Deutsche Bank schreibt schwarze Zahlen : Milliarden-Boni für Banker


Ein mil­li­ar­den­schwe­rer Bonustopf und Mil­lio­nen für Ex-Chef John Cryan : Die Deut­sche Bank schüt­tet viel Geld an Mit­ar­bei­ter und Top­ma­na­ger für 2018 aus. Der Bonustopf ist mit 1,9 Mil­li­ar­den Euro gefüllt, wie aus dem am Frei­tag ver­öf­fent­lich­ten Geschäfts­be­richt des Insti­tuts her­vor­geht, das der­zeit mit der Com­merz­bank über eine Fusi­on ver­han­delt. Im Jahr zuvor waren es noch 2,3 Mil­li­ar­den Euro – aller­dings bei deut­lich mehr Mit­ar­bei­tern. Ex-Chef Cryan bekommt nach nicht ein­mal drei Jah­ren an der Spit­ze des Insti­tuts für sei­nen unfrei­wil­li­gen Abschied eine Abfin­dung von knapp 8,7 Mil­lio­nen Euro.

Sein seit April 2018 amtie­ren­der Nach­fol­ger Chris­ti­an Sewing erhält ins­ge­samt 7 Mil­lio­nen Euro (2017 als Vor­stands­mit­glied : 2,9 Mio). Knapp 3,3 Mil­lio­nen Euro davon sind Fix­ge­halt – der Rest geht auf varia­ble Ver­gü­tun­gen zurück, die zum Teil erst spä­ter aus­ge­zahlt wer­den.

Die Deut­sche Bank hat­te im ver­gan­ge­nen Jahr erst­mals seit 2014 wie­der Geld ver­dient. Aller­dings blieb der Gewinn mit 341 Mil­lio­nen Euro weit hin­ter dem der meis­ten Kon­kur­ren­ten zurück. Sewing will daher wei­ter Per­so­nal abbau­en. Im ver­gan­ge­nen Jahr sank die Zahl der Voll­zeit­kräf­te um 5.797 auf 91.737.

Top­ver­die­ner in der aktu­el­len Füh­rungs­eta­ge ist der stell­ver­tre­ten­de Vor­stands­chef und Lei­ter der Unter­neh­mens- und Invest­ment­bank, Garth Rit­chie. Er bekam für das ver­gan­ge­ne Jahr eine Gesamt­ver­gü­tung von 8,6 (2017 : 3,25) Mil­lio­nen Euro. Aller­dings sind 3 Mil­lio­nen davon dar­auf zurück­zu­füh­ren, dass er die Ver­ant­wor­tung für die kom­ple­xen und schwie­ri­gen Vor­be­rei­tun­gen der Bank auf den Bre­x­it trägt.

Ex-Chef Cryan ist der­je­ni­ge Vor­stand, der im ver­gan­ge­nen Jahr am meis­ten ver­dien­te, obwohl er wegen der anhal­ten­den Pro­ble­me der Bank Anfang April 2018 zurück­tre­ten müss­te. Neben der Abfin­dung bekam Cryan in den letz­ten Mona­ten sei­ner Amts­zeit noch knapp 1,9 Mil­lio­nen Euro Gehalt.

Hin­zu kommt eine ver­trag­lich fest­ge­leg­te Ent­schä­di­gung in Höhe von 2,2 Mil­lio­nen Euro für ein Ver­bot, in einem bestimm­ten Zeit­raum zu einem Wett­be­wer­ber zu gehen. Damit sum­miert sich Cryans Bezah­lung, die zum Teil aber erst in den kom­men­den Jah­ren aus­ge­schüt­tet wird, auf ins­ge­samt 12,8 Mil­lio­nen Euro.

Die Gesamt­ver­gü­tung der Vor­stands­mit­glie­der stieg auf ins­ge­samt 55,7 Mil­lio­nen Euro (Vor­jahr : 29,8 Mil­lio­nen Euro). Der Auf­sichts­rat habe den Mana­gern erst­mals seit drei Jah­ren eine varia­ble Ver­gü­tung gewährt, erklär­te das Insti­tut. Die­se rich­te sich danach, wie die jewei­li­gen per­sön­li­chen Zie­le und die des Kon­zerns erreicht wür­den. Ins­ge­samt kamen 643 Mit­ar­bei­ter des Insti­tuts auf eine Ver­gü­tung von einer Mil­li­on Euro oder mehr.

Vost­ands­chef Sewing führt seit kur­zem vor allem auf Druck der Poli­tik Fusi­ons­ge­sprä­che mit der Com­merz­bank. Die Gewerk­schaft Ver­di befürch­tet im Fal­le eines Zusam­men­schlus­ses den Ver­lust von bis zu 30.000 Jobs. Ende 2018 beschäf­tig­ten bei­de Insti­tu­te zusam­men gut 133.000 Voll­zeit­kräf­te.

Da der Geschäfts­be­richt vor der Bestä­ti­gung der Gesprä­che am ver­gan­ge­nen Sonn­tag fer­tig­ge­stellt wor­den war, fin­det sich dar­in nichts Neu­es zu dem Fusi­ons­the­ma.

Mit Blick auf das Geschäft sieht die Deut­sche Bank bei den für sie sehr wich­ti­gen Kapi­tal­märk­ten wie­der etwas bes­se­re Bedin­gun­gen als zuletzt. “Im Wert­pa­pier­han­del (Sales & Tra­ding) haben sich die Markt­be­din­gun­gen im ers­ten Quar­tal im Ver­gleich zu dem tur­bu­len­ten Umfeld im vier­ten Quar­tal ver­bes­sert”, schrieb Sewing in dem Geschäfts­be­richt an die Aktio­nä­re. “Im his­to­ri­schen Ver­gleich bleibt die Markt­ak­ti­vi­tät aber rela­tiv gering.” Daher müs­se die Bank vor allem auch wei­ter auf Kos­ten schau­en um die Finanz­zie­le zu errei­chen.

Der Chef des Münch­ner Ifo-Insti­tuts, Cle­mens Fuest, rief unter­des­sen die Poli­tik dazu auf, sich aus einer mög­li­chen Fusi­on her­aus­zu­hal­ten. Fuest sag­te der Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung, die Poli­tik müs­se auf Finanz­sta­bi­li­tät und natür­lich auch auf das Risi­ko einer Haf­tung der Steu­er­zah­ler ach­ten. Eine neue Bank soll­te des­halb beson­ders soli­de sein. “Ansons­ten hat die Poli­tik sich aber raus­zu­hal­ten, wenn zwei Ban­ken über eine Fusi­on spre­chen. Dies gilt umso mehr, als der Wett­be­werb nicht beschränkt wird. Wir haben genug Ban­ken in Deutsch­land, eher zu vie­le.”

(dpa/rt deutsch)

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Trauerfeier endet 14 Sekunden später als geplant – Familie muss 200 Pfund Strafe zahlen


Wie die das Nach­rich­ten­por­tal Grims­by Live  berich­te­te, dür­fe eine Zere­mo­nie im Kre­ma­to­ri­um von Grims­by höchs­tens 40 Minu­ten dau­ern. Die Buchung kos­te 620 Pfund (etwa 715 Euro), eine Ver­län­ge­rung 200 Pfund — so viel wie die Geld­bu­ße. Dabei sei das nicht die ein­zi­ge Ein­äsche­rungs­hal­le in Groß­bri­tan­ni­en, die ein sol­ches Sys­tem betrei­be. Die Geld­bu­ße für die 14 Sekun­den lan­ge Ver­zö­ge­rung wur­de mit Befrem­den auf­ge­nom­men. Ein Kre­ma­to­ri­um-Mit­ar­bei­ter erklär­te der Zei­tung, dass fünf Minu­ten Puf­fer­zeit rat­sam wären. (Grims­by Tele­graph)

Mehr zum The­ma — Fah­rer stoppt Lei­chen­wa­gen nach Geräu­schen in Sarg – Begräb­nis fin­det erst nach Arzt­be­fund statt

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Berliner Gericht : Yukos’ Ex-Aktionäre sollen Russland 188.000 Euro Prozesskosten zahlen


Ein Ber­li­ner Gericht hat ehe­ma­li­ge Aktio­nä­re von Hally’s Par­sons Green, die mit der inzwi­schen erlo­sche­nen Ölge­sell­schaft Yukos ver­bun­den waren, ange­wie­sen, Russ­land sei­ne Gerichts­kos­ten in Höhe von 188.000 Euro zu erstat­ten. Das ver­kün­de­te Andrej Konda­kow, der Lei­ter des Inter­na­tio­nal Legal Pro­tec­tion Cen­ter, das Russ­land im Yukos-Fall ver­tritt, gegen­über TASS. Er erklär­te :

In die­sen Tagen hat das Ber­li­ner Land­ge­richt ein Urteil gefällt, wonach ehe­ma­li­ge Aktio­nä­re der Fir­ma Hally’s Par­sons Green Russ­land 188.000 Euro an Gerichts­kos­ten erstat­ten soll­ten, die mit einem von Deutsch­land im Jahr 2015 ein­ge­lei­te­ten Ver­fah­ren zur For­de­rung Russ­lands nach 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar in Über­ein­stim­mung mit den bekann­ten Ent­schei­dun­gen des Den Haa­ger Schieds­ge­richts ver­bun­den sind.

Nach Anga­ben des Anwalts war Deutsch­land das fünf­te Land, in dem ein Gericht die ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­re dazu ver­ur­teil­te, Russ­land die Anwalts­kos­ten im Zusam­men­hang mit unbe­grün­de­ten Kla­gen und Ver­fah­ren im Aus­land, die von den Struk­tu­ren von Hally’s Par­sons Green ein­ge­lei­tet wur­den, zu erstat­ten.

Zuvor tra­fen Gerich­te in Schwe­den, dem Ver­ei­nig­ten König­reich, Frank­reich und Bel­gi­en ähn­li­che Ent­schei­dun­gen. Konda­kow erklär­te wei­ter :

Inzwi­schen erreicht die Gesamt­sum­me der Pro­zess­kos­ten, die nach den Urtei­len der west­li­chen Gerich­te von ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­ren für Russ­land ein­ge­zo­gen wur­de oder hät­te ein­ge­zo­gen wer­den sol­len, 5,7 Mil­lio­nen US-Dol­lar.

Er beton­te, dass Russ­land sei­ne Bemü­hun­gen um den Aus­gleich der Pro­zess­kos­ten im Zusam­men­hang mit der Ver­tei­di­gung sei­ner Rechts­in­ter­es­sen fort­set­zen wer­de.

Das Stän­di­ge Schieds­ge­richt in Den Haag ord­ne­te 2014 an, dass Russ­land fast 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar an Unter­neh­men zah­len müs­se, die mit ehe­ma­li­gen Yukos-Aktio­nä­ren ver­bun­den sind – Yukos Uni­ver­sal Limi­ted, Hul­ley Enter­pri­ses Limi­ted und Vete­ran Petro­le­um Limi­ted. Das Gericht ent­schied, dass die Schrit­te Russ­lands gegen Yukos als Ent­eig­nung von Inves­ti­tio­nen unter Ver­stoß gegen Arti­kel 45 der Ener­gie­char­ta ange­se­hen wer­den könn­ten, die Russ­land unter­zeich­net, aber nicht rati­fi­ziert hat­te. Am 20. April 2016 befand das Bezirks­ge­richt Den Haag die­se Ent­schei­dung für ungül­tig und erklär­te, dass Russ­land nicht ver­pflich­tet sei, die 50 Mil­li­ar­den US-Dol­lar zu zah­len.

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Costs plus 50” – USA wollen Deutschland und Japan für US-Truppen zahlen lassen


Die US-Regie­rung berät dar­über, Staa­ten, in denen US-Trup­pen sta­tio­niert sind, die Kos­ten der Besat­zung voll­stän­dig zah­len zu las­sen und von ihnen dar­über hin­aus einen “Zuschlag” von 50 Pro­zent zu ver­lan­gen. Das berich­tet die Nach­rich­ten­agen­tur Bloom­berg. Das Pro­jekt trägt dem­nach den Namen “Costs plus 50”.

Kon­kret genannt wer­den Deutsch­land und Japan, doch auch ande­re Län­der sol­len in der Fol­ge zur Kas­se gebe­ten wer­den. US-Prä­si­dent Donald Trump beklagt seit län­ge­rem, dass sich die “Ver­bün­de­ten” nicht aus­rei­chend an den Kos­ten für ihren “Schutz” betei­lig­ten.

Bereits in der ver­gan­ge­nen Woche wur­de Süd­ko­rea dazu gebracht, mehr für die Prä­senz von 28.500 US-Sol­da­ten auf der korea­ni­schen Halb­in­sel zu bezah­len. Deutsch­land bezahlt nach Bloom­berg-Infor­ma­tio­nen der­zeit 28 Pro­zent der Sta­tio­nie­rungs­kos­ten, jähr­lich etwa eine Mil­li­ar­de Dol­lar. Die­se Kos­ten könn­ten sich durch die Umset­zung des Plans ver­viel­fa­chen.

Bloom­berg berich­tet wei­ter, dass die Plä­ne der US-Regie­rung schon wei­ter fort­ge­schrit­ten sei­en, als bis­her öffent­lich bekannt war. “Costs plus 50” könn­te dem­nach auch dazu die­nen, die “Ver­bün­de­ten” auf US-Kurs zu brin­gen. Län­der, die ihre Poli­tik eng an die der USA anleh­nen, könn­ten mit einem Rabatt rech­nen. Auch als Druck­mit­tel für die Erhö­hung der eige­nen Rüs­tungs­aus­ga­ben der Ver­bün­de­ten könn­te das Pro­jekt die­nen.

Das Sta­te Depart­ment und das US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um lehn­ten es Bloom­berg zufol­ge ab, das Pro­jekt zu kom­men­tie­ren. Regie­rungs­ver­tre­ter aus Japan, Katar und den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten erklär­ten, an sie sei nie­mand mit der­ar­ti­gen Plä­nen her­an­ge­tre­ten. Ein Ver­tre­ter der Deut­schen Bot­schaft in Washing­ton erklär­te, eine der­ar­ti­ge Debat­te gebe es nicht.

In Län­dern wie Deutsch­land und Japan könn­te das US-Pro­jekt für erheb­li­che innen­po­li­ti­sche Ver­wer­fun­gen sor­gen. Die Regie­run­gen bei­der Län­der gel­ten als deut­lich US-freund­li­cher als gro­ße Tei­le der Bevöl­ke­rung, die die Sta­tio­nie­rung von US-Trup­pen weit­hin kri­tisch sehen. Soll­ten die USA tat­säch­lich auf die beschrie­be­ne Wei­se in den besetz­ten Län­dern die Besat­zungs­kos­ten ein­trei­ben, könn­te das Ber­lin und Tokio in eine sehr unan­ge­neh­me Lage ver­set­zen.

Die Lin­ken-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Sah­ra Wagen­knecht kri­ti­sier­te das Vor­ha­ben der US-Regie­rung auf Face­book deut­lich.

Mehr zum The­ma — Nach Streit um Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben : Süd­ko­rea muss mehr für US-Mili­tärs zah­len

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Nach Streit um Verteidigungsausgaben : Südkorea muss mehr für US-Militärs zahlen


Für die Prä­senz von 28.500 US-Sol­da­ten auf der korea­ni­schen Halb­in­sel sag­te Süd­ko­rea zu, für die­ses Jahr 920 Mil­lio­nen Dol­lar zu zah­len. Im Vor­jahr waren es 830 Mil­lio­nen Dol­lar. Trotz der ange­kün­dig­ten Aus­set­zung der gro­ßen gemein­sa­men Mili­tär­ma­nö­ver soll Süd­ko­rea mehr bezah­len. 

Dem Ver­trag gin­gen zehn Run­den an Gesprä­chen im letz­ten Jahr vor­aus. Es war schwie­rig, einen Kon­sens zu fin­den. Die USA for­der­ten einen höhe­ren Anteil von den Süd­ko­rea­nern. 

Der im Jahr 2014 unter­schrie­be­ne Ver­trag war 2018 aus­ge­lau­fen. Die Unter­zeich­nung des Kos­ten­ver­trags fand schließ­lich am Frei­tag im süd­ko­rea­ni­schen Außen­mi­nis­te­ri­um statt. Die süd­ko­rea­ni­sche Außen­mi­nis­te­rin Kang Kyung-wha sag­te gegen­über dem US-Bot­schaf­ter Har­ry Har­ris : 

Dies wird jetzt das Fun­da­ment — eines der Fun­da­men­te — der Alli­anz und etwas, auf das die Alli­anz bau­en wird, um stär­ker und grö­ßer zu wer­den. 

Die süd­ko­rea­ni­sche Natio­nal­ver­samm­lung muss den Ver­trag noch rati­fi­zie­ren. Die­ser wird ein Jahr lang gül­tig sein. Süd­ko­rea hat­te eine län­ge­re Gül­tig­keits­dau­er gefor­dert. Schon bald wer­den Washing­ton und Seo­ul neu ver­han­deln müs­sen. 

US-Prä­si­dent Donald Trump hat­te den Süd­ko­rea­nern gedroht sei­ne Trup­pen aus Süd­ko­rea abzu­zie­hen. Für Nord­ko­rea stellt die hohe mili­tä­ri­sche Prä­senz der USA eine Bedro­hung dar. Kri­tik wur­de auch von Chi­na an dem US-THAAD-Sys­tem geübt. Dar­auf­hin behin­der­te Chi­na Geschäf­te des süd­ko­rea­ni­schen Unter­neh­mens Lot­te. Die­se hat­te in einem Land­tausch mit der süd­ko­rea­ni­schen Regie­rung die THAAD-Auf­stel­lung ermög­licht. 

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Weltbank : Venezuela muss US-Ölkonzern Milliarden-Entschädigung zahlen


Vene­zue­la kann die Ent­schei­dung noch anfech­ten. Bei dem seit über zehn Jah­ren andau­ern­den Streit geht es um die Über­nah­me von Ölfel­dern durch die Regie­rung des dama­li­gen Prä­si­den­ten Hugo Chá­vez. Das Welt­bank-Tri­bu­nal hat­te die Akti­on schon im Jahr 2013 als unrecht­mä­ßi­ge Ent­eig­nung bewer­tet. (dpa)

Mehr zum The­ma — USA set­zen Madu­ro wei­ter unter Druck : Über­ga­be der Kon­trol­le von Citgo an Oppo­si­ti­on

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Keine Zahlen mehr zu zivilen Todesopfern durch CIA-Drohnen


Erst 2016 hat­te Prä­si­dent Oba­ma unter Druck der Öffent­lich­keit ein Gesetz ein­ge­führt, dass die Zahl zivi­ler Todes­op­fer durch ame­ri­ka­ni­sche Droh­nen­ein­sät­ze von CIA und Mili­tär öffent­lich gemacht wer­den muss. Die Trump-Admi­nis­tra­ti­on schafft die­ses Gesetz nun zum Teil wie­der ab.
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Domino’s beschert treuen Kunden lebenslanges Pizza-Abo – und lässt sie Steuer dafür selbst zahlen


Seit Jah­res­an­fang tru­del­ten bei den ins­ge­samt 381 Gewin­nern der Wer­be­ak­ti­on Brie­fe der Steu­er­be­hör­de ein, die sie über einen fäl­li­gen Steu­er­rück­stand infor­mier­ten. Laut dem Por­tal Dai­ly Storm han­delt es sich dabei um einen Geld­be­trag in Höhe von cir­ca 4.000 Rubel (53 Euro) pro Jahr. Dies sind nicht die ein­zi­gen Ver­pflich­tun­gen, die den täto­wier­ten Domino’s-Fans auf­er­legt wur­den : Um ihre Piz­za gra­tis zu bekom­men, müs­sen sie außer­dem regel­mä­ßig nach­wei­sen, dass ihre Tat­toos noch vor­han­den sind, sowie min­des­tens 30-mal pro Jahr Filia­len der Piz­ze­ria besu­chen, was mit Quit­tun­gen zu bele­gen ist. Zudem dür­fen sie in den sozia­len Netz­wer­ken kei­ne nega­ti­ven Kom­men­ta­re über das Unter­neh­men pos­ten.

Mehr zum The­ma — Bei Gra­tis-Piz­za das eige­ne Begräb­nis vor­pla­nen

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Wegen Kopftuch keine Anstellung als Lehrerin : Land Berlin soll Entschädigung zahlen


Das Land Ber­lin muss einer Frau eine Ent­schä­di­gung zah­len, weil die beken­nen­de Mus­li­ma wegen ihres Kopf­tu­ches nicht als Leh­re­rin ein­ge­stellt wur­de. Die Infor­ma­ti­ke­rin erhielt vom Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ein­halb Monats­ge­häl­ter zuge­spro­chen, etwa 5.900 Euro. Das Gericht stell­te fest, dass die Frau wegen des Kopf­tuch­ver­bots Nach­tei­le erlit­ten habe und dis­kri­mi­niert wor­den sei. Damit hat das Lan­des­ge­richt anders ent­schie­den als die Vor­in­stanz.

Die Ver­tre­te­rin der Bil­dungs­ver­wal­tung, Sey­ran Ateş, kün­dig­te an, dass das Land vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt in Erfurt in Revi­si­on gehen wer­de.

Ich hal­te das Urteil für falsch”, sag­te die pro­mi­nen­te Anwäl­tin und Frau­en­recht­le­rin. “Reli­giö­se Kon­flik­te wer­den nicht gelöst, wenn eine Frau mit Kopf­tuch vor die Klas­se tritt.”

Die Infor­ma­ti­ke­rin hat­te sich als Quer­ein­stei­ge­rin für Gym­na­si­en, Sekun­dar­schu­len und Berufs­schu­len bewor­ben. Sie war abge­lehnt wor­den, unter ande­rem, weil es aus­rei­chend Bewer­ber mit ent­spre­chen­der Lauf­bahn gab, denen man vor Quer­ein­stei­gern den Vor­zug gab. Aber schon bei der Bewer­bungs­ge­spräch soll ein Schul­rat sie dar­auf hin­ge­wie­sen haben, dass sie auf­grund des Ber­li­ner Neu­tra­li­täts­ge­set­zes nicht mit Kopf­tuch unter­rich­ten dür­fe. Sie war aber nicht bereit, das Kopf­tuch abzu­le­gen, obwohl die­ses am Gym­na­si­um nicht gestat­tet ist. Dar­auf­hin klag­te sie und ver­lang­te eine Ent­schä­di­gung.

Das Ber­li­ner Neu­tra­li­täts­ge­setz erlaubt als ein­zi­ge Aus­nah­me für Leh­re­rin­nen mit Kopf­tuch, dass sie an Berufs­schu­len unter­rich­ten dür­fen, weil die Schü­ler dort meist schon voll­jäh­rig und somit weni­ger beein­fluss­bar sei­en.

Dem­nächst soll die Beru­fung einer wei­te­ren Leh­re­rin ver­han­delt wer­den, die mit Kopf­tuch an einer Grund­schu­le unter­rich­ten wür­de.

Mehr zum The­ma — Kopf­tuch-Ver­bot vor Gericht unzu­läs­sig : Frau setzt sich vor EGMR in Straß­burg durch

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Polens “Souveränität” bedeutet, mehr für US-amerikanisches Flüssiggas zu zahlen


PGNiG, das staat­li­che Gas­un­ter­neh­men Polens, ver­kün­de­te am Mitt­woch, dass die USA zwei Mil­lio­nen Ton­nen LNG pro Jahr oder 2,7 Mil­li­ar­den Kubik­me­ter Erd­gas nach der Regasi­fi­zie­rung bereit­stel­len wür­den. Die Lie­fe­run­gen sol­len ab 2022 begin­nen.

Der Pre­mier­mi­nis­ter des Lan­des, Mateusz Mora­wi­ecki, sag­te, dass die Ver­ein­ba­rung die “Sou­ve­rä­ni­tät” und die “Wett­be­werbs­fä­hig­keit” des pol­ni­schen Ener­gie­sek­tors erhö­hen wür­de. Der Vize-Chef von PGNiG, Maciej Woz­ni­ak, füg­te hin­zu, dass sein Unter­neh­men bis Ende 2018 min­des­tens einen neu­en lang­fris­ti­gen Ver­trag zur Siche­rung der LNG-Gas­ver­sor­gung Polens abschlie­ßen wird.

Das staat­li­che pol­ni­sche Gas­un­ter­neh­men behaup­te­te wei­ter, dass LNG aus den USA fast 30 Pro­zent bil­li­ger wäre als rus­si­sches Erd­gas. Offi­zi­el­le Stu­di­en sagen jedoch etwas ande­res. So hat bei­spiels­wei­se das Oxford Insti­tu­te for Ener­gy Stu­dies ein Memo ver­öf­fent­licht, in dem es heißt, dass US-LNG teu­rer sei als rus­si­sches Gas, das für Euro­pa die güns­tigs­te Opti­on dar­stel­le. Die Stu­die wies außer­dem dar­auf hin, dass das Pum­pen von Gas durch die Pipe­lines Nord Stream und Nord Stream 2 bil­li­ger wäre als der Tran­sit durch die Ukrai­ne.

Mehr zum The­ma — Drei-Mee­res-Initia­ti­ve in Ost­eu­ro­pa : Russ­land raus, US-Gas rein

Bereits im Juni ver­kün­de­te PGNiG :

Der Kauf von ver­flüs­sig­tem Erd­gas in den USA wird nicht nur eine wei­te­re Diver­si­fi­zie­rung unse­res Import­port­fo­li­os nach 2022 ermög­li­chen, son­dern auch die Ent­wick­lung unse­rer Han­dels­kom­pe­ten­zen und die Prä­senz von PGNiG als glo­ba­ler LNG-Markt­teil­neh­mer ermög­li­chen.

Die rus­si­sche Gaz­prom berich­te­te am Mitt­woch, dass die Gas­lie­fe­run­gen von Russ­land nach Polen in letz­ter Zeit zuge­nom­men haben. Das Unter­neh­men erklär­te :

Inmit­ten der gan­zen Rhe­to­rik gegen rus­si­sches Gas stie­gen die Lie­fe­run­gen nach Polen in die­sem Jahr um fast zehn Pro­zent.

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