, dass die Kreml-Beam­ten den Vor­schlag der Staats­du­ma über die Gegen­sank­tio­nen nicht im Detail stu­diert haben, füg­te aber hin­zu, dass “man mit Zuver­sicht davon aus­ge­hen kann, dass alle Maß­nah­men, die ergrif­fen wer­den, nicht den natio­na­len Inter­es­sen Russ­lands scha­den wür­den”.

Der Poli­to­lo­ge Abbass Gal­ja­mow wies gegen­über dem Por­tal Gaseta.ru dar­auf hin, dass die Logik, auf Schlä­ge mit Schlä­gen zu ant­wor­ten, die rus­si­sche Éli­te bereits schon lan­ge beherr­sche. Er merk­te auch an, dass die Reak­ti­on der Märk­te auf die neu­en Russ­land-Sank­tio­nen der USA (Sturz des Rubels und der Wert­pa­pier­inde­xe) die Gemü­ter der rus­si­schen Poli­ti­ker run­ter­küh­len konn­te. Daher sei es mög­lich, dass nicht alle genann­ten Schrit­te als Gegen­maß­nah­men durch­ge­führt wer­den.

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Nach Raketen auf Syrien : Macron will Verhandlungen mit Moskau und Ankara


Mehr als hun­dert Marsch­flug­kör­per haben die USA, Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en auf Syri­en abge­feu­ert. Nun soll wie­der ver­han­delt wer­den. Der fran­zö­si­sche Staats­prä­si­dent Emma­nu­el Macron kün­dig­te am Sonn­tag­abend neue Anstren­gun­gen für eine diplo­ma­ti­sche Lösung des Kon­flikts an. In einem TV-Inter­view mit den Sen­dern BFMTV und RMC sowie der Inter­net­zei­tung Media­part sag­te er, er wol­le Russ­land und die Tür­kei an den Ver­hand­lungs­tisch holen. Die Auf­ga­be Frank­reichs sei es, “mit allen zu spre­chen”, so Macron. Er bot sich zudem als Ver­mitt­ler zwi­schen den USA und Russ­land an.

Frankreich will eine UN-Resolution : Landesweite Waffenruhe und gesicherter Zugang für humanitäre Helfer in Syrien

Die Rake­ten­an­grif­fe auf Syri­en vom ver­gan­ge­nen Wochen­en­de ver­tei­dig­te Macron als Erfolg. “Die Ope­ra­ti­on, zu der wir uns ent­schlos­sen haben, wur­de per­fekt aus­ge­führt”, sag­te Macron. Alle Rake­ten hät­ten ihr Ziel erreicht. Bei der Akti­on sei es um Ver­gel­tung gegan­gen – es sei kein krie­ge­ri­scher Akt gewe­sen. Die Ver­bün­de­ten sei­en inter­na­tio­nal zudem voll­stän­dig legi­ti­miert gewe­sen, um inter­na­tio­na­les huma­ni­tä­res Recht durch­zu­set­zen. Wegen der star­ren Hal­tung Russ­lands im Welt­si­cher­heits­rat sei­en sie zum Han­deln ohne expli­zi­tes UN-Man­dat gezwun­gen gewe­sen, sag­te der 40-Jäh­ri­ge. “Wir waren an einem Punkt ange­langt, da die­se Angrif­fe unum­gäng­lich gewor­den waren.”

Die Fähig­kei­ten Syri­ens zur Her­stel­lung von Che­mie­waf­fen sei­en “zer­stört” wor­den. Frank­reich wol­le sich nun ver­stärkt um eine “umfas­sen­de poli­ti­sche Lösung” bemü­hen. So will Paris bereits am Mon­tag mit einer umfas­sen­den UN-Reso­lu­ti­on einen neu­en Anlauf zur Ent­schär­fung des Syri­en­kon­flikts unter­neh­men. Wann es zu einer Abstim­mung im UN-Sicher­heits­rat kom­men könn­te, ist zunächst unklar.

Der Ent­wurf Frank­reichs soll nach dem Wil­len Macrons die drän­gends­ten Fra­gen auf einen Schlag ange­hen : Das syri­sche Che­mie­waf­fen­pro­gramm soll nach­weis­bar been­det wer­den, und es soll geklärt wer­den, wer für die jüngs­ten Gift­gas­an­grif­fe ver­ant­wort­lich ist. Eine lan­des­wei­te Waf­fen­ru­he und ein gesi­cher­ter Zugang für Hel­fer sol­len dann den Weg zu einer lang­fris­ti­gen poli­ti­schen Lösung ebnen.

Deutschlands Außenminister will ebenfalls eine Friedensinitiative

Auch bei einem Tref­fen der EU-Außen­mi­nis­ter am Mon­tag in Luxem­burg will Frank­reich die diplo­ma­ti­sche Initia­ti­ve vor­an­trei­ben. Auch Deutsch­lands Außen­mi­nis­ter Hei­ko Maas möch­te zusam­men mit ande­ren Län­dern eine diplo­ma­ti­sche Frie­dens­in­itia­ti­ve ansto­ßen. “Wir ver­su­chen, den poli­ti­schen Pro­zess neu auf­zu­set­zen”, sag­te der SPD-Poli­ti­ker am Sonn­tag in der ZDF-Sen­dung “Ber­lin direkt”. Vie­le Betei­lig­te an dem seit Jah­ren toben­den Bür­ger­krieg in Syri­en sähen nun ein, dass es so nicht wei­ter gehen kön­ne.

Im Rah­men der Initia­ti­ve sol­len nach Maas’ Wor­ten auch direk­te Gesprä­che mit Russ­land und der Tür­kei geführt wer­den. In der ARD-Sen­dung “Bericht aus Ber­lin” sag­te Maas, er hof­fe, “dass die Mili­tär­schlä­ge zumin­dest allen Betei­lig­ten deut­lich gemacht haben, dass wir jetzt nicht nur die Mög­lich­keit haben, son­dern dass es die Not­wen­dig­keit gibt, den poli­ti­schen Pro­zess wie­der auf­zu­neh­men”. Es wer­de nun nach einer Mög­lich­keit gesucht, “in einem ande­ren For­mat” mit Staa­ten, die mög­li­cher­wei­se Zugriff auf Betei­lig­te in der Regi­on haben, einen neu­en Weg zu beschrei­ben. Er wies dar­auf hin, dass am Sonn­tag in Lon­don hohe Beam­te der USA, Frank­reichs, Groß­bri­tan­ni­ens und Deutsch­lands über die Syri­en-Fra­ge bera­ten haben.

Mehr zum The­ma - Nach dem Rake­ten­an­griff : USA, Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en for­dern die Ein­heit der UNO

(rt deutsch/dpa)

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Gesetz : Russland will von US-Unterstützern keine Investitionen mehr


Die rus­si­sche Regie­rung will künf­tig Inves­ti­tio­nen nur aus jenen Staa­ten her­an­zie­hen, die die Poli­tik der Ver­ei­nig­ten Staa­ten nicht unter­stüt­zen. Dies ist einem Gesetz­ent­wurf zu ent­neh­men, der als Ant­wort auf die jüngs­ten US-Sank­tio­nen kon­zi­piert wor­den ist.
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Siegesparade : Moskau will erstmals Kampfroboter auf Rotem Platz zeigen


Der Minen­räum­ro­bo­ter Uran-6 und der Angriffs­ro­bo­ter Uran-9 sol­len erst­mals in der Geschich­te an der Mili­tär­pa­ra­de zum Sie­ges­tag auf dem Roten Platz teil­neh­men. Medi­en­be­rich­ten zufol­ge neh­men sie auf dem Übungs­ge­län­de Ala­bi­no bei Mos­kau schon an den Pro­ben für die Sie­ges­pa­ra­de am 9. Mai teil.
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Medien : Großbritannien will die Skripals in den USA verstecken


Die bri­ti­sche Zei­tung Sunday Times schreibt, dass Beam­te des bri­ti­schen Geheim­diens­tes MI6 Gesprä­che mit dem US-Dienst CIA über die Zukunft der bei­den im bri­ti­schen Salis­bu­ry mut­maß­lich ver­gif­te­ten Skri­pals füh­ren wür­den. “Man wird ihnen neue Iden­ti­tä­ten anbie­ten”, zitier­te die Zei­tung eine unbe­kann­te Quel­le.

Das Blatt sag­te wei­ter, dass sei­ne Quel­len glaub­ten, dass Groß­bri­tan­ni­en “die Sicher­heit” von Ser­gej und Yulia Skri­pal sicher­stel­len woll­te, indem es sie mit neu­en Iden­ti­tä­ten in eines der soge­nann­ten “Five Eyes”-Länder über­sie­deln wür­de, mit denen Groß­bri­tan­ni­en pri­vi­le­gier­ten Geheim­dienst-Aus­tausch betreibt. Die­ser Ver­bund umfasst die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, Kana­da, Aus­tra­li­en und Neu­see­land.

Der nahe­lie­gends­te Ort, um sie umzu­sie­deln, ist Ame­ri­ka. Es ist ein­fa­cher, sie dort unter einer neu­en Iden­ti­tät zu schüt­zen”, zitiert die Zei­tung eine Per­son, die angeb­lich mit den Ver­mitt­lun­gen ver­traut ist. Das bri­ti­sche Außen­mi­nis­te­ri­um hat sich noch nicht zu dem Bericht geäu­ßert. Fest steht aber : Wenn die Skri­pals in den USA unter­tau­chen soll­ten, dann kön­nen sie auch nicht mehr zur Auf­klä­rung des dubio­sen und für üble Anschul­di­gun­gen genutz­ten Falls her­an­ge­zo­gen wer­den.

Die rus­si­sche Cou­si­ne von Julia Skri­pal bat unter­des­sen Pre­mier­mi­nis­te­rin The­re­sa May um Hil­fe bei der Ein­rei­se nach Groß­bri­tan­ni­en, wie die Nach­rich­ten­agen­tur dpa berich­tet. Lon­don hat­te ihren Antrag auf ein Besu­cher­vi­sum abge­lehnt. “Ich habe einen Brief geschrie­ben”, sag­te Vik­to­ria Skri­pal der Agen­tur Inter­fax zufol­ge. Nach einem BBC-Bericht befürch­tet die bri­ti­sche Regie­rung, dass Vik­to­ria Skri­pal vom Kreml instru­men­ta­li­siert wird.

Mehr zum The­ma - Skri­pal-Affä­re : War­um Mos­kau den Pro­pa­gan­da­krieg nicht gewin­nen kann 

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Die nächste diplomatische Krise : Trump will Soldaten an Mexikos Grenze schicken 


Inner- und außer­halb der Mau­ern Illi­ons wird gesün­digt”, schrieb einst der römi­sche Dich­ter Horaz und bezog sich damit aufs anti­ke Tro­ja. Der Aus­gang der Geschich­te ist bekannt. Von Krieg und Bela­ge­rung ist zwi­schen den USA und Mexi­ko zwar nicht die Rede, doch eine neue Ent­schei­dung des US-Prä­si­dent Donald Trump sorgt in Mexi­ko für Unru­he.

Es geht um Trumps viel­leicht berüch­tigts­te Wahl­ver­spre­chen : Die Mau­er zu Mexi­ko. Die Umset­zung des Plans zieht sich hin. Doch nun hat­te Trump offen­bar eine neue Idee : Er sprach sich für den Ein­satz des Mili­tärs an der Gren­ze zu Mexi­ko aus, solan­ge dort kei­ne Mau­er steht.

Wie die Deut­sche Pres­se Agen­tur (dpa) mel­det, äußer­te sich Trump zum The­ma “Mau­er­bau” am Diens­tag aus­ge­rech­net wäh­rend eines Tref­fens mit sei­nen Kol­le­gen aus den bal­ti­schen Staa­ten. Er habe über die Ent­sen­dung von Sol­da­ten mit US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter James Mat­tis gespro­chen. In einer anschlie­ßen­den Pres­se­kon­fe­renz kün­dig­te Trump an, dass es dazu dem­nächst ein Tref­fen geben wer­de.

Bis die Mau­er steht, sol­le das Mili­tär die Gren­ze bewa­chen, so Trump. Das sei ein gro­ßer Schritt. Das Pen­ta­gon woll­te sich Anfra­gen ver­schie­de­ner Medi­en zu den Plä­nen nicht äußern. Die Ankün­di­gung Trumps stieß in Mexi­ko wie nicht anders zu erwar­ten auf Irri­ta­tio­nen. Die mexi­ka­ni­sche Regie­rung ver­langt Auf­klä­rung über Trumps Plä­ne. So wie es auch Trump immer mal wie­der tut, ver­schaff­te sich der mexi­ka­ni­sche Außen­mi­nis­ter per Twit­ter Luft :

Mexi­ko hat die USA über offi­zi­el­le Kanä­le dazu auf­ge­for­dert, die Ankün­di­gung des Prä­si­den­ten über den Ein­satz der Streit­kräf­te an der Gren­ze zu erklä­ren”, schrieb Außen­mi­nis­ter Luis Vide­ga­ray auf dem Kurz­nach­rich­ten­dienst.

Und er ergänz­te :

Nach die­ser Erklä­rung wird die mexi­ka­ni­sche Regie­rung ihre Hal­tung fest­le­gen – immer in Ver­tei­di­gung unse­rer Sou­ve­rä­ni­tät und natio­na­len Inter­es­sen.

Zwar ist der Mau­er­bau an der Gren­ze zu Mexi­ko nach wie vor ein zen­tra­les Pro­jekt des US-Prä­si­den­ten, doch Trump kriegt es nicht finan­ziert. Hat­te er noch wäh­rend des Wahl­kampfs und auch noch kurz nach sei­ner Amts­über­nah­me getönt, dass Mexi­ko die Kos­ten für die Mau­er tra­gen wer­de, kamen nach und nach ganz ande­re Vor­schlä­ge des US-Prä­si­den­ten zu die­sem The­ma. So hieß es zum Bei­spiel im Juni 2017, dass die geplan­te Grenz­mau­er mit Solar-Panee­len ver­klei­det wer­den könn­te, um mit dem erzeug­ten Strom den Mau­er­bau zu finan­zie­ren.

Im März die­ses Jah­res ver­hin­der­te Trump dann durch sei­ne Zustim­mung zum neu­en US-Haus­halt einen soge­nann­ten “Shut down”. Zuvor hat­te er sich ver­är­gert dar­über gezeigt, dass in dem neu­en Haus­halt die geschätz­ten 25 Mil­li­ar­den US-Dol­lar für den Mau­er­bau nicht frei­ge­ge­ben wer­den.

Er droh­te mit einem Veto, stimm­te dann aber doch zu, da das US-Mili­tär durch den neu­en Haus­halts­plan mehr Geld zuge­spro­chen bekam. Das US-Mili­tär bekommt gegen­über dem Vor­jahr rund 94 Mil­li­ar­den Dol­lar mehr, dass sind 15,5 Pro­zent. Das ist die größ­te Erhö­hung der Mili­tär­aus­ga­ben seit dem Jahr 2003. Ins­ge­samt liegt das US-Mili­tär­bud­get nun bei rund 700 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. 

Sehr schnell kam es in Washing­ton zu Über­le­gun­gen, den Mau­er­bau aus dem neu­en Mili­tär­bud­get zu finan­zie­ren. Schließ­lich sei das Mili­tär nun reich, so Trump, und die Mau­er die­ne schließ­lich der natio­na­len Sicher­heit :

Denn durch ein star­kes Grenz­sys­tem, ein­schließ­lich einer Mau­er, sind wir mili­tä­risch in einer sehr vor­teil­haf­ten Posi­ti­on.

Doch soweit ist es noch nicht. Nun sol­len jedoch schon mal Sol­da­ten an die Gren­ze, das ist übri­gens kei­ne neue Idee. Schon unter US-Prä­si­dent Barack Oba­ma wur­den im Mai 2010 ins­ge­samt 1.200 Natio­nal­gar­dis­ten an die Gren­ze zu Mexi­ko ent­sandt. Unter Geor­ge W. Bush waren es sogar schon mal 6.000.

Trump lässt dabei kei­ne Gele­gen­heit aus, um vor den Gefah­ren aus dem Nach­bar­land zu war­nen. Es geht ihm vor allem um Dro­gen, Kri­mi­na­li­tät und Immi­gran­ten : “Es kom­men Kara­wa­nen”, twit­ter­te der US-Prä­si­dent. Das stößt nicht nur in Mexi­ko auf Kri­tik.

Ob es ihm gefällt oder nicht : Wir stam­men vom glei­chen Kon­ti­nent, und Flücht­lin­ge haben Rech­te. Wir ver­die­nen Respekt als mensch­li­che Wesen”, sag­te Iri­neo Muji­ca, der Direk­tor der Orga­ni­sa­ti­on “Pue­b­lo sin Fron­te­ras“ (Volk ohne Gren­zen) gegen­über der dpa.

Jedes Jahr flie­hen Zehn­tau­sen­de Men­schen aus Gua­te­ma­la, El Sal­va­dor und Hon­du­ras vor der Gewalt in ihren Hei­mat­län­dern. Wei­te Tei­le der Regi­on wer­den von mäch­ti­gen Ban­den, den soge­nann­ten “Maras”, beherrscht.

Doch anders als Trump es ger­ne dar­stellt, stop­pen die mexi­ka­ni­schen Behör­den jedes Jahr zahl­rei­che Migran­ten aus Mit­tel­ame­ri­ka und schi­cken sie in ihre Hei­mat­län­der zurück. Im Jahr 2016 nah­men die mexi­ka­ni­schen Behör­den über 150.000 ille­ga­le Migran­ten aus Mit­tel­ame­ri­ka fest.

Die Fra­ge, ob das US-Mili­tär über­haupt an der Gren­ze aktiv wer­den darf, ist dabei umstrit­ten. Der Grenz­schutz ist in den USA Auf­ga­be des Hei­mat­schutz­mi­nis­te­ri­ums. Es darf von dem Mili­tär ledig­lich unter­stützt wer­den. Ein Bun­des­ge­setz (Pos­se Comi­ta­tus Act) ver­bie­tet es den Trup­pen, als Poli­zei­ge­walt in den USA Recht und Gesetz durch­zu­set­zen. Ein­zi­ge Aus­nah­me ist die Natio­nal­gar­de. Zudem ver­schweigt Trump beim The­ma Immi­gra­ti­on aus Mexi­ko ger­ne eini­ge Fak­ten.

Laut dem Washing­ton Office of Latin­ame­ri­ka (WOLA), ist die Net­to-Ein­wan­de­rung aus Mexi­ko in die USA bereits seit Jah­ren nega­tiv. Die Zahl der an der US-Gren­ze auf­ge­grif­fe­nen ille­ga­len Ein­wan­de­rer war zuletzt so nied­rig wie seit Anfang der 1970er-Jah­re nicht mehr. Zudem zah­len die Ein­wan­de­rer in den USA mehr Steu­ern, als sie an staat­li­chen Hilfs­mass­nah­men emp­fan­gen.

Auch beim The­ma Kri­mi­na­li­tät ist die Lage nicht so ein­deu­tig, wie sie ger­ne dar­ge­stellt wird. Ein­wan­de­rer in den USA bege­hen weni­ger Gewalt­ver­bre­chen als US-Bür­ger ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund. Zudem wird der Groß­teil der Dro­gen nicht über die soge­nann­te grü­ne Gren­ze, son­dern in Autos über regu­lä­re Grenz­über­gän­ge oder ver­steckt in Con­tai­nern über Häfen in die USA geschmug­gelt.

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