Konflikt zwischen Nuklearmächten ist nicht kontrollierbar : Mögliche Kriegsszenarien für Syrien


von Wla­dis­law San­kin 

Die inter­na­tio­na­le Anti-Che­mie­waf­fen-Insti­tu­ti­on OPCW hat zuge­sagt, den Ort des angeb­li­chen Gift­gas­ein­sat­zes im syri­schen Duma zu unter­su­chen : Die syri­sche Regie­rung und Russ­land haben die inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­ti­on offi­zi­ell dazu ein­ge­la­den. Doch wer­den ihre Mit­ar­bei­ter den Ort des angeb­li­chen Gesche­hens über­haupt errei­chen kön­nen, ehe infol­ge US-ame­ri­ka­ni­scher Luft­schlä­ge neu­es Cha­os in Syri­en aus­bricht ? US-Prä­si­dent Donald Trump hat am Mitt­woch offi­zi­ell einen mas­si­ven Rake­ten­an­griff ins Spiel gebracht.

In Syri­en hal­ten sich meh­re­re tau­send rus­si­sche Mili­tär­be­ra­ter und Mit­ar­bei­ter des Ver­söh­nungs­zen­trums auf, vie­le sind in die Struk­tu­ren der syri­schen Armee auf Batail­lons­ebe­ne inte­griert und in allen bedeu­ten­den Mili­tär­ob­jek­ten anwe­send. Der rus­si­sche Gene­ral­stabchef Wale­ri Geras­si­mow warn­te bereits am 13. März, als er über Plä­ne für eine fabri­zier­te Gift­gas­at­ta­cke von­sei­ten radi­kal-isla­mi­scher Ter­ro­ris­ten im ein­ge­schlos­se­nen Ost-Ghu­ta sprach, um die­se dann “Assad-Régime” in die Schu­he schie­ben zu kön­nen : Russ­land wer­de auch auf die Rake­ten-Trä­ger­platt­for­men selbst ein­wir­ken, soll­ten die­se die syri­sche Haupt­stadt auf der Grund­la­ge die­ser Beschul­di­gung unter Beschuss neh­men.

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Das bedeu­tet : Im Grun­de könn­te jeder mas­si­ve Angriff auf die Infra­struk­tur der syri­schen Regie­rung einen rus­si­schen Gegen­schlag gegen die US-Ame­ri­ka­ner oder deren Ver­bün­de­te nach sich zie­hen. Zumal die “Favo­ri­ten” unter den Objek­ten, die als ers­te beschos­sen wer­den könn­ten, alle mili­tä­ri­schen Flug­ba­sen sind, die es in Syri­en gibt, dar­un­ter auch die rus­si­sche Basis in Hmeimim. Das ergab die Exper­ten­be­fra­gung einer US-ame­ri­ka­ni­schen Zeit­schrift. Eine sol­che Atta­cke könn­te der Öffent­lich­keit als Ver­nich­tung jener Mili­tär­flot­te ver­kauft wer­den, die ver­meint­lich Che­mie­waf­fen über syri­schen Orte abwirft.

In einer Illusion verfangen 

Vie­le rus­si­sche Mili­tär­ex­per­ten sind sich dar­in einig : Bereits ein ers­ter Beschuss die­ser Art kann eine Ket­te mili­tä­ri­scher Hand­lun­gen nach sich zie­hen, die sehr wahr­schein­lich in einen unkon­trol­lier­ba­ren nuklea­ren Kon­flikt abglei­ten wer­den. Die­se Mei­nung ver­trat im Gespräch mit dem US-Maga­zin The Natio­nal Inte­rest (NI) auch Gene­ral­leut­nant Jew­ge­ni Buschin­ski, ehe­mals Chef der Ver­wal­tung für inter­na­tio­na­le Ver­hand­lun­gen im rus­si­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um. Der Mili­tär, der jetzt an einer Mili­tär­aka­de­mie unter­rich­tet, ver­mu­tet, dass

eine belie­bi­ge mili­tä­ri­sche Kon­fron­ta­ti­on zwi­schen den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und Russ­land mit dem Ein­satz von Kern­waf­fen enden wird. 

Die nuklea­re Kon­fron­ta­ti­on kon­trol­lie­ren zu kön­nen, ist eine Illu­si­on auf­sei­ten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten”, sag­te Buschin­ski eben­so dem US-Maga­zin. Dabei spie­le die öko­no­mi­sche Kluft zwi­schen den Kriegs­par­tei­en kei­ne Rol­le, denn wenn alles mit einem Krieg enden soll­te, wird es ein sehr kur­zer Krieg sein, erklär­te der Gene­ral­leut­nant.

Mei­ner Ansicht nach ist es ein sehr gefähr­li­ches Spiel, Russ­land in die Enge zu trei­ben und zu iso­lie­ren”, sag­te Buschin­ski.

Die west­li­che Koali­ti­on ball­te bereits 2013 ihre Kräf­te im öst­li­chen Mit­tel­meer, im Per­si­schen Golf und auf syri­schem Boden öst­lich und nord­öst­lich der Haupt­stadt­re­gi­on zusam­men. Offen­sicht­lich waren meh­re­re auf­ein­an­der­fol­gen­de Offen­si­ven geplant – in meh­re­ren Etap­pen, von der Aus­schal­tung der syri­schen Luft­ab­wehr und anschlie­ßend der Luft­waf­fe bis zu Boden­of­fen­si­ven mit den Kräf­ten der zahl­rei­chen “auf­stän­di­schen” Grup­pen unter US-Obhut. Russ­land durch­kreuz­te die­sen Plan. Auf­ge­ge­ben ist er aber nicht.

Die Moti­va­ti­on für einen mas­si­ve­ren Kriegs­ein­satz könn­te nun eine Ände­rung erfah­ren haben : Es soll offen­bar getes­tet wer­den, wie weit Russ­land bei sei­ner akti­ven Außen­po­li­tik zu gehen bereit ist. Auch eine Fal­se-Flag-Akti­on als Begrün­dung für ein Ein­grei­fen soll für die USA und ihre Ver­bün­de­ten zu einer Macht­de­mons­tra­ti­on wer­den — der Macht, sich über die objek­ti­ve Rea­li­tät hin­weg­zu­set­zen : Real ist das, was wir als real ver­kau­fen kön­nen, soll die Bot­schaft dahin­ter sein.

Russland : Stabilität als Exportgut

Knickt Russ­land ein — wovon die US-Ame­ri­ka­ner aus­ge­hen -, und von Russ­land ist gefor­dert, sein “Ver­hal­ten” grund­sätz­lich zu ändern, ist sein Anse­hen beschä­digt und die USA kön­nen der “revi­sio­nis­ti­schen Macht” demons­trie­ren, wer “Herr im Hau­se” ist. Dabei geht es für Russ­land um viel – die Ein­sät­ze sind kon­ti­nu­ier­lich erhöht wor­den. Der Wunsch, sei­nen eige­nen Weg zu gehen und die Welt nach eige­nen Prin­zi­pi­en mit­ge­stal­ten zu dür­fen, das ist der Ansporn hin­ter Mos­kaus Außen­po­li­tik. In den letz­ten Jah­ren haben sich dar­aus neue rus­si­sche Export­gü­ter her­aus­ge­bil­det – Sicher­heit und Sta­bi­li­tät. Das zeig­te erst jüngst die VII. Mos­kau­er Sicher­heits­kon­fe­renz mit 30 Ver­tei­di­gungs­mi­nis­tern aus 95 Staa­ten. Daher ist Syri­en ein Test­fall : Nir­gend­wo sonst in der Welt kön­nen mit sol­cher Klar­heit zwei Export­na­tio­nen ihre jewei­li­ge “Ware” abla­den. Die eine Sicher­heit und Frie­den — wenn auch durch Luft­schlä­ge und Mili­tär­hil­fe. Die ande­re : völ­ker­rechts­wid­ri­ge Ein­mi­schung zwecks Desta­bi­li­sie­rung und Frag­men­tie­rung. Schei­tert Syri­en, geht auch das rus­si­sche “Geschäft” ver­lo­ren.

Die­ses Sze­na­rio ist aber von einem mög­li­chen ande­ren schwer zu tren­nen — einer Eska­la­ti­on, an deren Ende die gegen­sei­ti­ge Ver­nich­tung steht. Die­se Visi­on hat die kriegs­trei­ben­den Kräf­te bis­lang zurück­ge­hal­ten, aber nur in begrenz­tem Maße. Die neu­en außen­po­li­ti­schen Gestal­ter von Donald Trump — Mike Pom­peo und John Bol­ton — sind ein Zei­chen dafür, dass die Zei­ten vor­bei sind, da die USA zuge­se­hen haben, wie Russ­land ein für eine wei­te­re “huma­ni­tä­re Inter­ven­ti­on” vor­ge­se­he­nes Land sta­bi­li­siert. Die innen­po­li­ti­schen Zwän­ge eines Donald Trump, des­sen Anwäl­te letz­te Woche Büro­durch­su­chun­gen durch die Muel­ler-Komis­si­on erlebt hat­ten, könn­ten sei­ne Ent­schei­dung zuguns­ten eines klei­nen Ablen­kungs­krie­ges zusätz­lich beein­flus­sen. 

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Solan­ge aber der Schre­cken in der Fer­ne schwebt, belau­ern die bei­den Kriegs­par­tei­en ein­an­der — und das schon seit Mona­ten. Die Schaf­fung eige­ner bzw. die Stö­rung geg­ne­ri­scher Infra­struk­tur in den Berei­chen der Nicht­na­vi­ga­to­ri­schen Ortungs­funk­diens­te und der Geo-Ori­en­tie­rung zäh­len zu den ers­ten Vor­aus­set­zun­gen für wei­te­re Mili­tär­zie­le. In einer mög­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung wird die Fähig­keit, die geg­ne­ri­schen Rake­ten vor ihrem Ein­tref­fen am Ziel zu ver­nich­ten, von ent­schei­den­der Bedeu­tung sein.

Von Blockaden und Beschüssen zur nuklearen Eskalation 

Das Por­tal Sput­nik­news hat in einem Arti­kel im März aus­ge­rech­net, wie­viel Pro­zent der US-ame­ri­ka­ni­schen Marsch­flug­kör­per die rus­si­sche Luft­ab­wehr abfan­gen könn­te, wenn die­se in Hun­dert­er­schwär­men bei­spiels­wei­se aus dem Per­si­schen Golf abge­feu­ert wür­den : Bis zu 40 Pro­zent könn­ten am Ziel ankom­men, soll­ten die Rake­ten im Bereich ihrer Flug­bahn die Vor­zü­ge der Gebirgs­land­schaft west­lich von Syri­en nut­zen. Im Arti­kel wird auch auf­ge­zählt, wie vie­le rus­si­sche Kriegs­schif­fe und U-Boo­te als Trä­ger diver­ser Rake­ten­sys­te­me – vom schon in Syri­en erprob­ten Typ Kali­ber bis zu den neu­es­ten Ultra­schall­ra­ke­ten — im Mit­tel­meer ein­satz­be­reit sein kön­nen.

Die US-ame­ri­ka­ni­sche Füh­rung geht aller­dings nicht davon aus, dass Russ­land ihre Kriegs­schif­fe als Abschuss­ram­pe ver­sen­ken wür­de – der Pearl-Har­bor-Effekt soll­te den Geg­ner abschre­cken, denn die Rache dürf­te in die­sem Fall grau­sam sein. Sie sei auch der Mei­nung, dass das rus­si­sche Flug­ab­wehr­sys­tem C-400 nichts gegen die Mili­tär­jets der Typen B-2 Spi­rit und F-22 Rap­tor aus­rich­ten kön­ne, schreibt das rus­si­sche Por­tal vz.ru. Die Gewiss­heit der eige­nen Über­le­gen­heit wecke aggres­si­ve Begehr­lich­kei­ten und kön­ne einen Gegen­schlag nicht hem­men, son­dern den Über­mut nur noch wei­ter anfa­chen.

Denk­bar sei auch — als eine Zusatz­maß­nah­me — die Blo­cka­de der rus­si­schen Mili­tär­ba­sis Tar­tus an der syri­schen Küs­te sowie der rus­si­schen Han­dels­flot­te. Als rus­si­sche Ant­wort sei­en asym­me­tri­sche Maß­nah­men wie die Stö­rung der Ortungs­funk­diens­te für US-Flug­zeu­ge im Mit­tel­meer­raum oder Hand­lun­gen gegen die hun­der­ten US-Mili­tär­an­ge­hö­ri­gen im Süd­os­ten Syri­ens denk­bar – die­se sind laut vz.ru bei­spiels­wei­se nicht mit Rake­ten­ab­wehr­sys­te­men aus­ge­stat­tet. Aber auch all das wür­de den Kon­flikt schnell auf eine über­re­gio­na­le Ebe­ne heben. 

Das poli­ti­sche und mili­tär­ana­ly­ti­sche Brain­stor­ming in rus­si­schen Medi­en zeigt, dass die Hemm­schwel­len hin­sicht­lich töd­li­cher Gegen­schlä­ge auf aggres­si­ve Akte der US-Ame­ri­ka­ner in Russ­land immer nied­ri­ger wer­den : Es sol­le das umge­setzt wer­den, was bereits als War­nung ange­kün­digt wur­de, am bes­ten sogar mit einem “Über­ra­schungs-Effekt”. Ver­wie­sen wird auf die Krie­ge in Korea und Viet­nam — es sei nicht das ers­te Mal, dass die US-Ame­ri­ka­ner und Rus­sen direkt oder indi­rekt auf­ein­an­der schie­ßen müss­ten. Den­noch – und das ist auch vie­len Exper­ten klar — ist die Vor­stel­lung, ein mili­tä­ri­scher Kon­flikt zwi­schen zwei vor Kraft strot­zen­den Atom­mäch­ten könn­te begrenzt wer­den, um den Gene­ral­leut­nant Buschin­ski erneut zu zitie­ren, nur eine gefähr­li­che Illu­si­on. 

RT Deutsch


Getöteter Journalist in Gaza : Zwischen Rap-Kunst und Hamas-Vorwürfen


Ein paläs­ti­nen­si­scher Rap­per hat ein Musik­vi­deo ver­öf­fent­licht, das an der Front­li­nie des “Gro­ßen Mar­sches der Rück­kehr” an der Gren­ze zu Gaza gedreht wur­de. Er wid­me­te es einem Jour­na­lis­ten, der von einem israe­li­schen Scharf­schüt­zen am Frei­tag getö­tet wur­de, wäh­rend er über die Pro­tes­te in Gaza berich­te­te. Er trug eine Wes­te auf der das Wort “Pres­se” zu lesen war. 

Ibra­him Ghu­n­aim, bes­ser bekannt als MC Gaza, film­te das Video an dem Ort, an dem seit dem 30. März an der Gren­ze zu Gaza pro­tes­tiert wird. “Unser Land hat geru­fen, und wir sind die­sem Ruf gefolgt. Wir hat­ten kei­ne Angst, dass die Schüs­se der Scharf­schüt­zen unse­re jun­gen Män­ner jagen”, singt der Rap­per inmit­ten von bren­nen­den Rei­fen und dicken Rauch­fah­nen. “Isra­el dach­te, wenn sie uns töten, wür­den sie unse­re Exis­tenz been­den”, fährt er fort. “Wir wer­den zurück­keh­ren, auch wenn es Jahr­zehn­te dau­ert, wir wer­den zurück­keh­ren.”

MC Gaza wid­me­te das Video sei­nem Freund Yas­ser Mur­ta­ja, einem Jour­na­lis­ten, der durch israe­li­sches Feu­er getö­tet wur­de, wäh­rend er am Frei­tag über Pro­tes­te berich­te­te. 

Yas­ser Mur­ta­ja hat­te erst vor Kur­zem ein Sti­pen­di­um der US-Regie­rung in Höhe von 11.700 Dol­lar erhal­ten. Das Geld floss in die Fir­ma Mur­ta­jas, Ain Media im Rah­men eines US-Pro­gram­mes, wel­ches die Ent­wick­lung des Pri­vat­sek­tors unter­stützt. Der israe­li­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Avigdor Lie­ber­man teil­te Jour­na­lis­ten am Diens­tag mit, dass Mur­ta­ja seit dem Jahr 2011 Gel­der von der Hamas erhielt und den Rang eines Kapi­täns inne­hat­te. Mit Droh­nen habe er Infor­ma­tio­nen über den IDF nahe der Gren­ze gesam­melt. In der Tat ver­füg­te Mur­ta­ja über eine Droh­ne für Video­auf­nah­men, wel­che jedoch nur im Rah­men sei­ner jour­na­lis­ti­schen Arbeit genutzt wor­den sei. Sei­ne Fir­ma mach­te unter ande­rem Auf­nah­men für BBC und Al-Jaze­e­ra. Die US-Regie­rung gab an, dass bis­her kei­ner­lei tech­ni­sche Aus­rüs­tung an den Jour­na­lis­ten aus­ge­hän­digt wur­de.

Sein Bru­der Muta­sem zu den Anschul­di­gun­gen Lie­ber­mans : 

Er ver­brei­tet Lügen, um sich selbst aus der Schlin­ge zu zie­hen. Yas­ser film­te die Pro­tes­te mit einer ein­fa­chen Kame­ra, um zu zei­gen, wie fried­lich sie sind. 

Die Demons­tra­tio­nen sol­len bis zum 15. Mai fort­ge­setzt wer­den. Die­ser Tag mar­kiert für die Paläs­ti­nen­ser das Ereig­nis, das sie als einen Mas­sen­exo­dus aus ihrem Land infol­ge der Grün­dung Isra­els betrach­ten. Auf der Beer­di­gung Mur­ta­jas wur­de sein Kör­per durch die Stra­ßen von Gaza-Stadt getra­gen, umwi­ckelt mit einer paläs­ti­nen­si­schen Flag­ge und der Pres­se-Wes­te oben­auf. Bewaff­net waren Mit­glie­der der Hamas nicht, die dem Begräb­nis bei­wohn­ten. Dies ist immer dann üblich, wenn einer aus ihren Rei­hen stirbt. Mur­ta­ja starb zwei Tage bevor er sei­ne neue Arbeits­stel­le für den Nor­we­gi­an Refu­gee Coun­cil antre­ten konn­te. 

Mehr zum The­ma — Isra­el : Sol­dat bezeich­net erschos­se­nen Jun­gen als “Huren­sohn” und drückt ab (Video)

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Donald Trump : Beziehungen zwischen den USA und Russland schlimmer als je zuvor


Unse­re Bezie­hun­gen mit Russ­land sind jetzt schlim­mer als je zuvor, und dazu zählt auch der Kal­te Krieg. Dazu gibt es kei­nen Grund. Russ­land braucht uns, um sei­ne Wirt­schaft zu unter­stüt­zen, was sehr ein­fach zu machen wäre. Und wir brau­chen, dass alle Natio­nen mit­ein­an­der zusam­men­ar­bei­ten. Wett­rüs­ten been­den?”, so Trump.

Mehr zum The­ma — Trump : Russ­land, mach Dich bereit ! Unse­re Rake­ten wer­den kom­men, schön, neu und smart !

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Wichtigster Vertrag zwischen Russland und USA : Wer bricht START zuerst ?


Vor acht Jah­ren unter­zeich­ne­ten Russ­land und die USA den soge­nann­ten START-Ver­trag. Am 5. Febru­ar erklär­ten bei­de Sei­ten, die Bedin­gun­gen des Ver­trags – die mas­si­ve Redu­zie­rung ihrer Nukle­ar­ge­schos­se — erfüllt zu haben. Doch die schwie­ri­gen Bezie­hun­gen zwi­schen den Staa­ten könn­ten die Ver­län­ge­rung des Ver­trags ver­hin­dern, wie Exper­ten war­nen.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


Mehr als 18 Millionen Bürger erhielten zwischen 2007 und 2018 Hartz IV


Fast jeder zehn­te Haus­halt in Deutsch­land bezieht Hartz IV. In einer “Bedarfs­ge­mein­schaft” leben­de Men­schen erhal­ten 954 Euro, Allein­ste­hen­de 416 Euro pro Monat. 

Jens Spahn von der CDU ver­brei­tet mit sei­ner Aus­sa­ge, Hartz IV sei aus­rei­chend, eine Wel­le der Empö­rung. Die Koali­ti­on aus Uni­on und SPD wol­len das Voll­be­schäf­ti­gungs­ziel errei­chen. Von den in die­sem Febru­ar auf Hartz IV ange­wie­se­ne 5,95 Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land, gal­ten 4,26 Mil­lio­nen als erwerbs­fä­hig. In die Hartz IV-Sta­ti­sitk auf­ge­nom­men wur­den die­je­ni­gen, die auch über kur­ze Zeit ein­mal Hartz IV bezo­gen. Vie­le haben neben­her einen Mini­job. Der Ber­li­ner Bür­ger­meis­ter Micha­el Mül­ler for­dert eine “neue sozia­le Agen­da” gegen die Armut. Rund 857.000 Men­schen gel­ten als Lang­zeit­ar­beits­lo­se. Und von die­sen haben über die Hälf­te kei­ne Aus­bil­dung. 

Das Pro­blem Hartz IV hin­ter sich zu las­sen, ist der Man­gel an der Attrak­ti­vi­tät einer Alter­na­ti­ve, so Hol­ger Schä­fer, Beschäf­ti­gungs­ex­per­te des arbeit­ge­ber­na­hen Insti­tuts der deut­schen Wirt­schaft (IW): 

100 Euro wer­den ange­rech­net, wenn man mit Hartz IV eine Arbeit auf­nimmt. 

Wäh­rend sich der Mini­job noch lohnt, lohnt sich der Teil­zeit­job nicht mehr. 

Uwe Schim­mer (CDU): 

Hartz ist nicht die letz­te Ant­wort. Wir wol­len eine stär­ker beschäf­ti­gungs- und bil­dungs­zen­trier­te Poli­tik machen, um Voll­be­schäf­ti­gung zu errei­chen. 

Der CDU-Arbeits­markt­po­li­ti­ker Kai Whit­taker for­dert hin­ge­gen einen Neu­an­fang, denn Hartz IV sei nicht in der Lage, Men­schen nach lan­ger Zeit ohne Arbeit ein­zu­glie­dern : 

Da müs­sen wir eine Schip­pe drauf­le­gen. Wir brau­chen einen Neu­start. 

Wer neu auf Hartz IV ange­wie­sen ist, tut dies oft nicht auf Dau­er, dies gilt vor allem für Jün­ge­re. Bei den 15- bis 25-Jäh­ri­gen liegt die Wahr­schein­lich­keit, kür­zer als ein Jahr im Sys­tem zu blei­ben, bei 53 Pro­zent, bei den 25- bis 55-Jäh­ri­gen bei 46 Pro­zent. Bei ihnen liegt das Risi­ko, vier Jah­re und län­ger Grund­si­che­rung zu brau­chen, bei 22 Pro­zent. Die über 55-Jäh­ri­gen haben sogar ein Risi­ko von 45 Pro­zent, vier Jah­re und län­ger auf Hartz IV ange­wie­sen zu sein. 

(rt deutsch/dpa) 

RT Deutsch


Neujahrsfest im Iran — Zwischen Sanktionen und dem drohenden Zerfall des Nuklearabkommens


Nouruz, über­setzt : neu­er Tag, ist der Name des Früh­lings­fes­tes, wel­ches im Iran am 20. März gefei­ert wur­de. Nach dem ira­ni­schen Kalen­der begann am gest­ri­gen Tag um 17:15 Uhr Mit­tel­eu­ro­päi­scher Zeit das Jahr 1397. An die­sem Tag, dem 20. oder dem 21. März, tritt die Son­ne in das Tier­kreis­zei­chen des Wid­ders und der Früh­ling beginnt. Das Fest wird seit mehr als 3.000 Jah­ren all­jähr­lich von rund 300 Mil­lio­nen Men­schen began­gen. Im Iran ist es das wich­tigs­te Fest des Jah­res.

In Vor­be­rei­tung auf das Fest wird ein “Haft Sin” auf­ge­stellt, ein deko­rier­ter Tisch mit sie­ben Din­gen, die auf Per­sisch mit “S” anfan­gen. Die­se sol­len den Men­schen im neu­en Jahr viel Gutes brin­gen. Was auf dem Tisch zu fin­den ist, vari­iert. Zur Deko­ra­ti­on zäh­len gewöhn­lich : Sek­ke (Mün­zen für Wohl­stand), Sib (Äpfel für Gesund­heit), Somach (ein per­si­sches Gewürz als Sinn­bild für den Geschmack des Lebens), Som­bol (Hya­zin­then für Freund­schaft), Sir (Knob­lauch als Schutz), Sab­seh (Wei­zen, Gers­te oder Ähn­li­ches für die Saat des Lebens) und Ser­keh (Essig für Fröh­lich­keit). Auf dem Tisch befin­den sich auch ein Spie­gel (für Rein­heit), eine Ker­ze (das Feu­er) und ein Buch mit den belieb­ten Gedich­ten von Hafez, einem Freund Goe­thes. In man­chen Fami­li­en auch der Koran. 

Neujahrsansprache für den Fall der Fälle 

Auch im Iran ist es üblich, dass es eine Neu­jahrs­an­spra­che durch den Regie­rungs­füh­rer gibt, in die­sem Fall durch den obers­ten Geist­li­chen Aya­tol­lah Ali Kha­men­ei. Im Fern­se­hen wand­te er sich an das ira­ni­sche Volk mit der Bot­schaft, nur noch regio­na­le Pro­duk­te zu erwer­ben. Dies wür­de die ira­ni­sche Wirt­schaft ankur­beln und die Arbeits­lo­sen­zah­len ver­rin­gern.

Das Mot­to des Jah­res ver­weist auf das der­zeit beson­ders fra­gi­le Nukle­arab­kom­men JCPOA (Joint Com­pre­hen­si­ve Plan of Action) aus dem Jahr 2015 mit den 5+1-Mächten, dar­un­ter den USA. Deren Prä­si­dent Donald Trump ist ein erklär­ter Geg­ner des Abkom­mens, wel­ches sein Vor­gän­ger Barack Oba­ma mit dem ira­ni­schen Prä­si­den­ten Hassan Roha­ni abge­schlos­sen hat­te. Trump geht davon aus, dass die Füh­rung in Tehe­ran durch den Ver­trag nur Zeit gewin­nen will, um heim­lich den Bau von Atom­waf­fen vor­an­zu­trei­ben.

Noch immer war­tet unter­des­sen die ira­ni­sche Bevöl­ke­rung auf eine Ver­bes­se­rung ihrer wirt­schaft­li­chen Lage. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren auf­grund der schlech­ten Wirt­schafts­la­ge in der Bevöl­ke­rung Pro­tes­te aus­ge­bro­chen. 

Fir­men und Ban­ken scheu­en vor Geschäf­ten mit dem Iran aus Furcht vor Repres­sa­li­en aus Washing­ton zurück. Trump hat­te ange­droht, das Nukle­arab­kom­men nicht erneut ver­län­gern zu wol­len und kei­ne wei­te­ren Sank­tio­nen auf­zu­he­ben. Im Janu­ar hat­te Trump ange­kün­digt, er wer­de das vom US-Kon­gress nicht rati­fi­zier­te Nukle­arab­kom­men zum letz­ten Mal in Gel­tung belas­sen. Der US-Prä­si­dent muss alle sechs Mona­te dar­über ent­schei­den, ob er die­ses wei­ter ver­län­gern will oder die Sank­tio­nen wie­der in Kraft set­zen.

Im neu­en per­si­schen Jahr droht zudem eine Auf­kün­di­gung von­sei­ten der Ira­ner. Immer wie­der hat­te Prä­si­dent Hassan Roha­ni ver­sucht, das Abkom­men gegen radi­ka­le Stim­men im Land zu ver­tei­di­gen. Aber wenn der im Gegen­zug erwar­te­te Fort­schritt aus­bleibt, wird es schwie­rig für den Refor­mer, im Land wei­ter Rück­halt für die Auf­recht­erhal­tung des Abkom­mens mit dem Aus­land zu bekom­men. 

Trump zum Bruch mit seinen Generälen bereit

Mit Mike Pom­peo als neu­em Außen­mi­nis­ter der USA hat Donald Trump einen erklär­ten Feind der ira­ni­schen Füh­rung an sei­ne Sei­te gestellt, der den Iran mit dem IS ver­glich und wäh­rend sei­ner Zeit bei der CIA auf gute Kon­tak­te mit dem israe­li­schen Geheim­dienst setz­te. 

Nach­dem Trump erklärt hat­te, dass Til­ler­son sei­ne Posi­ti­on als Außen­mi­nis­ter an Mike Pom­peo ver­lie­ren wür­de, sag­te der Prä­si­dent : 

Wenn man sich den Iran-Deal ansieht, den­ke ich, er ist furcht­bar. Ich glau­be, er [Rex Til­ler­son] dach­te, der ist in Ord­nung. Ich woll­te damit bre­chen oder etwas tun und er [Mike Pom­peo] hat ein etwas bes­se­res Gefühl dies­be­züg­lich. 

Die Erneue­rung der Gül­tig­keit des Nukle­arab­kom­mens ist im Mai fäl­lig. Trump signa­li­sier­te nun, dass er not­falls im Umgang mit dem Iran auch mit sei­nen Gene­rä­len bre­chen wür­de. Ein Besuch des sau­di­schen Kron­prin­zen Moham­med bin Sal­man ver­deut­lich­te Trumps Hal­tung : 

Vie­le schlech­te Din­ge pas­sie­ren im Iran. Das Abkom­men wird in einem Monat auf den Prüf­stand kom­men und wir wer­den sehen, was pas­siert. 

Hoch­ran­gi­ge Mili­tär­ver­tre­ter und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter James Mat­tis haben Trump immer wie­der auf die Vor­tei­le des Abkom­mens hin­ge­wie­sen, auch wenn sie den Iran beschul­di­gen, im Jemen Stell­ver­tre­ter­krie­ge zu füh­ren und sich im Irak, Syri­en und Liba­non aus­zu­brei­ten. Am Diens­tag mach­te Gene­ral John Hyten vom U.S. Stra­te­gic Com­mand sei­ne Hal­tung deut­lich : 

Iran agiert in Über­ein­stim­mung mit dem JCPOA. Aus Sicht eines Kom­man­dos, bei dem es um nuklea­re Bedro­hung geht, ist das eine wich­ti­ge Sache für mich. Es erlaubt mir, die nuklea­ren Gege­ben­hei­ten bes­ser zu ver­ste­hen. 

Der sau­di­sche Außen­mi­nis­ter Adel al-Jubeir äußer­te sich in einem Fox-News-Inter­view zur “Gefahr aus dem Iran”. Er erklär­te, dass Sau­di-Ara­bi­en die Poli­tik Trumps gegen­über dem Iran unter­stützt und nann­te den Iran “eine Gefahr für die Welt”, denn das Land sei “ein Haupt­spon­sor des welt­wei­ten Ter­ro­ris­mus”. Das Nukle­arab­kom­men habe sei­nes Erach­tens nach ernst­haf­te Feh­ler. Er nann­te dabei etwa die “Sun­set Pro­vi­si­ons”, an wel­chen auch Trump Kri­tik übt. Die­se wür­den bald aus­lau­fen und dann sei es dem Iran mög­lich, inner­halb weni­ger Wochen so viel Uran anzu­rei­chern, dass das Land eine Atom­bom­be bau­en könn­te. Es fehl­ten auch Sank­tio­nen gegen das ira­ni­sche Rake­ten­pro­gramm. US-Gene­ral Joseph Votel (CENTOCOM) warn­te, dass bei einem Ver­lust des JCPOA ein ande­rer Weg not­wen­dig wer­den wür­de, um gegen ein Nukle­ar­waf­fen­pro­gramm des Iran vor­zu­ge­hen.

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Alle gegen Orbán : Soros-Organisation säht Zwietracht zwischen EU-Staaten


Einem Bericht der israe­li­schen Zei­tung Jeru­sa­lem Post zufol­ge zielt die Soros-Orga­ni­sa­ti­on “Civil Liber­ties Uni­on for Euro­pe” dar­auf ab, Ber­lin gegen die unga­ri­sche Regie­rung von Vik­tor Orbán zu mobi­li­sie­ren. Der Zei­tung lägen Ton­auf­nah­men des Geschäfts­füh­rers der angeb­lich zivil­ge­sell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­ti­on, Balázs Dénes, vor, in denen er über die Akti­vi­tä­ten sei­nes Ver­ban­des für die Auf­he­bung eines “Anti-Soros-Geset­zes” in Ungarn spricht.

Das Gesetz begrenzt die Mög­lich­keit für aus­län­di­sche Spen­der, Geld an Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen in Ungarn zu über­wei­sen. Es zielt vor allem dar­auf ab, die Akti­vi­tä­ten des unga­risch­stäm­mi­gen Mul­ti­mil­li­ar­därs Geor­ge Soros ein­zu­däm­men.

Dénes soll dem­nach dem deut­schen Aus­wär­ti­gen Amt vor­ge­schla­gen haben, die star­ke wirt­schaft­li­che Prä­senz deut­scher Unter­neh­men in Ungarn als Druck­mit­tel gegen Buda­pest ein­zu­set­zen.

Wir arbei­ten sehr inten­siv. Ich habe die­se Woche einen Ter­min mit einer Denk­fa­brik, einer Orga­ni­sa­ti­on, die die deut­sche Regie­rung und das Außen­mi­nis­te­ri­um beein­flusst. Ich brin­ge ihnen Kopi­en des Geset­zes, frisch aus dem Unga­ri­schen über­setzt, und erklä­re ihnen, was sie dage­gen unter­neh­men kön­nen.

Der Lei­ter der Soros-Orga­ni­sa­ti­on soll expli­zit auf die Fabrik­an­la­gen deut­scher Auto­mo­bil­bau­er in Ungarn ver­wie­sen haben.

Deutsch­land ist auf­grund der deut­schen Inves­to­ren und Fir­men ein ein­fluss­rei­cher Spie­ler in Ungarn. Wenn also das deut­sche Außen­mi­nis­te­ri­um etwas möch­te, kön­nen sie [es errei­chen], sie haben die Mit­tel [dazu]”, erklär­te Dénes.

Er erklärt auch sei­ne eige­ne Moti­va­ti­on, einer Orga­ni­sa­ti­on aus Soros’ Netz­werk bei­zu­tre­ten :

Der wich­tigs­te Grund dafür, dass ich vor fünf Jah­ren von der OSF [die Soros-Orga­ni­sa­ti­on “Open Socie­ty Foun­da­ti­on”] rekru­tiert wur­de, ist die Ein­sicht, dass es im Moment kei­ne Men­schen­rechts­grup­pe in Euro­pa gibt, die die EU kon­trol­lie­ren kann.

Auf Anfra­ge der Jeru­sa­lem Post bestä­tig­te Dénes die Echt­heit der Auf­zeich­nung. Er ver­such­te klar­zu­stel­len, dass es nicht sei­ne Absicht gewe­sen sei, deut­sche Unter­neh­men zum Boy­kott Ungarns auf­zu­ru­fen.

Wenn das deut­sche Außen­mi­nis­te­ri­um etwas in Ungarn errei­chen möch­te, dann ist ihre Stim­me auf­grund der deut­schen Inves­ti­tio­nen in Ungarn wahr­schein­lich stark genug, um ernst genom­men zu wer­den”, erklär­te er.

Er füg­te hin­zu, dass die EU durch Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen über­wacht wer­den müs­se. Jede öffent­li­che Insti­tu­ti­on müs­se sich einer der­ar­ti­gen Kon­trol­le unter­zie­hen. Jede inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­ti­on habe das Recht, Regie­run­gen hin­sicht­lich ihrer diplo­ma­ti­schen Hal­tung zu ande­ren Regie­run­gen zu bera­ten.

Geor­ge Soros, der sei­ner Stif­tung 18 Mil­li­ar­den US-Dol­lar spen­de­te, ist ein ursprüng­lich aus Ungarn stam­men­der ame­ri­ka­ni­scher Finanz­in­ves­tor und Holo­caust­über­le­ben­der. Sein der­zei­ti­ges Pri­vat­ver­mö­gen wird auf 8 Mil­li­ar­den US-Dol­lar geschätzt.

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Serbiens Außenminister : Sitzen nicht zwischen zwei Stühlen, haben unseren eigenen Stuhl (Video)


RT-Mode­ra­to­rin Sophie Sche­ward­nad­se traf sich in Bel­grad mit dem ser­bi­schen Außen­mi­nis­ter Ivi­ca Dacic und sprach mit ihm über die Aner­ken­nung des Koso­vo, den EU-Bei­tritt Ser­bi­ens und die euro­päi­schen Russ­land-Sank­tio­nen.

Mehr zum The­ma :  Andrej Hun­ko zur EU-Poli­tik auf dem Bal­kan — “Die EU ist nicht unab­hän­gig”

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Deutschlands neues Kabinett – Zwischen Heimat und Flucht (Teil 3)


Das neue Bun­des­ka­bi­nett ist kom­plett. Vor allem die CSU möch­te sich mit Blick auf die baye­ri­schen Land­tags­wah­len im Herbst in Stel­lung brin­gen. Doch das The­ma Migra­ti­on und Inte­gra­ti­on will die SPD der Uni­on nicht allein über­las­sen. Das spie­gelt sich auch bei der Ver­tei­lung der Minis­ter­pos­ten wie­der. Das birgt Streit­po­ten­ti­al.
Sput­nik Deutsch­land – Aktu­el­le Top-News und Ana­ly­sen : Fotos, Vide­os, Info­gra­fi­ken


SPD-Mitgliedervotum zur GroKo : Vergleich zwischen 2013 und 2018


Das Votum wur­de nicht nur in SPD und Uni­on, son­dern auch in Tei­len der Oppo­si­ti­on und bei euro­päi­schen Bünd­nis­part­nern Deutsch­lands mit Erleich­te­rung auf­ge­nom­men. Die Wirt­schafts­ver­bän­de drän­gen nun zu ent­schlos­se­nem und raschem Han­deln nach der mona­te­lan­gen Hän­ge­par­tie. Nega­tiv reagier­ten die Links­par­tei, die AfD und die Jusos.

Er sei ent­täuscht, sag­te der Juso-Vor­sit­zen­de Kevin Küh­nert. Der Gro­Ko-Geg­ner kün­dig­te an, der Regie­rung künf­tig auf die Fin­ger schau­en zu wol­len. „Wenn Kri­tik nötig ist, dann wird sie von uns kom­men.“ Die SPD müs­se sich nun pro­gram­ma­tisch erneu­ern. „Wir wer­den die­ser Par­tei auch so lan­ge aufs Dach stei­gen, bis wir das Gefühl haben, das pas­siert jetzt in einem aus­rei­chen­den Rah­men.“

Bis zuletzt war nicht klar, wie der Ent­scheid aus­fällt. Am Schluss ent­schie­den sich die SPD-Mit­glie­der mit über­ra­schend gro­ßer Mehr­heit für die Gro­Ko. Im Fal­le eines Neins wäre die Gefahr von Neu­wah­len groß gewe­sen. Die SPD muss­te ange­sichts der Umfra­ge­wer­te der letz­ten Wochen fürch­ten, von der AfD über­holt zu wer­den.

Wenn man einen Ver­gleich zwi­schen dem Mit­glie­der-Votum 2018 und 2013 unter dem dama­li­gen Par­tei­chef Sig­mar Gabri­el zieht, wird schnell klar, dass das Wahl­ver­hal­ten fast gleich geblie­ben ist. Sowohl damals als auch heu­te stimm­te eine deut­li­che Mehr­heit für die Gro­ße Koali­ti­on.

2013 gaben 77,86 Pro­zent der Mit­glie­der (369.680) ihre Stim­me ab. Davon waren ins­ge­samt 337.880 gül­tig. Mit Ja stimm­ten damals 256.643 (75,96 Pro­zent), mit Nein 81.921 (23,95 Pro­zent).

Beim Votum zur Gro­Ko im Jahr 2018 sieht das Ergeb­nis ähn­lich : 378.437 SPD-Mit­glie­der stimm­ten ab (78,39 Pro­zent), davon gül­tig waren 363.494 Stim­men. Ein Ja zur Gro­Ko kreuz­ten 239.604 (66,02 Pro­zent) an, ein Nein 123.329 (33,98 Pro­zent).

Mehr zum The­ma — SPD-Gro­Ko-Ent­scheid in Zah­len

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