Russland ein vollwertiger Partner”: Zentralafrika offen für Errichtung von Militärbasis


Wir haben noch nicht über die spe­zi­fi­sche Ent­wick­lung einer Basis gespro­chen, aber eine sol­che Mög­lich­keit ist in dem bereits zwi­schen unse­ren Län­dern geschlos­se­nen Rah­men­ab­kom­men nicht aus­ge­schlos­sen. Wenn die Prä­si­den­ten, als obers­te Ober­be­fehls­ha­ber, als Füh­rer ihrer Natio­nen, die Ent­schei­dung tref­fen, eine Basis zu errich­ten, bedeu­tet das, dass unse­re Län­der sich dar­auf eini­gen wer­den, und wir als Minis­ter wer­den das umset­zen”, sag­te Marie-Noel­le Koya­ra.

Die Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin die­ses vom Bür­ger­krieg geschüt­tel­ten Lan­des sag­te, dass mit Russ­lands Unter­stüt­zung ein Armee-Trai­nings­zen­trum in Beren­go ein­ge­rich­tet wur­de. Sie sag­te, das Zen­trum kön­ne eigent­lich nicht als rus­si­sche Mili­tär­ba­sis ange­se­hen wer­den, füg­te aber hin­zu, dass die Bevöl­ke­rung bereits begann, das als sol­che wahr­zu­neh­men.

Unse­re Bevöl­ke­rung nimmt Russ­land sehr posi­tiv wahr. Wenn es um Russ­land geht, ver­ste­hen die Men­schen, dass dies ein voll­wer­ti­ger Part­ner ist, der die Zukunft des Lan­des ver­än­dern kann. Und es ist die­se Unter­stüt­zung durch die Men­schen, sozu­sa­gen von der Mas­se her, die dar­auf hin­deu­tet, dass das Wort “Part­ner” für Russ­land voll zutref­fend ist”, füg­te die Minis­te­rin hin­zu.

Ihren Anga­ben zufol­ge sind inzwi­schen die Behör­den und bewaff­ne­ten Grup­pen der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik bereit für ein Tref­fen über die Bei­le­gung der Strei­tig­kei­ten unter der Schirm­herr­schaft der Afri­ka­ni­schen Uni­on.

Die bewaff­ne­ten Grup­pen sind bereit für ein Tref­fen, wir sind bereit für ein Tref­fen, alle inter­es­sier­ten Par­tei­en sind bereit für ein Tref­fen, und jetzt war­ten wir auf die Ant­wort der Afri­ka­ni­schen Uni­on als Koor­di­na­tor, wann und wo es statt­fin­den soll”, sag­te Koya­ra.

Das Tref­fen zur Bei­le­gung des Kon­flikts in der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik unter der Schirm­herr­schaft der Afri­ka­ni­schen Uni­on soll­te zur Ent­wick­lung eines Fahr­plans füh­ren, sag­te Marie-Noel­le Koya­ra.

Nach der Ent­waff­nung von Anti-Bala­ka und Sele­ka in der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik könn­ten sich die bewaff­ne­ten Grup­pen den offi­zi­el­len Sicher­heits­struk­tu­ren anschlie­ßen, beton­te Koya­ra.

Das Haupt­ziel die­ses Dia­logs ist es, die­se Grup­pen zur Ent­waff­nung zu brin­gen. Danach haben sie in der Tat zwei Wege. Wer will, kann sich den Sicher­heits­be­hör­den anschlie­ßen. Das sind die Poli­zei, die Armee, die Gen­dar­me­rie und die an der Forst­wirt­schaft Betei­lig­ten”, sag­te Koya­ra.

Ande­re, sag­te sie, könn­ten im Rah­men (zivi­ler) öffent­li­cher Pro­jek­te und durch Sozi­al­pro­gram­me in ein fried­li­ches Leben zurück­keh­ren.

Die Zen­tral­afri­ka­ni­sche Repu­blik wur­de durch einen gewalt­sa­men Kon­flikt, der seit 2012 wütet, zwi­schen der christ­li­chen Anti-Bala­ka-Miliz, der Sele­ka-Frak­ti­on und der Regie­rung desta­bi­li­siert. Seit 2014 ist das Land durch die­se drei Grup­pen gespal­ten. Ende August unter­zeich­ne­ten die Sele­ka und die Anti-Bala­ka-Miliz nach einem von Russ­land aus­ge­han­del­ten Frie­dens­tref­fen in der suda­ne­si­schen Haupt­stadt Khar­tum eine Absichts­er­klä­rung.

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Russland und Zentralafrika unterzeichnen Vertrag über Militärpartnerschaft


Das Abkom­men soll “enge Bezie­hun­gen im Ver­tei­di­gungs­be­reich zwi­schen den bei­den Län­dern fes­ti­gen”, beton­te Schoi­gu. Seit dem Jahr 2013 wer­den in der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik rus­si­sche Mili­tär­be­ra­ter sta­tio­niert. Sie hel­fen bei der Aus­bil­dung der ört­li­chen Streit­kräf­te und gewähr­leis­ten die Sicher­heit des Staats­prä­si­den­ten Faus­tin-Archan­ge Toua­de­ra.

Am 30. Juli wur­den in der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik der rus­si­sche Jour­na­list Orhan Dsche­mal, der Regis­seur Alex­an­der Rasst­or­gu­jew und der Kame­ra­mann Kirill Rad­tschen­ko getö­tet. Sie woll­ten im Land einen Doku­men­tar­film dre­hen. Nach vor­läu­fi­gen Anga­ben star­ben die rus­si­schen Staats­bür­ger bei einem Raub­über­fall.

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Milizen in Zentralafrika töteten laut HRW Hunderte von Zivilisten


Preview In der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Repu­blik haben Mili­zen in den ver­gan­ge­nen zwei­ein­halb Jah­ren Men­schen­recht­lern zufol­ge min­des­tens 560 Men­schen getö­tet. Seit Ende 2014 miss­brauch­ten Kämp­fer zudem etli­che Men­schen sexu­ell und zer­stör­ten mehr als 4200 Häu­ser, wie Human Rights Watch in einem am Mitt­woch ver­öf­fent­li­chen Bericht mit­teil­te.
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