Wie 36 Eiffeltürme”: Die Krim-Brücke in Zahlen — Clip zum Jahrestag der Eröffnung


Die Krim­brü­cke hat am 15. Mai ihr ein­jäh­ri­ges Jubi­lä­um gefei­ert. “Ein­jäh­rig, aber gleich ein Jubi­lä­um?” wird man sich viel­leicht fra­gen. Doch die Wort­wahl ist gerecht­fer­tigt – denn bereits jetzt kann das Pro­jekt als wirt­schaft­li­cher Erfolg für die Krim und die umlie­gen­den Regio­nen gewer­tet wer­den.

Mehr zum The­ma – Det­lef Wim­mer über die aktu­el­le Lage auf der Krim

Trotz hef­ti­ger Stür­me, die die Mee­res­stra­ße von Kertsch vor allem im Win­ter heim­such­ten, konn­te der Ver­kehr von PKW, und seit dem 1. Okto­ber 2018 auch von LKW und Bus­sen, ohne Unter­bre­chun­gen über die Brü­cke flie­ßen. Für die Sicher­heit sor­gen – neben einer grund­so­li­den Kon­struk­ti­on – auch eine Viel­zahl von Sen­so­ren, die die Wet­ter­la­ge, Schwin­gun­gen und Aus­las­tung der Brü­cke sowie den Zustand des Stra­ßen­be­lags mes­sen und dar­aus eine siche­re Fahr­ge­schwin­dig­keit ermit­teln. Die­se wird den Fah­rern auf Anzei­ge­ta­feln mit­ge­teilt.

Wei­te­re wis­sens­wer­te Details bie­tet der RT-Info­clip.

Mehr zum The­ma Russ­land : Mil­lio­nen­schatz am Mee­res­grund ? Mut­maß­lich bedeu­ten­de Kunst­wer­ke in Schiffs­wrack gefun­den

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Bayer-Konzern verliert weiteren Glyphosat-Prozess in den USA und muss zwei Milliarden Dollar zahlen


Der Agrar­che­mie- und Phar­ma­kon­zern Bay­er hat in den USA auch den drit­ten wich­ti­gen Pro­zess um angeb­lich krebs­er­re­gen­de Pro­duk­te der Toch­ter Mon­s­an­to ver­lo­ren. Die Geschwo­re­nen-Jury des zustän­di­gen Gerichts im kali­for­ni­schen Oak­land ver­ur­teil­te das Unter­neh­men am Mon­tag zu Scha­den­er­satz in Höhe von ins­ge­samt über zwei Mil­li­ar­den Dol­lar (1,78 Mil­li­ar­den Euro) an die bei­den Klä­ger.

Der größ­te Teil davon ent­fällt auf soge­nann­ten Straf­scha­den­er­satz, der nach US-ame­ri­ka­ni­schem Recht weit über den tat­säch­lich erlit­te­nen Scha­den hin­aus­ge­hen kann. Geklagt hat­te ein Rent­ner­ehe­paar, das Mon­s­an­tos Unkraut­ver­nich­tungs­mit­tel Roun­dup mit dem umstrit­te­nen Wirk­stoff Gly­pho­sat für sei­ne Krebs­er­kran­kun­gen ver­ant­wort­lich macht.

Wäh­rend des Ende März begon­ne­nen Pro­zes­ses hat­te die Ankla­ge immer wie­der ver­sucht, die Geschwo­re­nen nicht nur davon zu über­zeu­gen, dass Mon­s­an­tos Pro­duk­te Krebs ver­ur­sa­chen, son­dern auch dass etwa mit mani­pu­lier­ten Stu­di­en Risi­ken ver­schlei­ert wur­den. Bay­er führ­te dage­gen Vor­er­kran­kun­gen der Klä­ger als Ursa­che für deren Krebs­lei­den an.

Es gebe kei­ne Bewei­se dafür, dass Gly­pho­sat gesund­heits­schäd­lich sei. Von der Gerichts­ent­schei­dung zeig­te sich der Kon­zern “ent­täuscht” und kün­dig­te an, Rechts­mit­tel ein­zu­le­gen.

Für Bay­er ist der Fall hoch­bri­sant : Es ist bereits der drit­te Schuld­spruch inner­halb weni­ger Mona­te — und wei­te­re Pro­zes­se wer­den fol­gen. Zuletzt war der Kon­zern in den USA nach eige­nen Anga­ben mit rund 13.400 Kla­gen wegen des Unkraut­ver­nich­ters Roun­dup kon­fron­tiert. Größ­ter Ein­zel­in­ves­tor bei Bay­er ist die berüch­tig­te Fonds­ge­sell­schaft Black­Rock, die auch Groß­ak­tio­när bei Mon­s­an­to war.

Mehr zum The­ma — Nie­der­la­ge vor US-Gericht : Wie gefähr­lich wird Mon­s­an­to für Bay­er ?

(rt deutsch/dpa)

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Wegen illegaler Spenden : AfD muss 402.900 Euro Strafe zahlen


Wegen ille­ga­ler Par­tei­spen­den muss die AfD eine Stra­fe von ins­ge­samt 402.900 Euro zah­len. Das hat die Bun­des­tags­ver­wal­tung ent­schie­den, wie sie am Diens­tag mit­teil­te. Es geht um Hil­fen durch die Schwei­zer Wer­be­agen­tur Goal AG für den heu­ti­gen Bun­des­vor­sit­zen­den Jörg Meu­then und das Bun­des­vor­stands­mit­glied Gui­do Reil in Land­tags­wahl­kämp­fen 2016 und 2017. Bei­de sind Spit­zen­kan­di­da­ten der AfD für die Euro­pa­wahl im Mai. Zuerst hat­ten Spie­gel Online und die taz über die Straf­zah­lung berich­tet.

Meu­then sprach von einer “rechts­ir­ri­gen Posi­ti­on” und kün­dig­te Wider­spruch an. “Unse­re kom­plet­te Reha­bi­li­tie­rung noch vor der Wahl soll eben ver­hin­dert wer­den.” Er hat­te bereits frü­her ange­kün­digt, sei­ne Par­tei wer­de gegen Straf­zah­lun­gen not­falls durch alle gericht­li­chen Instan­zen vor­ge­hen. Sie habe nichts Ille­ga­les getan. Gleich­wohl hat der AfD-Bun­des­vor­stand beschlos­sen, eine Mil­li­on Euro wegen der dro­hen­den Straf­zah­lun­gen zurück­zu­le­gen.

Mehr zum The­ma — Die Geschich­te um AfD-Polit­ker Frohn­mai­er und Russ­land aus fran­zö­si­scher Per­spek­ti­ve

Meu­then hat­te im März der Welt gesagt, er selbst habe Anfang 2016 im baden-würt­tem­ber­gi­schen Land­tags­wahl­kampf von der Schwei­zer Goal AG Unter­stüt­zungs­leis­tun­gen wie Pla­ka­te, Fly­er und Anzei­gen im Gegen­wert von 89.800 Euro erhal­ten, die die Bun­des­tags­ver­wal­tung als ille­ga­le Spen­den anse­he.

Im Fall des AfD-Bun­des­vor­stands­mit­glieds Gui­do Reil, der im Jahr dar­auf im NRW-Land­tags­wahl­kampf eben­falls von der Goal AG unter­stützt wur­de, gehe die Bun­des­tags­ver­wal­tung von rechts­wid­ri­gen Zuwen­dun­gen in Höhe von 44.500 Euro aus.

Die Bun­des­tags­ver­wal­tung erklär­te nun, dass “die­se geld­wer­ten Zuwen­dun­gen von der AfD nicht hät­ten ange­nom­men wer­den dür­fen”. In bei­den Fäl­len sei ein Zah­lungs­an­spruch in Höhe des Drei­fa­chen der unzu­läs­sig ange­nom­me­nen Spen­den­be­trä­ge fest­ge­legt wor­den.

Wei­te­re Straf­zah­lun­gen könn­ten auf die AfD wegen Zuwen­dun­gen von rund 132.000 Euro aus der Schweiz an den Kreis­ver­band Boden­see der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Ali­ce Wei­del zukom­men. Deut­sche Par­tei­en dür­fen kei­ne Spen­den von Gön­nern anneh­men, die nicht EU-Bür­ger sind. Des­halb unter­sucht der Bun­des­tag auch die­se Spen­den für den Bun­des­tags­wahl­kampf von Wei­del.

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(rt deutsch/dpa)

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Deutsche Bank schreibt schwarze Zahlen : Milliarden-Boni für Banker


Ein mil­li­ar­den­schwe­rer Bonustopf und Mil­lio­nen für Ex-Chef John Cryan : Die Deut­sche Bank schüt­tet viel Geld an Mit­ar­bei­ter und Top­ma­na­ger für 2018 aus. Der Bonustopf ist mit 1,9 Mil­li­ar­den Euro gefüllt, wie aus dem am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Geschäfts­be­richt des Insti­tuts her­vor­geht, das der­zeit mit der Com­merz­bank über eine Fusi­on ver­han­delt. Im Jahr zuvor waren es noch 2,3 Mil­li­ar­den Euro – aller­dings bei deut­lich mehr Mit­ar­bei­tern. Ex-Chef Cryan bekommt nach nicht ein­mal drei Jah­ren an der Spit­ze des Insti­tuts für sei­nen unfrei­wil­li­gen Abschied eine Abfin­dung von knapp 8,7 Mil­lio­nen Euro.

Sein seit April 2018 amtie­ren­der Nach­fol­ger Chris­ti­an Sewing erhält ins­ge­samt 7 Mil­lio­nen Euro (2017 als Vor­stands­mit­glied : 2,9 Mio). Knapp 3,3 Mil­lio­nen Euro davon sind Fix­ge­halt – der Rest geht auf varia­ble Ver­gü­tun­gen zurück, die zum Teil erst spä­ter aus­ge­zahlt wer­den.

Die Deut­sche Bank hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr erst­mals seit 2014 wie­der Geld ver­dient. Aller­dings blieb der Gewinn mit 341 Mil­lio­nen Euro weit hin­ter dem der meis­ten Kon­kur­ren­ten zurück. Sewing will daher wei­ter Per­so­nal abbau­en. Im ver­gan­ge­nen Jahr sank die Zahl der Voll­zeit­kräf­te um 5.797 auf 91.737.

Top­ver­die­ner in der aktu­el­len Füh­rungs­eta­ge ist der stell­ver­tre­ten­de Vor­stands­chef und Lei­ter der Unter­neh­mens- und Invest­ment­bank, Garth Rit­chie. Er bekam für das ver­gan­ge­ne Jahr eine Gesamt­ver­gü­tung von 8,6 (2017 : 3,25) Mil­lio­nen Euro. Aller­dings sind 3 Mil­lio­nen davon dar­auf zurück­zu­füh­ren, dass er die Ver­ant­wor­tung für die kom­ple­xen und schwie­ri­gen Vor­be­rei­tun­gen der Bank auf den Bre­x­it trägt.

Ex-Chef Cryan ist der­je­ni­ge Vor­stand, der im ver­gan­ge­nen Jahr am meis­ten ver­dien­te, obwohl er wegen der anhal­ten­den Pro­ble­me der Bank Anfang April 2018 zurück­tre­ten müss­te. Neben der Abfin­dung bekam Cryan in den letz­ten Mona­ten sei­ner Amts­zeit noch knapp 1,9 Mil­lio­nen Euro Gehalt.

Hin­zu kommt eine ver­trag­lich fest­ge­leg­te Ent­schä­di­gung in Höhe von 2,2 Mil­lio­nen Euro für ein Ver­bot, in einem bestimm­ten Zeit­raum zu einem Wett­be­wer­ber zu gehen. Damit sum­miert sich Cryans Bezah­lung, die zum Teil aber erst in den kom­men­den Jah­ren aus­ge­schüt­tet wird, auf ins­ge­samt 12,8 Mil­lio­nen Euro.

Die Gesamt­ver­gü­tung der Vor­stands­mit­glie­der stieg auf ins­ge­samt 55,7 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr : 29,8 Mil­lio­nen Euro). Der Auf­sichts­rat habe den Mana­gern erst­mals seit drei Jah­ren eine varia­ble Ver­gü­tung gewährt, erklär­te das Insti­tut. Die­se rich­te sich danach, wie die jewei­li­gen per­sön­li­chen Zie­le und die des Kon­zerns erreicht wür­den. Ins­ge­samt kamen 643 Mit­ar­bei­ter des Insti­tuts auf eine Ver­gü­tung von einer Mil­li­on Euro oder mehr.

Vost­ands­chef Sewing führt seit kur­zem vor allem auf Druck der Poli­tik Fusi­ons­ge­sprä­che mit der Com­merz­bank. Die Gewerk­schaft Ver­di befürch­tet im Fal­le eines Zusam­men­schlus­ses den Ver­lust von bis zu 30.000 Jobs. Ende 2018 beschäf­tig­ten bei­de Insti­tu­te zusam­men gut 133.000 Voll­zeit­kräf­te.

Da der Geschäfts­be­richt vor der Bestä­ti­gung der Gesprä­che am ver­gan­ge­nen Sonn­tag fer­tig­ge­stellt wor­den war, fin­det sich dar­in nichts Neu­es zu dem Fusi­ons­the­ma.

Mit Blick auf das Geschäft sieht die Deut­sche Bank bei den für sie sehr wich­ti­gen Kapi­tal­märk­ten wie­der etwas bes­se­re Bedin­gun­gen als zuletzt. “Im Wert­pa­pier­han­del (Sales & Tra­ding) haben sich die Markt­be­din­gun­gen im ers­ten Quar­tal im Ver­gleich zu dem tur­bu­len­ten Umfeld im vier­ten Quar­tal ver­bes­sert”, schrieb Sewing in dem Geschäfts­be­richt an die Aktio­nä­re. “Im his­to­ri­schen Ver­gleich bleibt die Markt­ak­ti­vi­tät aber rela­tiv gering.” Daher müs­se die Bank vor allem auch wei­ter auf Kos­ten schau­en um die Finanz­zie­le zu errei­chen.

Der Chef des Münch­ner Ifo-Insti­tuts, Cle­mens Fuest, rief unter­des­sen die Poli­tik dazu auf, sich aus einer mög­li­chen Fusi­on her­aus­zu­hal­ten. Fuest sag­te der Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung, die Poli­tik müs­se auf Finanz­sta­bi­li­tät und natür­lich auch auf das Risi­ko einer Haf­tung der Steu­er­zah­ler ach­ten. Eine neue Bank soll­te des­halb beson­ders soli­de sein. “Ansons­ten hat die Poli­tik sich aber raus­zu­hal­ten, wenn zwei Ban­ken über eine Fusi­on spre­chen. Dies gilt umso mehr, als der Wett­be­werb nicht beschränkt wird. Wir haben genug Ban­ken in Deutsch­land, eher zu vie­le.”

(dpa/rt deutsch)

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Trauerfeier endet 14 Sekunden später als geplant – Familie muss 200 Pfund Strafe zahlen


Wie die das Nach­rich­ten­por­tal Grims­by Live  berich­te­te, dür­fe eine Zere­mo­nie im Kre­ma­to­ri­um von Grims­by höchs­tens 40 Minu­ten dau­ern. Die Buchung kos­te 620 Pfund (etwa 715 Euro), eine Ver­län­ge­rung 200 Pfund — so viel wie die Geld­bu­ße. Dabei sei das nicht die ein­zi­ge Ein­äsche­rungs­hal­le in Groß­bri­tan­ni­en, die ein sol­ches Sys­tem betrei­be. Die Geld­bu­ße für die 14 Sekun­den lan­ge Ver­zö­ge­rung wur­de mit Befrem­den auf­ge­nom­men. Ein Kre­ma­to­ri­um-Mit­ar­bei­ter erklär­te der Zei­tung, dass fünf Minu­ten Puf­fer­zeit rat­sam wären. (Grims­by Tele­graph)

Mehr zum The­ma — Fah­rer stoppt Lei­chen­wa­gen nach Geräu­schen in Sarg – Begräb­nis fin­det erst nach Arzt­be­fund statt

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Berliner Gericht : Yukos’ Ex-Aktionäre sollen Russland 188.000 Euro Prozesskosten zahlen


Ein Ber­li­ner Gericht hat ehe­ma­li­ge Aktio­nä­re von Hally’s Par­sons Green, die mit der inzwi­schen erlo­sche­nen Ölge­sell­schaft Yukos ver­bun­den waren, ange­wie­sen, Russ­land sei­ne Gerichts­kos­ten in Höhe von 188.000 Euro zu erstat­ten. Das ver­kün­de­te Andrej Konda­kow, der Lei­ter des Inter­na­tio­nal Legal Pro­tec­tion Cen­ter, das Russ­land im Yukos-Fall ver­tritt, gegen­über TASS. Er erklär­te :

In die­sen Tagen hat das Ber­li­ner Land­ge­richt ein Urteil gefällt, wonach ehe­ma­li­ge Aktio­nä­re der Fir­ma Hally’s Par­sons Green Russ­land 188.000 Euro an Gerichts­kos­ten erstat­ten soll­ten, die mit einem von Deutsch­land im Jahr 2015 ein­ge­lei­te­ten Ver­fah­ren zur For­de­rung Russ­lands nach 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in Über­ein­stim­mung mit den bekann­ten Ent­schei­dun­gen des Den Haa­ger Schieds­ge­richts ver­bun­den sind.

Nach Anga­ben des Anwalts war Deutsch­land das fünf­te Land, in dem ein Gericht die ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­re dazu ver­ur­teil­te, Russ­land die Anwalts­kos­ten im Zusam­men­hang mit unbe­grün­de­ten Kla­gen und Ver­fah­ren im Aus­land, die von den Struk­tu­ren von Hally’s Par­sons Green ein­ge­lei­tet wur­den, zu erstat­ten.

Zuvor tra­fen Gerich­te in Schwe­den, dem Ver­ei­nig­ten König­reich, Frank­reich und Bel­gi­en ähn­li­che Ent­schei­dun­gen. Konda­kow erklär­te wei­ter :

Inzwi­schen erreicht die Gesamt­sum­me der Pro­zess­kos­ten, die nach den Urtei­len der west­li­chen Gerich­te von ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­ren für Russ­land ein­ge­zo­gen wur­de oder hät­te ein­ge­zo­gen wer­den sol­len, 5,7 Mil­lio­nen US-Dol­lar.

Er beton­te, dass Russ­land sei­ne Bemü­hun­gen um den Aus­gleich der Pro­zess­kos­ten im Zusam­men­hang mit der Ver­tei­di­gung sei­ner Rechts­in­ter­es­sen fort­set­zen wer­de.

Das Stän­di­ge Schieds­ge­richt in Den Haag ord­ne­te 2014 an, dass Russ­land fast 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Unter­neh­men zah­len müs­se, die mit ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­ren ver­bun­den sind – Yukos Uni­ver­sal Limi­ted, Hul­ley Enter­pri­ses Limi­ted und Vete­ran Petro­le­um Limi­ted. Das Gericht ent­schied, dass die Schrit­te Russ­lands gegen Yukos als Ent­eig­nung von Inves­ti­tio­nen unter Ver­stoß gegen Arti­kel 45 der Ener­gie­char­ta ange­se­hen wer­den könn­ten, die Russ­land unter­zeich­net, aber nicht rati­fi­ziert hat­te. Am 20. April 2016 befand das Bezirks­ge­richt Den Haag die­se Ent­schei­dung für ungül­tig und erklär­te, dass Russ­land nicht ver­pflich­tet sei, die 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu zah­len.

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Costs plus 50” – USA wollen Deutschland und Japan für US-Truppen zahlen lassen


Die US-Regie­rung berät dar­über, Staa­ten, in denen US-Trup­pen sta­tio­niert sind, die Kos­ten der Besat­zung voll­stän­dig zah­len zu las­sen und von ihnen dar­über hin­aus einen “Zuschlag” von 50 Pro­zent zu ver­lan­gen. Das berich­tet die Nach­rich­ten­agen­tur Bloom­berg. Das Pro­jekt trägt dem­nach den Namen “Costs plus 50”.

Kon­kret genannt wer­den Deutsch­land und Japan, doch auch ande­re Län­der sol­len in der Fol­ge zur Kas­se gebe­ten wer­den. US-Prä­si­dent Donald Trump beklagt seit län­ge­rem, dass sich die “Ver­bün­de­ten” nicht aus­rei­chend an den Kos­ten für ihren “Schutz” betei­lig­ten.

Bereits in der ver­gan­ge­nen Woche wur­de Süd­ko­rea dazu gebracht, mehr für die Prä­senz von 28.500 US-Sol­da­ten auf der korea­ni­schen Halb­in­sel zu bezah­len. Deutsch­land bezahlt nach Bloom­berg-Infor­ma­tio­nen der­zeit 28 Pro­zent der Sta­tio­nie­rungs­kos­ten, jähr­lich etwa eine Mil­li­ar­de Dol­lar. Die­se Kos­ten könn­ten sich durch die Umset­zung des Plans ver­viel­fa­chen.

Bloom­berg berich­tet wei­ter, dass die Plä­ne der US-Regie­rung schon wei­ter fort­ge­schrit­ten sei­en, als bis­her öffent­lich bekannt war. “Costs plus 50” könn­te dem­nach auch dazu die­nen, die “Ver­bün­de­ten” auf US-Kurs zu brin­gen. Län­der, die ihre Poli­tik eng an die der USA anleh­nen, könn­ten mit einem Rabatt rech­nen. Auch als Druck­mit­tel für die Erhö­hung der eige­nen Rüs­tungs­aus­ga­ben der Ver­bün­de­ten könn­te das Pro­jekt die­nen.

Das Sta­te Depart­ment und das US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um lehn­ten es Bloom­berg zufol­ge ab, das Pro­jekt zu kom­men­tie­ren. Regie­rungs­ver­tre­ter aus Japan, Katar und den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten erklär­ten, an sie sei nie­mand mit der­ar­ti­gen Plä­nen her­an­ge­tre­ten. Ein Ver­tre­ter der Deut­schen Bot­schaft in Washing­ton erklär­te, eine der­ar­ti­ge Debat­te gebe es nicht.

In Län­dern wie Deutsch­land und Japan könn­te das US-Pro­jekt für erheb­li­che innen­po­li­ti­sche Ver­wer­fun­gen sor­gen. Die Regie­run­gen bei­der Län­der gel­ten als deut­lich US-freund­li­cher als gro­ße Tei­le der Bevöl­ke­rung, die die Sta­tio­nie­rung von US-Trup­pen weit­hin kri­tisch sehen. Soll­ten die USA tat­säch­lich auf die beschrie­be­ne Wei­se in den besetz­ten Län­dern die Besat­zungs­kos­ten ein­trei­ben, könn­te das Ber­lin und Tokio in eine sehr unan­ge­neh­me Lage ver­set­zen.

Die Lin­ken-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Sah­ra Wagen­knecht kri­ti­sier­te das Vor­ha­ben der US-Regie­rung auf Face­book deut­lich.

Mehr zum The­ma — Nach Streit um Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben : Süd­ko­rea muss mehr für US-Mili­tärs zah­len

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Nach Streit um Verteidigungsausgaben : Südkorea muss mehr für US-Militärs zahlen


Für die Prä­senz von 28.500 US-Sol­da­ten auf der korea­ni­schen Halb­in­sel sag­te Süd­ko­rea zu, für die­ses Jahr 920 Mil­lio­nen Dol­lar zu zah­len. Im Vor­jahr waren es 830 Mil­lio­nen Dol­lar. Trotz der ange­kün­dig­ten Aus­set­zung der gro­ßen gemein­sa­men Mili­tär­ma­nö­ver soll Süd­ko­rea mehr bezah­len. 

Dem Ver­trag gin­gen zehn Run­den an Gesprä­chen im letz­ten Jahr vor­aus. Es war schwie­rig, einen Kon­sens zu fin­den. Die USA for­der­ten einen höhe­ren Anteil von den Süd­ko­rea­nern. 

Der im Jahr 2014 unter­schrie­be­ne Ver­trag war 2018 aus­ge­lau­fen. Die Unter­zeich­nung des Kos­ten­ver­trags fand schließ­lich am Frei­tag im süd­ko­rea­ni­schen Außen­mi­nis­te­ri­um statt. Die süd­ko­rea­ni­sche Außen­mi­nis­te­rin Kang Kyung-wha sag­te gegen­über dem US-Bot­schaf­ter Har­ry Har­ris : 

Dies wird jetzt das Fun­da­ment — eines der Fun­da­men­te — der Alli­anz und etwas, auf das die Alli­anz bau­en wird, um stär­ker und grö­ßer zu wer­den. 

Die süd­ko­rea­ni­sche Natio­nal­ver­samm­lung muss den Ver­trag noch rati­fi­zie­ren. Die­ser wird ein Jahr lang gül­tig sein. Süd­ko­rea hat­te eine län­ge­re Gül­tig­keits­dau­er gefor­dert. Schon bald wer­den Washing­ton und Seo­ul neu ver­han­deln müs­sen. 

US-Prä­si­dent Donald Trump hat­te den Süd­ko­rea­nern gedroht sei­ne Trup­pen aus Süd­ko­rea abzu­zie­hen. Für Nord­ko­rea stellt die hohe mili­tä­ri­sche Prä­senz der USA eine Bedro­hung dar. Kri­tik wur­de auch von Chi­na an dem US-THAAD-Sys­tem geübt. Dar­auf­hin behin­der­te Chi­na Geschäf­te des süd­ko­rea­ni­schen Unter­neh­mens Lot­te. Die­se hat­te in einem Land­tausch mit der süd­ko­rea­ni­schen Regie­rung die THAAD-Auf­stel­lung ermög­licht. 

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Weltbank : Venezuela muss US-Ölkonzern Milliarden-Entschädigung zahlen


Vene­zue­la kann die Ent­schei­dung noch anfech­ten. Bei dem seit über zehn Jah­ren andau­ern­den Streit geht es um die Über­nah­me von Ölfel­dern durch die Regie­rung des dama­li­gen Prä­si­den­ten Hugo Chá­vez. Das Welt­bank-Tri­bu­nal hat­te die Akti­on schon im Jahr 2013 als unrecht­mä­ßi­ge Ent­eig­nung bewer­tet. (dpa)

Mehr zum The­ma — USA set­zen Madu­ro wei­ter unter Druck : Über­ga­be der Kon­trol­le von Citgo an Oppo­si­ti­on

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Keine Zahlen mehr zu zivilen Todesopfern durch CIA-Drohnen


Erst 2016 hat­te Prä­si­dent Oba­ma unter Druck der Öffent­lich­keit ein Gesetz ein­ge­führt, dass die Zahl zivi­ler Todes­op­fer durch ame­ri­ka­ni­sche Droh­nen­ein­sät­ze von CIA und Mili­tär öffent­lich gemacht wer­den muss. Die Trump-Admi­nis­tra­ti­on schafft die­ses Gesetz nun zum Teil wie­der ab.
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